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Kappsäge / Blattgröße

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    Kappsäge / Blattgröße

    Moin Moin,

    Normalerweise lauten die Größenangaben zu Kappsägeblättern z.B. so: „254x2,8x30“ Die erste (254) und letzte (30) sind mir klar, eben Durchmesser und Bohrung. Bezieht sich aber die mittlere Angabe (2,8) nun auf die Dicke des Sägeblatts selbst, oder, wenn aufgelötet, auf die Zahnbreite? Manchmal gibt es dazu ja auch Doppelangaben, z.B. „3,0/2,0“, ich nehme an, dann sind Zahnbreite und Blattbreite gemeint. Und manchmal überhaupt keine, also nur „254x30“.

    Meine eigentliche Frage aber ist folgende: Wenn ich eine Säge habe, auf der z.B. ein Blatt der Dicke 2,8 werkseitig vormontiert ist, darf ich dann auch für nachgekaufte Ersatzblätter nur diese eine Dicke, nämlich 2,8, verwenden, oder darf ich beliebig variieren, also z.B. auch ein Blatt mit der Dicke 2,0 oder 3,0 montieren, ohne dass ein Sicherheitsrisiko entsteht? Manchmal sind es ja auch nur Unterschiede von 1-2mm.

    Im Internet finde ich dazu kaum Aufschlussreiches. Vom Hersteller bekomme ich nur sehr sparsame Auskünfte, und im Baumarkt ein Achselzucken.

    Danke für eine Antwort, Gruß, Jochen.

  • Bei der Kappsäge kannst du hier problemlos variieren, du musst nur darauf achten wie dick der 30mm Aufnahmeflansch ist damit die Mutter noch sauber am Blatt spannt. Aber du musst nicht auf das Maß vom Spaltkeil achten, gibt ja keinen. Vorzugsweise Blätter mit negativem Spanwinkel, die drücken das Werkstück weg anstatt es heranzuziehen.

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    • Das ist die Stammblattstärke also Blatt ohne Zähne.

      Schau Dir mal den Flansch zur Aufnahme des Blattes an. In der Mitte ist der Zapfen mit z.B. 30 mm. Und dieser steht z.B. 2,8 mm raus. Machst Du nun ein dünneres Blatt drauf, könnte je nach Mutter das Blatt lose hängen. Bei dickerem Blatt spannt die Mutter nur am Blatt und nicht am Flansch. Auch das ist nicht korrekt. Bleib also bei der richtigen Größe.

      Achte auch auf die Zähne. Nimmst Du ein Kreissägeblatt, wird es gefährlich durch Rückschläge. Es muss Wechselzahn sein. Aber das alleine genügt auch nicht. Es muss eben ein Kappsägeblatt sein. Und das ist oft das Problem bei Discountern. Kürzlich habe ich bei Lidl die Blätter wieder zurückgelegt, weil die Blätter zwar für deren Kappsäge gedacht waren, aber die Zähne nicht so aussahen und auch Wechselzahn nicht dran stand. Das war mir zu riskant - für mich - und ich will meine Säge im Fall eines extremen Verkeilens auch nicht demolieren. Dann lieber 10 Euro mehr zahlen.

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      • Zitat von Rainerle Beitrag anzeigen
        Achte auch auf die Zähne. Nimmst Du ein Kreissägeblatt, wird es gefährlich durch Rückschläge. Es muss Wechselzahn sein. Aber das alleine genügt auch nicht. Es muss eben ein Kappsägeblatt sein.
        Die Zahnform ist egal, der Spanwinkel sollte negativ sein, dann sinkt die Gefahr von Rückschlägen. Das liegt daran, dass ein positiver Spanwinkel das Werkstück zu sich heranzieht, ein negativer drückt es weg. Wenn das Werkstück aber festgespannt ist und das Blatt scharf, sehe ich da aber kein Problem.

        Hab auf der Kappsäge auch öfters ein Trapez-Flachzahn für Alu drauf oder ein Flachzahn auf der Kappzugsäge für Nuten. Oder für Holz ein blaues Bosch mit Wechselzahn neg.

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        • Kann sein ascii, ich achte eben darauf, dass es explizit dransteht. Ich gehe da kein Risiko ein. Und festspannen tue ich auch nicht immer. Klar, Alu schon. Aber Leisten nicht unbedingt.

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          • Ich habe jetzt etwas nachgelesen. Danke ascii, Negativ war das richtige Stichwort. Ist eine Wissenschaft für sich. Negative Zahnform ja. Sonst zieht das Blatt hinten das Werkstück hoch. Ist ja eigentlich das Gegenteil zu einer Tischkreissäge. Im Gegenzug werden solche Blätter aber auch für TKS verkauft. Da ist es weniger problematisch.

            Ob nun Wechsel-, Hohl-, Trapezzahn ... ist unerheblich. Ist eher für Qualität unterschiedlicher Werkstoffe entscheidend.

            Zurück zur Stammblattdicke. Ich würde sagen, dass 0,2 mm zu dick sicher nicht dramatisch sind, aber es könnte dann problematisch werden, wenn sich das Werkstück verkantet und das Blatt sich im Holz festklemmt. Dann dreht das Blatt die Mutter/Schraube extrem mit und die diese wird nur schwer zu öffnen sein. Bei exakter Stammblattdicke wird das mit dem Flansch verhindert.

            Dass zu dünn problematisch ist, schrieb ich bereits, da das Blatt nicht genug gespannt ist. Hängt aber vom Flansch ab, welche Toleranzen vom Hersteller da eingeplant sind. Ich vermute um so hochpreisiger will jeder seine eigenen Blätter verkaufen und wird deshalb seine eigene Stärke verwenden. Da scheint es eher keine Norm zu geben. Irgendwo las ich, dass die BG Bau vorgibt beim Hersteller zu bleiben.

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              Moin, ich danke Euch für die wirklich hilfreichen und präzisen Antworten und Gedanken, und natürlich für Eure Mühe. Ja, das scheint ja wohl nahezu eine Wissenschaft für sich zu sein, und ich wünschte mir, dass wenigstens etwas davon in mancher Bedienungsanleitung zu lesen wäre. Ist doch nicht ganz unwichtig, so etwas zu wissen, oder? Jedenfalls habe ich ein passendes Sägeblatt mit passenden Maßen gefunden und bestellt, irgendwie ein gutes Gefühl zu wissen, nichts falsch gemacht zu haben. Allerbesten Dank noch mal an alle, bis zu nächsten Mal, Gruß, Jchen.

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              • Gerne!

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