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Sind die noch zu retten?

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    Sind die noch zu retten?

    Frage von Kaosqico:
    Hallo Paul, ich habe im Schuppen meines Vaters einige alte und leider auch heruntergekommene Hobel und Raubänke gefunden. Hast Du an sowas Interesse?
    Ich antwortete: natürlich immer! Schicke ein paar Fotos.
    Habe es in einer kleinen Slideshow zusammen gestellt:




    Hier die Bestandsaufnahme:
    Von den drei Rauhbänken ist eine davon an Wurmfrass und unsachgemäßer Beförderung im wahrsten Sinne zerbröselt. Bei eiiner Rauhbank fehlt der Griff und ist etwas wurmstichig. Bei der anderen Rauhbank hat sich die Hobelsohle anscheinend durch Nässe gelöst und das Hobelmaul ist ziemlich ausgebrochen. Ebenso hat sich die Pockholzsohle des Ulmia-Hobels (der mit der Hand-Feststellschraube auf dem Messer) durch Nässe einseitig gelöst. Das Hörnchen ist locker. Beim Schrupphobel (der mit dem runden Eisen) ist die ganze Hobelsohle durch Wurmfrass zerstört. Bei zwei weiteren Hobel fehlt jeweis der Keil und zusätzlich bei einem der Schlagknopf hinten. Alle Hobelmesser sind in einem schlechten Zustand. Ziemlich stark verrostet. Die Hobelkörper sind ebenfalls in einem desolaten Zustand.

    Was glaubt ihr sind solche Hobel noch überhaupt zu retten?

    LG Holzpaul, der mit dem Holz tanzt

    Warum nicht man muss nur sehr viel Arbeit rein stecken. Das ist dann sozusagen Hobby oder ein Idealisten Job 😉

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      Hab auch noch einen großen Raubankhobel liegen, den ich aufarbeiten möchte.

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        Wenn man die Zeit, das nötige Knowhow und die Geduld hat, dann geht es.

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          Ich vermute mal, daß sich Holzpaul schon an die "Rettung" gemacht hat und dies erst der Vorgeschmack auf die wiederbelebten Hobel ist.
          Die Wurmstichigen würde ich verfeuern, evtl. zuvor als Muster noch verwenden. Die Eisen selber wären dann immer noch als Ersatz verwendbar.

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            Nachdem das Video mit „vorher“ betitelt ist, muss es ein „hinterher“ geben. Ich hoffe nicht, dass wir ein Lagerfeuer sehen werden. Insofern ist meine Antwort „Jaaaa!“

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              Ich bin auch schon gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

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                Nutzt man sie gewerblich, kommen sie weg und es werden neue angeschafft. Hat man da privat Spaß dran, genug Zeit und die entsprechenden Kenntnisse, restauriert man sie.

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                  Mit viel Muse kann man sicher den größten Teil retten, bin neugierig was daraus wird.

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                    Zitat von Krusse Beitrag anzeigen
                    Hab auch noch einen großen Raubankhobel liegen, den ich aufarbeiten möchte.
                    Oh, da bin ich aber gespannt auf das Ergebnis und die Vorgehensweise. Man kann nur voneinander lernen. Könntest uns daran teilhaben lassen.
                    LG Paul

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                      Meiner Meinung nach sind die Hobel nur unter den Umständen zu retten, dass viel Arbeit rein gesteckt wird. Bei wurmstichig wäre ich mir schon fast sicher, daß die nur noch als Dekoration dienen könnten. Bei der Bestandsaufnahme von gebrauchten Hobeln schaue ich mir in erster Linie die Größe des Hobelmauls an. Dies gibt einem einen groben Überblick, wie intensiv ein solcher genutzt wurde. Ist das Maul sehr groß und ausgefranst, dann wurde die Hobelsohle schon oft abgerichtet, d.h. viel genutzt. Dann sollte man in der Lage sein, einem Hobel eine neue Sohle zu geben, was wiederum bedeutet, man braucht Übung im Umgang und der Kalibrierung von Hartholz.
                      Die Hobelsohle gibt einem auch Aufschluss wie sorgsam mit einem Hobel gearbeitet wurde. Ist Sie schön plan und makelfrei, oder sieht man ihr jeden Hobelvorgang ihres Lebens an.

                      Zum Schluß kommt das Eisen, an ihm sieht man ebenfalls die Sorgsamkeit und wie lange der Hobel schon nicht mehr genutzt wurde.

                      Bei allen Hobeln, die ich erworben habe war der Zustand meistens so, daß mit einem Abrichten der Sohle und Schleifen oder Nachkaufen des Eisens alles erledigt war, um ihn einzusetzen.

                      Holzpaul Bei Allem was darüber hinaus geht fällt mir nur ein Name ein: Holzpaul, das wäre die erste Adresse, bei der ich nachfragen würde. So wie Kaosqico

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                        Ich denke auch, bei der Beschreibung, kann man höchstens noch das Hobelmesser aufbereiten und damit mit frischen Holz neue Hobel nach dem Muster der vergammelten bauen.

                        Es sei denn, man baut ein Museum auf. Dann sauber machen, ölen, ins Regal stellen, aber sonst keine Arbeit rein stecken.

                        Oder sehe ich das zu pragmatisch?

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                          so, wie ich Paul einschätze, wird er retten was zu retten ist und den Rest erneuern

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                            Hätte ich diese Hobel auf einem Flohmarkt entdeckt, hätte ich sie mir angeschaut und sehr wahrscheinlich links liegen gelassen. Rein zur Dekoration, also nur optisch aufbereitet, gibt es bei mir nicht. Wenn ich einen Hobel restauriere muss er wieder voll funktionsfähig sein. Für mich ist eigentlich immer das Ziel einem alten Werkzeug "ein neues Leben" einzuhauchen. Ich verwende sehr viel Zeit um Hobelmesser rasiermesserscharf zu schleifen und abzuziehen. Wer sich damit schon beschäftigt hat wird wissen wie arbeitsintensiv das ist. Bei alten Hobeln sind oftmals falsche Messer drinn da sie vertauscht, verloren etc. wurden. Fals die richtigen Messer drinn sind wurden sie oftmals beschädigt bzw. falsch geschliffen oder gar verschliffen. Die Hobelsohlen werden von mir grundsätzlich geplant. Wenn ein restaurierter Hobel meine Werkstatt verlässt ist er voll funktionsfähig und man kann sofort mit ihm hobeln. Selbst Neuware ist lediglich mit einem Industrieschliff versehen und entgegen jeglicher Behauptung eben nicht betriebsbereit. Natürlich ist die Ganze Sache sehr, sehr arbeitsintensiv. Ob sich so etwas lohnt war nie eine Frage für mich, Hauptsache man sieht ein gutes Endergebnis und hat auch Spass daran.
                            LG Paul

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                              Sehe ich auch so. Allerdings würde ich nur restaurieren, wenn ich den betreffenden Hobel bräuchte. Das rasiermesserscharfe Schleifen, abziehen und polieren ist in der Tat aufwendig. Das Nachschleifen dann weniger. Ich hatte mir da letztes Jahr einen alten, gebrauchten Universalhobel von Howal geholt. Das Eisen war echt abgerockt. Aber nach dem Schliff richtig toll. Möchte ich nicht mehr missen das Teil. Es erspart so manche Rüstzeit an der Fräse.

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