Werkstattschrank: Aus 3 mal Alt mach einmal Neu!

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Werkstattschrank: Aus 3 mal Alt mach einmal Neu! Schrank,Ordnung,Schubladen,Werkzeugaufbewahrung
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Werkstatthelfer
von sugrobi
13.02.18 23:20
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  • 1-2 TageMittel
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  • 100100,00 €


Ende letzten Jahres sind wir auf der Arbeit umgezogen. Da es in den neuen Räumlichkeiten neue Möbel gab, wurden die alten (bereits ca 20 Jahre alten) Büromöbel nicht mehr gebraucht und konnten von der Belegschaft für einen geringen Betrag erstanden werden. Da die Möbel zwar alt, aber sehr massiv und von einem namhaften Bochumer Büromöbelhersteller gebaut sind, habe ich mir direkt welche für meine Werkstatt gesichert.
 


SchrankOrdnungSchubladen, Werkzeugaufbewahrung
4.5 5 30

Bauanleitung

Benötigtes Material

Stk. Beschreibung Material Maße

Benötigtes Werkzeug

1 Nuten für die Fachteiler fräsen

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Nuten für die Fachteiler fräsen
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Der ursprüngliche Schrank besteht eigentlich aus einem Unterteil (ca 1,2m x 0,8 m) und einem Oberteil (1,2m x1,2m) Das Oberteil habe ich nicht ins Auto bekommen und die Möbel lassen sich nicht zerlegen (außer einmal ;-)) also habe ich kurzentschlossen 3 Unterteile mitgenommen. Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich herausstellte. Denn wenn man den Sockel entfernt passen 3 Unterteile übereinander beinahe Perfekt in meine Werkstatt. Am oberen „Unterteil“ musste ich eine Aussparung für Heizungsrohre sägen. Die Korpi sind untereinander verschraubt und zusätzlich oben in der Decke fixiert.

 

2 Einräumen

Oben und Unten ganz Ok, aber in der Mitte...
1/1 Oben und Unten ganz Ok, aber in der Mitte...

Flott ging es ans einräumen. In den oberen Korpus habe ich Holzschrauben, Schleifmittel, Gewindeschrauben und sonstiges Verbrauchsmaterial untergebracht. Im untersten Teil fanden alle Werkzeuge und Gegenstände Platz, die ich nicht so oft brauche.
Im mittleren Teil wollte ich mein ganzes Handwerkszeug unterbringen. Ich stehe nicht auf Werkzeugwände, weil ich lieber sauberes als angestaubtes Werkzeug habe. Allerdings reichten die insgesamt 6 Ablageböden bei weitem nicht für das ganze Werkzeug aus....also mussten Schubladen her....

 

3 Schubladen

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montierte Auszüge
1/14 montierte Auszüge
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Der Schrank hat ja fast nix gekostet, also schnell mal mit Sketchup berechnet wie viele Schubladen ich unterbringen könnte. Es wurden 14 Schubladen....also auch 14 Paar Vollauszüge. Nachdem diese geliefert waren habe ich sie mit Hilfe von Abstansklötzchen in den nötigen Abständen montiert.

Die Schubladen entstanden aus 19mm Rohspan mit 4mm Film/Film als Boden. Für die Seitenteile habe ich mir für jeh 7 gleiche Teile ein passendes Brett zuschneiden lassen. Zum einen sind die Schubladen 9,5 cm hoch, das wird im Baumarkt nicht mehr geschnitten und zum anderen war es beim einfräsen der Nuten für die Raumteiler einfacher. Nach dem fräsen habe ich dann die einzelnen Teile auf der TKS zugesägt.
Die Schubladenrahmen habe ich mit Flachdübeln verleimt und die Böden mit Montagekleber aufgeklebt.
Aus 4mm Fil/Film habe ich mir dann einen Stapel Raumteiler zugesägt. Schnell die Auszüge an die Schubladen montiert und dann konnte ich es nicht lassen, die halbfertigen Schubladen bereits zu beladen...

 

4 Schubladenfronten

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1. Versuch.....neeeee
1/12 1. Versuch.....neeeee
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Jetzt brauchte ich nur noch Fronten für die Schubladen. Nochmal Material zukaufen kam eigentlich nicht in Frage, also habe ich meine Restbestände durchforstet. Ich fand einige passende Bretter, z.B. Kiefer, ein wenig Siebdruck, oder auch Multiplex, aber von keinem Material genug für alle Fronten. Naja, egal, schließlich ist es ein Werkstattschrank, und irgendwann muss ich die Bretter ja mal für irgendwas benutzen. Also habe ich alles zu passenden Fronten zersägt, was ich finden konnte. 4 Stück in Multiplex, 4 Stück in Siebdruck und 6 Stück in Leimholz Kiefer.
Als nächstes habe ich mal Passproben gemacht, wie es am besten ausschauen würde.

1.Versuch: alles wild durcheinander und keine 2 gleichen nebeneinander.......neeee

2.Versuch: von oben nach unten symmetrisch.....schon besser, so wird’s gemacht!

Zuerst mussten aber noch Griffe an die Fronten. Bei einem Restposten-Werkzeughändler habe ich für kleines Geld Edelstahl-Bügelgriffe erstanden (Edel geht die Welt zugrunde)
Auf meinem Bohrtisch habe ich einen Hilfsanschlag befestigt, mit dessen Hilf eich alle 28 Bohrungen in die 14 Fronten schnell anbringen konnte. Damit die Schraubenköpfe auf der Rückseite nicht auftragen, habe ich noch 3 mm mit einem Forstnerbohrer angesenkt.
Mit Griffen versehen habe ich die Fronten endlich an den Schubladen angeschraubt. Für den richtigen und gleichmäßigen Abstand zwischen den Fronten und dem Korpus sorgten die jeweils passende Anzahl Spielkarten. Die Fronten habe ich zuerst mit doppelseitigem Klebeband passend an die Schublade geklebt und dann mit Klemmen gesichert. Dann wurde die Schublade herausgezogen und die Front von hinten verschraubt. So ging es von unten nach oben Front für Front weiter.

Fertig!

 

5 Fräserschublade

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MDF-Brettchen angezeichnet
1/7 MDF-Brettchen angezeichnet
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Eine der Schubladen sollte meine Fräserschatzkiste beerben.
Hierfür habe ich mir 5 kleine 22mm MDF-Bretter zuschneiden lassen und mit einem V-Nut-Fräser in einzelne „Fächer" unterteilt. Jedes dieser Fächer hat eine 8mm Bohrung bekommen. Schnell am PC noch Etiketten mit den wichtigsten Fräserdaten gedruckt und es konnten zuerst die MDF-Brettchen und dann die Schublade bestückt werden.
 

6 Besonderheiten:

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man achte auf die Tafelfolie
1/3 man achte auf die Tafelfolie
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Um mir schnell mal Sachen zu skizzieren oder Maße zu notieren, habe ich auf die oberen beiden Schiebetüren jeweils ein Stück Tafelfolie geklebt... hat mir bereits gute Dienste geleistet.

In den ca 3cm breiten Spalt zwischen Schrankoberseite und Zimmerdecke habe ich meine Korpuszwingen gesteckt. So sind sie aus dem Weg, aber immer schnell griffbereit.

In die freie Seitenwand habe ich ein Paar Haken geschraubt und daran meinen Fräszirkel, Japansägen, Dübellineal und einen Satz Schraubendreher befestigt.

Außerdem befinden sich „werksseitig“ zwischen dem unteren und dem Mittleren Korpus 2 ausziehbare Bretter, die als zusätzliche Ablage dienen.

 

31 Kommentare

zu „Werkstattschrank: Aus 3 mal Alt mach einmal Neu!“

Sehr schöne Weiterverwendung des Büroschranks. Schubladen sind die beste Option etwas zu verstauen, wenn man den verfügbaren Platz optimal nutzen möchte. In meinen Werkstatt-Schränken fange ich auch schon an, teilweise unkontrlliert zu stapeln. Da wären Schubladen mit Teilern eine gute Alternative. Deshalb danke für die Anregung.
Ich finde aber auch Deine Fräserschublade sehr gelungen. Für alles gerne 5D

P.S. Ich habe die Tafelfolie beachtet, kann aber auch mit Vergrößerung nicht viel entziffern. Du hast 'ne ganz schöne Klaue!
2018-02-14 00:42:02

Klasse wieder aufgearbeitet!

Die Tafelfolie ist eine gute Idee! Da kann man mal schnell was draufkritzeln und muß kein Papier suchen oder Restholz verunstalten.....
2018-02-14 01:49:04

Tolle Aufbereitung, die Idee Tafelfolie aufzuziehen finde ich spitze! Ich nehme immer irgend etwas was gerade rumliegt um mir Notizen zu machen. Danke für den Tipp! Der Schrank sieht richtig gut aus. Deine Schubladen habe den gewissen Kick! Ist für die Orientierung sicherlich auch besser wenn die Fronten unterschiedlich sind. Klare 5 D!
2018-02-14 06:41:31

Für was alten Büromöbel gut sind. Klasse gemacht.
2018-02-14 07:13:42

Finde ich super. Fünf Daumen von mir.
2018-02-14 07:28:53

Super Weiterverwendung. Die Tafelfolie ist enorm praktisch. Habe ich mir bereits notiert. 5D
2018-02-14 07:29:15

Ganz grosse Klasse. Ich bin immer wieder beeindruckt was man alles mit ein wenig Fantasie und Lust am Basteln erreichen kann. Die Schubladen sind klasse geworden. Wie schon gesagt, Schubladen sind das optimale Ordnungssystem in der Werkstatt. ich bin auch gerade dabei einen Komplettumbau zu planen (von Regalen zu Schubladen), aber leider sind da noch ein paar andere Projekte auf der ToDo Liste die erst abgearbeitet werden müssen. Aber Ideen wie solche hier nehme ich jetzt schon gerne auf. Danke. 5D von mir.
2018-02-14 08:04:58

Danke für Eure Kommentare und Daumen!

@Kaosqlco: Das ist keine Klaue, dass ist verschlüsselt ;-)
2018-02-14 08:26:23

Gefällt mir. Gerade die Idee mit den Fräsern fin ich klasse.
Und neu kaufen mag ich eh nicht so sehr. Erneuern ist hier meine Devise.
2018-02-14 08:48:27

Ist klasse geworden. Tafelfolie habe ich mir notiert, obwohl ich immer ein Notizbuch in der Werkstatt habe. Die Fräserschublade gefällt mir sehr gut. 5 D von mir.

Sag mal, was ist das für ein gelbes Schiebedingens auf deinem Werktisch?
2018-02-14 08:50:49

sieht gut aus und ist gute Qualität
2018-02-14 09:00:47

Jetzt hast du einen soliden und günstigen Werkstattschrank !
Der Einbau von Schubladen ist sehr sinnvoll und man bekommt eine Menge Übung .
Sehr interessante Anleitung ! Viel Erfolg im Wettbewerb !
Fünf Daumen von mir dafür .
2018-02-14 09:59:19

Der Schrank ist ja echt der Hammer. Nun hast du ja einiges an Stauraum gewonnen, Gefällt mir absolut. Hätte nur bedeneken, das die vielen schweren Schubladen für den Schrank zuviel werden könnten. Und die Tafel oben an den Türen auch erste Sahne
2018-02-14 10:26:23

Das ist wirklich eine schöne Arbeit. Sag mal, habe ich das richtig verstanden das die Schubladenböden nur von unten angebracht worden sind?
2018-02-14 11:36:15

Klasse gemacht! Da hast Du viel zum Nachmachen gezeigt. 5D
2018-02-14 12:04:17

Vielen Dank für Eure Kommentare!

@Ichesseblumen: Ich glaube, Du meinst den 3D Gripper. Das ist ein Pushblock aus den USA. Die benutzung setzt vorraus, das man die Schutzhaube auf der TKS demontiert hat, daher ist er hier in good old Germany ehr unbekannt.

@Fuffy: Das ist kein IKEA-Schrank. Das ist schwerste Qualität. Die Paar Schubladen machen dem garnix.

@Wolfgang: Ja, die Schubladenböden sind nur von unten an die Rahmen geklebt. Ich habe dem auch erst nicht getraut, aber der Montagekleber hält auch die volle Beladung der Schubladen aus.
2018-02-14 12:29:16

Danke sugrobi. Da guck ich gleich mal danach.
2018-02-14 13:18:54

Ein Projekt ganz nach meinem Geschmack. Hätte ich wohl auch so gelöst.

Was ich nicht verstehe: die alten Möbel hätte die Firma ja sowieso kostenpflichtig entsorgt. Euch dann noch Geld dafür abzuknöpfen, dass ihr sie mit nach Hause nehmts, kann ich nicht nachvollziehen.
2018-02-14 14:04:04

Einfach KLASSE 5d
2018-02-14 14:11:13

gut aufgeräumt
2018-02-14 14:11:28

Klasse Arbeit, sehr toll.
2018-02-14 15:15:52

@Woody: Das ist richtig, die Entsorgung hätte auch gekostet. Aber die insgesammt 10 Euro kann ich verkraften und brauche kein schlechtes Gewissen haben ;-)
2018-02-14 15:44:14

Echt klasse, da hast du dir was feines für deine Werkstatt zusammengebaut, die Fräserschublade gefällt mir sehr, es herrscht Ordnung, nicht wie bei mir, die Option mit der Tafelfolie ist auch sehr gut, Glückwunsch.
2018-02-14 18:20:38

Eine richtig gute Weiterverwertung der Büromöbel, die mir Lust macht, mal wieder einige Schubladen in der Werkstatt einzubauen.
Regale zu Pflugsch ... Schubladenschränken!

5 D
2018-02-14 19:40:33

gute Nutzung der alten Büroschränke
2018-02-14 20:30:54

Wurde alles schon gesagt. Tolles Projekt!
2018-02-15 10:13:08

Hut ab,perfekt. 5D
2018-02-15 12:00:03

Klasse gemacht. Gefällt mir sehr gut. Gute Beschreibung.
2018-02-15 12:52:45

Ich liebe Schubladen, da man damit so schön Ordnung halten kann. Du hast die alten Büroschränke optimal umgebaut und jetzt einen super Schrank für alles bisher lose dastehen.
2018-02-18 12:32:02

ein sehr schöner Werkstattschrank
2018-02-19 20:28:21

Tafelfolie habe ich auf der ganzen Fläche eines Hochschrankes. Da mache ich haufig Skizzen und Maße von Holzschränken dran und so kann ich beim Zusägen immer spickeln.
Gute Idee und auch der Rest prima umgesetzt.
2018-02-20 21:57:23

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