EasyDrill 12 – Der handlichste Akku-Bohrschrauber der Welt

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Easy Drill 12 - leicht, handlich, überzeugend 2 Kommentare
Vom 14.10.16 Geändert 2016-10-14 21:52:56
Ich freue mich sehr, dass ich den Akku-Bohrschrauber EasyDrill 12 testen durfte und bedanke mich herzlich dafür bei der Firma Bosch. Meine Freude darüber war riesig.

1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den Akku-Bohrschrauber in der Hand hattest? Gefällt Dir das Design?
Mein erster Gedanke war, der sieht typisch nach Bosch aus, richtig schick und gefällig.
Der EasyDrill präsentiert sich in dem vertrauten Boschdesign, das hier durchaus stimmig mit der Größe von 19 cm Höhe harmoniert.
Da er so klein, schick und kompakt ist, ließ er mich im ersten Moment an die Bosch-Spielwerkzeuge denken
Doch wenn man dann den EasyDrill aus dem praktischen Softcase nimmt (Foto 01) und  in der Hand hat, merkt man sofort den Unterschied, 950 Gramm Gewicht liegen satt in der Hand und fühlen sich gut an. Vorder-und Rückseite sind wieder an den Stellen, wo die Hand aufliegt mit schwarzem Hartgummi ausgestattet und der Griff liegt perfekt in der Hand. Der Zeigefinger kommt dadurch automatisch auf den Ein-/Ausschalter und mit einer kleinen Bewegung nach oben kann man mit gleichem Finger den Drehrichtungsschalter zur anderen Seite drücken um von vor auf rückwärts drehen zu wechseln. Das bedeutet, dass alle Bedienelemente gut und bequem ohne die Handstellung zu verändern, zu erreichen sind.

2. Bei welchem Projekt hat dich der EasyDrill12 unterstützt? Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wieviel Zeit hast du benötigt?
Ich mache mit der Dekupiersäge sehr viel Fretwork, wo man für die Innenschnittlöcher bohren muss. Mit dem EasyDrill habe ich nun in verschiedene starke unterschiedliche Hölzer Löcher gebohrt:
136 Löcher in Fichte 19 mm mit Bohrer Stärke 2+2,5 –saubere Löcher, sehr zufrieden stellende Leistung, wenig Druck nötig
312 Löcher in Multiplex 12mm mit Bohrer 1,5 + 2 –saubere Löcher, sehr zufrieden stellende Leistung, wenig Druck nötig, ( Foto 02 ). Ab ca. 206 Löchern leuchteten nur noch 2 Leuchtdioden.
8 Löcher in Eiche 35 mm mit Bohrer 6 – dann war der Akku leer. Von zwei Leuchtdioden (Foto 03) ging der Abfall auf eine und dann auf blinken relativ schnell und bei dem dicken Holz merkte man deutlich, dass der EasyDrill 12 gefordert war. Ich mußte den Andruck doch deutlich steigern.
Akku leer – gebohrte Zeit insgesamt 1 Std 50 Minuten.
Bei allen Holzbohrungen habe ich mit der höchsten Drehzahl gebohrt.
 
Mit frisch geladenem Akku (ca 3 Std.) nochmal an das dickere Holz Eiche + Buche + Fichte ab 3cm – 5 cm Stärke (Foto 04 Spielzeug-Igel Löcher für Räder und Auge + 04 a Probebohrung Fichte)
Hier habe ich vorgebohrt mit 3mm Bohrer und dann mit 6mm nachgebohrt. Ohne das Vorbohren hätte sich der EasyDrill schwer getan. Mit Vorbohrung ging es leicht durch das Holz, der Bohrer wurde sehr heiß dabei und ich habe immer wieder eine kleine Pause gemacht um ihn abkühlen zu lassen. Das Schnellspannbohrfutter fasst Bohrer bis maximal 6 mm Durchmesser. Versehentlich hatte ich einmal einen 6,5 mm Bohrer eingespannt. Dieser ging auch problemlos in das Bohrfutter, es war kein Leistungsabfall zu bemerken.
Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Bohren der Löcher im Hartholz. Ich hätte dem kleinen Gerät solche Leistung nicht zugetraut.
Im Hartholz habe ich hier nochmals 60 Löcher gebohrt, danach war nur noch eine Leuchtdiode an. Zeitbedarf ca 1 Std. 15 min (Foto 05 Fädeltier)

Schrauben:
Spanplatte 4 mm – sehr gute Leistung, Man muß bei den Spanplattenschrauben den Ein-/
Ausschalter nur ganz vorsichtig drücken, damit der Motor nicht zu schnell läuft, sonst wird der Schraubenkopf schnell beschädigt . Hier tastet man sich besser vorsichtig ran.
Spanplatte 8 mm – sehr gutes Ergebnis
Multiplexplatte 12 mm – ebenfalls sehr gute Ergebnisse
Presspanplatte 19 mm – nicht ganz so toll, franst leicht aus (Foto 06)
Ebenso wie bei dickerem Holz habe ich bei Schrauben in Metall vorgebohrt. Auch hier bewies der EasyDrill Leistung.
Akkuverbrauch beim Schrauben deutlich weniger als beim Bohren.
Mit dem EasyDrill habe ich folgende Projekte fertig gestellt: Schuhablage in Garderobenschrank nachträglich einbauen
Kleinkind-Greifling Igel Foto 07,
Kruschkiste aus Resten Foto 08
und für weitere Projekte die Vorarbeiten geleistet


3. Wie leicht fällt dir die Handhabung/Nutzung des Akku-Bohrschraubers?
Die Handhabung fällt mir extrem leicht. Das Gerät liegt wunderbar in der Hand, die zwei Bedienknöpfe zum Ein-/Ausschalten und für die Änderung der Drehrichtung sind sehr bequem zu erreichen ohne groß die Handlage verändern zu müssen.
Durch Druck auf den Ein-/Ausschalter kann man die Drehzahl stufenlos regeln um die maximale Leistung aus dem Gerät herauszuholen. Auch das hatte ich sofort im Griff.
Das Schnellspannfutter lässt sich leicht auf und zudrehen und der Wechsel der Werkzeuge geht schnell und bequem. Es fasst Bohrer bis maximal 6mm (die man schon haben muss) und die entsprechenden Schraubeinsätze. Eine Bosch Doppelklinge 1.0 x5.5 PH2 liegt dem Gerät bei. Das Schnellspannfutter nimmt die Bohrereinsätze und die Doppelklinge gut, hat so gut wie kein Spiel und es wackelt auch nichts. Beim Einsatz meines Bithalters für Torxschrauben (Foto 09 eiernter Torxhalter) allerdings merkte ich ein deutliches Eiern des Bithalters – im Gegensatz zu den Bohrern, was mich dann doch überraschte.
Die Auslaufbremse verhindert ein Motornachlaufen und sorgt dafür, dass man schnell das Werkzeug wechseln kann.
Eine vollautomatische Spindelarretierung sorgt dafür, dass man im Notfall den EasyDrill auch bei entladenem Akku noch verwenden kann. Also alles gut durchdacht. Hier würde ich aber dennoch einen Schraubenzieher dann vorziehen.
Die dreistufige LED-Anzeige beginnt in dem Moment zu leuchten, in dem der Motor läuft und informiert immer über den aktuellen Akkustand. Allerdings geht der Leistungsabfall ab der zweiten Leuchte nicht mehr konstant nach unten, sondern schneller als bei der ersten LED.
Bei gedrücktem Ein-/Ausschalter leuchtet die im Fuß angebrachte Lampe auf, was ich gut fand, da die zu schraubende Stelle dadurch beleuchtet ist.
Überrascht hat mich das leise Motorengeräusch des EasyDrill. Mein bisheriger 15 Jahre alter Akku/Bohrschrauber ist da doch deutlich lauter (und nicht so komfortabel und leicht zu bedienen).
Sollte man doch noch etwas nachlesen wollen, liegt dem Gerät noch eine mehrsprachige kleine Bedienungsanleitung bei.

4. Erfüllt Der EasyDrill 12 Deine Anforderungen und Erwartungen?
Diese Frage kann ich mit einem klaren „JA“ beantworten. Ich war doch von der Leistung des kleinen Gerätes angenehm überrascht und hatte eigentlich mit viel weniger Können gerechnet. Es ist klar, dass über 6er Bohrern man zu größerem Gerät greifen muss, aber darunter hat mich der Kleine wirklich überzeugt und alle gestellten Aufgaben zufriedenstellend gelöst.
Auch meine Anfangsbedenken, den Akku fest verbaut zu haben und immer das ganze Gerät an die Steckdose hängen zu müssen und nicht mit Wechselakkus arbeiten zu können, haben sich nicht bestätigt. Der Akku hat für meine Bedürfnisse ausreichend lange gehalten und so entfielen diese Bedenken.

5. Was können wir zukünftig noch am Akku-Bohrschrauber verbessern oder erweitern?
Ich fände es sehr schön, wenn zu der Doppelklinge Kreuz+Schlitz noch ein Bitaufnehmer mitgeliefert werden würde, der genau in das bohrfutter paßt.

6. Würdest du den Akku-Bohrschrauber EasyDrill 12 auch in Zukunft verwenden?
Auf jeden Fall! Ich werde den EasyDrill auch in Zukunft verwenden, da ich ganz begeistert davon bin und meinen alten Akku-Bohrschrauber nur noch nehmen, wenn es die Bohrerdicke verlangt.

Ich bedanke mich dafür, daß ich das Gerät testen durfte. Ohne Test hätte ich mir nie so ein Gerät mit festem Kabelanschluß gekauft. Der Test hat aber meine diesbezüglichen Bedenken zerstreut.,
 
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Hallo zusammen,

die Diskussion zum Testbericht EasyDrill12 findet ihr hier: http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-akku-bohrsschrauber-easydrill-12-thema-23 728.html
2016-11-17 13:56:06

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