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Fügen

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Unter Fügen versteht man das Zusammenführen von gleichartigen oder unterschiedlichen Werkstoffen. Das Fügen beinhaltet die bewegliche Verbindung durch Scharniere o.Ä.; das feste Fügen beinhaltet die dauerhafte, starre Verbindung der Teile. Hier geht es um festes Fügen:

Holz

Hier verweise ich auf den guten Beitrag »Holzleim« 

Kunststoff

Dieser wird geklebt oder geschweißt. Das Kunststoffschweißen ist recht aufwendig und eignet sich für den Hausgebrauch nur bei Folien oder Plastiktüten.

Für jeden Kunststoff gibt es einen speziellen Kleber. Nicht kleben lassen sich - auch wenn auf der Klebstoffpackung etwas Anderes steht - Weichkunststoffe. Kleben lassen sich Acryl (PMMA), Polysterol( (PS) Polyvinylchlorid (PVC) und Styropor® (PS-Schaum), alles sog. Duroplaste.

PMMA

mit Cyanacrylat (»Sekundenkleber«, aber darauf achten, daß tatsächlich die Bezeichnung Cyanacrylat draufsteht). Klebereste lassen sich vor dem Aushärten leicht, nach dem Aushärten schwer mit Aceton lösen. Cyanacrylat ist ein Zwei-Komponenten-Kleber, der die zweite Komponente aus der Luftfeuchtigkeit bezieht; daher nicht zu trocken aushärten lassen. Wasserzugabe allerdings läßt den Kleber grobporig werden und neben die Klebstelle verlaufen.

PS

mit Toluol oder speziellen PS-Klebstoffen, aus dem Modellbau bekannt. Klebreste mit einem scharfen Gegenstand abstreichen - doch Vorsicht: Der Kleber löst den Kunststoff an, und man entfernt evtl. Schichten vom Werkstück. Lösen läßt sich der Kleber mit Toluol. Toluol selbst verflüchtigt sich bei Raumtemperatur. Gute Durchlüftung beachten. An anderen Materialien angetrockneter Klebstoff läßt sich leicht durch Schaben (nicht die Tiere!!!) entfernen.

PVC

Mit PVC-Kleber. Die besten Erfahrungen habe ich mit »INEFA« (habe ich aber außer bei einem Sanitärgroßhändler noch nirgends gesehen) gemacht, Mittelmäßig bis gut ist das Produkt von Henkel »TANGIT« Letzteres neigt bei längerer Lagerung zum Gerinnen und bereitet beim Auspressen aus der Tube Schwierigkeiten. Auch das Klebe-Ergebnis ist dann nicht befriedigend. Klebereste mit einem scharfen Gegenstand entfernen - doch Vorsicht: Der Klebstoff löst das PVC an, und man entfernt evtl. Schichten vom Werkstück. Von Werkzeugen läßt sich der ausgehärtete Klebstoff leicht durch Abschaben entfernen. Es gibt im Sanitärbereich Abflußrohre, die nicht aus PVC bestehen (Bei meinem Sanitärgroßhändler wird dies unter »HT-Rotstrich« - die Teile haben einen roten Strich - geführt). Das sog. Gelbstrich ist PVC und läßt sich gut verkleben.

PS-Schaum

Mir fällt nur der Name UHU-POR ein. Es mag andere Produkte geben, sind mir aber nicht bekannt. Handhabung wie PS- und PVC-Kleber.

Melaminharz-Platten

(Resopal®, Pertinax®): Wie Metall (s. u.) jedoch die Temperatur nicht über 100°C!


Metall

Schweißen, Löten und Kleben. Das Kleben erfolgt mit einem Zwei-Komponentenkleber z. B. »UHU Plus«. Um die Aushärtezeit - bis zu 24 Stunden - zu verkürzen, kann man das Geklebte im Backofen bis 140°C erwärmen. Dadurch wird auch die Festigkeit der Klebung erhöht. Klebstoffreste mit Aceton lösen. Auch Klebstellen lösen sich nach einiger Zeit im Acetonbad.

Papier, Pappe

Mit handelsüblichem Kunstharz-Alleskleber, mit Tapetenkleister, mit Kaltleim.

Verschiedene Materialien untereinander

Bei der Auswahl der zu verklebenden Materialien soll man berücksichtigen, daß das fertige Teil keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist, da hier die verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten zum Tragen kommen, die die Klebestelle auf Dauer lösen läßt. Am geeignetsten ist hier ein Zwei-Komponentenkleber wie bei Metall untereinander.

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Kleben und kleben lassen!


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