Mit Leistung bezeichnet man einen kontinuierlichen Energiefluss, bezogen auf die Zeit. Beispiel: während einer Autobahnfahrt werden in einem laufenden Pkw-Motor in jeder Sekunde (s) 20.000 Joule (J) aus chemischer Energie in Bewegungsenergie (des Pkw) umgewandelt, dann beträgt die Nutzleistung für den Pkw 20.000 J/s.
Die Einheit für jedwede Energie bezogene Leistung ist das Watt:
1 W = 1 J/s
und seine Vielfachen (wie beim J auch):
1 kW = 1.000 J/s
1 MW = 1.000.000 J/s
Heute wird Energie für sämtliche Energieformen grundsätzlich in J ("Joule") oder Vielfachen davon angegeben:
Kilojoule: 1 kJ = 1.000 J = 10^3 J
Megajoule: 1 MJ = 1.000.000 J = 10^6 J
Gigajoule: 1 GJ = 1.000.000.000 J = 10^9 J
In der Elektrotechnik unterscheidet man verschiedene Leistungsarten.
Im elektrischen Energieversorgungsnetz soll Energie vom Erzeuger zum Verbraucher übertragen werden. In mit Einphasen- bzw. Dreiphasenwechselstrom (Drehstrom) betriebenen Netzen fließt zusätzlich Energie, die zwischen Erzeuger, wie einem Kraftwerk, und bestimmten elektrischen Verbrauchern, wie beispielsweise elektrischen Maschinen, pendelt. Dieser zusätzliche Energiefluss trägt nichts zur Wirkleistung („tatsächlichen Leistung“) bei und ist daher im Allgemeinen unerwünscht.
Durch geeignete Maßnahmen versuchen daher große Energieverbraucher, den Blindleistungsbedarf möglichst gering zu halten. Der induktive Blindleistungsbedarf einer Asynchronmaschine kann durch eine Kondensatorbatterie, Synchronmaschine oder einen speziellen Stromrichter (Leistungsfaktorkorrektur) kompensiert werden, das wird als Blindleistungskompensation bezeichnet. Die für die Erzeugung des magnetischen Feldes erforderliche Energie pendelt dann nicht mehr in das versorgende Netz bis zum Generator, sondern nur zwischen Asynchronmaschine und Kondensatorbatterie bzw. Synchronmaschine. Damit sinkt der resultierende Strom, den der Antrieb aus dem Netz entnimmt.