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Unterschiedliche Materialien (z. B. Holz, Metall oder Gestein) erfordern unterschiedliche Bohrerarten. Die bekanntesten Bohrer werden nach ihrem Aussehen und ihrer Form Spiralbohrer genannt.
Kennzeichnend ist eine dünne Spitze in der Schneidenmitte, die zur Zentrierung dient. Holzbohrer bestehen meist aus einer Chrom-Vanadium-Legierung (90MnCrV8/WSt 1.2842 oder 115CrV3/WSt 1.2210).
Man unterteilt Metallspiralbohrer – je nach Werkstoff – in drei Kategorien. Sie bestehen aus Schnellarbeitsstahl (HSS = von HighSpeedSteel).
HSS (Hochlegierte Schnellarbeitsstähle) werden hauptsächlich im Metallbereich eingesetzt. Sie enthalten mehr Legierungsbestandteile und zeichnen sich durch höhere Belastbarkeit und Standzeiten sowie höhere Hitzebeständigkeit aus.
Bei der Abkürzung HSS-G steht das "G" für geschliffene Bohrer. Geschliffene Bohrer sind nach der Formgebung gehärtet und anschließend sowohl an der Schneide, als auch an der Spirale vgeschliffen, und für präzise Arbeiten bei hohen Standzeiten geeignet. Man erkennt sie daran, daß die vordere Kante der Spirale nicht grau, sondern metallisch blank ist.
Bei HSS-R steht das "R" für rollgewalzte Bohrer. Rollgewalzte Bohrer sind zun Bohren für normale Beanspruchung. In Handbohrmaschinen - auch im Ständer, sind diese völlig ausreichend.
Zum Bohren harter Werkstoffe aus Gestein, Mauerwerk und Beton. Die Schneide ist mit einem Hartmetallblättchen bestückt und in der Regel meißelförmig. Das Material des Bohrerkörpers besteht aus sog. Vergütungsstahl, der sich durch eine hohe Zugfestigkeit und hohe Streckgrenze (Das ist die Grenze, bis zu der sich Material ohne bleibede Formänderung verformen läßt, also i. w. S. die Elastizität. Würde man mit einem HSS-Bohrer schlagen, würde dieser schnell brechen.)