Auch hier gibt es sie verschiedensten Löcher, wie im Thema >Bohren vermerkt ist. Allerdings hat hier der Bohrhammer und das Schlagbohren nichts zu suchen.
Man richte sich (wie auf den meisten Bohrmaschinen angegeben) nach der richtigen Drehzahl, im Zweifel etwas weniger und der niedrigere Gang. Die Besten Ergebnisse erzielt man mit einem Bohrständer.
Das zu bohrende Material wird mit einem Körner angekörnt (es geht auch ein harter Stahlnagel) und die Bohrtiefe eingestellt. Danach zieht man kräftig mit stetigem Vorschub den Bohrer in das Material.
Vor dem bohren sollte das Werkstück unbedingt fest aber richtig fest eingespammt werden, passende Maschinenschraubstöcke gibt es auch von Bosch,, ohne das
Werkstück zu befestigen und zu bearbeiten haben schon einige Finger und sogar Hände dran glauben müssen
MfG
Harald
Vorher ist auf festen Sitz des Bohrers zu achten, damit er nicht durch Späne frißt (hakt, stehenbleibt) und sowohl die Backen des Bohrfutters, als auch den Schaft des Bohrers abschleift.
Man sollte danach ein Sackloch auspusten; die Ein- und Austrittslöcher werden mit einem Entgrater, Senker oder einem größeren Bohrer entgratet.
Bei nichtrostendem Stahl (»Edelstahl« als Trivialbezeichnung, denn auch Werkzeugstähle, Federstähle u.v.a.m. sind ebenfalls Edelstähle, obwohl sie nicht korrosionsbeständig sind) geht man mit der Schnittgeschwindigkeit um mindestens die Hälfte zurück, weil diese Stähle beim Zerspanen zur Kaltverfestigung neigen und dann dem Bohrer mehr Widerstand entgegensetzen, als dieser zu leisten vermag: Er wird stumpf! Auch wenn man sich den Luxus leistet, einen neuen Bohrer zu verwenden, bekommt man das Loch nicht tiefer, weil das Material so weit ausgehärtet ist, daß nur noch brachiale Gewalt hilft: Kleineren (sehr kleineren) Bohrer verwenden und sich langsam an den gewünschten Durchmesser heranarbeiten - aber bitte mit sehr geringer Drehzahl!
Hilft alles nichts, bis zur hellen Rotglut erhitzen, abschrecken und weiter versuchen.
ACHTUNG: Die Wärmeeinflußzone muß anschließend abgebeizt oder abgeschliffen werden, sonst ist der Stahl nicht mehr rostfrei (>Rostfreier Stahl)