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Werkstattsauger

Eine dauerhaft staubige Werkstatt ist gesundheitsschädlich für unsere Lungen, deshalb ist ein Werkstattsauger sehr wichtig. Außerdem macht das Arbeiten in sauberer Umgebung einfach mehr Spaß!
Filterklasse
Entscheidend für einen guten Sauger ist der so genannte „Staubdurchlaß“ bzw. Staubrückhalt. Dieser Rückhalt wird vom Hauptfilter und vom Filterbeutel bestimmt und in 3 Klassen eingeteilt: L, M und H. L lässt 1% des aufgesaugten Staubes durch, M 0,1% und H 0,005% maximal. Außerdem haben Sauger der Klasse M noch eine "Volumenstromkontrolle", d.h. es piept, wenn der Schlauch verstopft. Während im Baumarkt meist Sauger der Klasse L oder geringer angeboten werden, müssen Tischlereien M-Sauger verwenden und für Asbest sind sogar H-Sauger zwingend.
Neben diesen Filterklassen gibt es noch weitere Raffinessen, z.B. eine automatische Filterabrüttlung (erspart das Abklopfen des Staubs vom Filter mit der Hand), Einschaltsteckdosen oder eine Regulierung der Saugkraft.
Schlauch
Neben der Staubklasse ist für die tägliche Arbeit aber auch der Schlauchdurchmesser wichtig. Gängig sind Schläuche mit 27 oder 36 mm Durchmesser. Die 27er Schläuche sind handlicher und leichter als ihre dicken Brüder, deshalb nimmt man sie gerne für den Anschluß ans Elektrowerkzeug. Die 36er Schläuche dagegen haben wesentlich mehr Saugkraft, sind also z.B. für das schnelle Aufsaugen des Fußbodens ideal. Einige Hersteller, wie z.B. Bosch verwenden die großen Schläuche, reduzieren aber die Anschluss-Muffe damit der Schlauch trotzdem auf alle handelsüblichen Elektrowerkzeuge passt. Festool wiederum bietet beide Schlauchdurchmesser separat an.
Gut, wenn, die Muffen drehbar sind, dass macht die Schläuche im Umgang viel handlicher.
Verwirrung total
Misst man den o. g. Schlauch-Durchmesser nach, wird man sich wundern: Er ist ja viel größer als angegeben! Das liegt daran, dass immer der Innendurchmesser des Schlauches angegeben ist. Ein 27er Schlauch z.B. hat also INNEN 27 mm, außen aber ca. 34 mm!
Bei der Anschluss-Muffe weicht man allerdings von dieser Regel ab: Die Anschlussmuffe des 27er Schlauches hat AUSSEN 36 mm Durchmesser.
Antistatik
Antistatikschläuche haben eine integrierte Stahlspirale zum Ableiten statischer Elektrizität – das macht sie leider steifer und widerspenstiger als ihre normalen „Kollegen“. Während man die statische Aufladung bei größeren Spänen (wie sie z. B. beim Bohren oder Sägen entstehen) nicht so bemerkt, kleben ohne Antistatik aber beim Schleifen doch schon deutlich größere Mengen feinen Staubes am Werkzeug und am Schlauch. Dafür kosten normale Schläuche auch nur einen Bruchteil im Vergleich zu Antistatik-Varianten.
Auswahl
Viele Hersteller verwenden auch für ihre L-Sauger Filter und Beutel der Klasse M – somit hat man den gleichen (guten) Staubrückhalt.
Ob man für verstopfte Schläuche oder nachlassende Saugkraft eine Kontrolle braucht, muss jeder selbst entscheiden, ich denke, man bemerkt dies auch ohne Warnton.
Eine Einschaltsteckdose finde ich gut, denn Faulheit siegt immer, und irgendwann macht man den Sauger nicht mehr konsequent an...
Eine Filterabrüttlung finde ich ebenfalls gut, Abklopfen mit Hand ist staubig und man atmet den Dreck dann ein.
Nicht zu unterschätzen ist auch das Gewicht des Werkstattsaugers, vor allem, wenn man ihn von der Garage in den Keller tragen muss usw. Schwerere Exemplare wiegen schon mal locker 15 Kg während es auch Alternativen mit 6,5 Kg und weniger gibt.
Die erste Anschaffung für die eigene Werkstatt sollte unbedingt ein Sauger sein, vor allem der Gesundheit zuliebe. Jeder, der schon einmal ohne Absaugung eine Handkreissäge oder Oberfräse benutzt hat, weiss, wie viele Späne hier anfallen.


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