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Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen Rat von Experten

Weihnachtsbeleuchtung II - Sicherheit 1-2-do Wissen

Sicheres und sparsames Licht für Advent und Weihnachten

Teil 1: Energie sparen

Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do Wissen
In Spätherbst und Winter schafft eine dekorative Beleuchtung das nötige Gegengewicht zu dämmrigen Tagen und früh einsetzender Dunkelheit. Das beginnt schon im November mit Licht-Dekorationen zu Halloween oder St. Martin, erreicht seinen Höhepunkt aber traditionell in der Adventszeit und zu Weihnachten.

Dabei zeigt sich seit etlichen Jahren, welche Möglichkeiten zum spielerischen Umgang mit Licht die aktuelle Beleuchtungstechnik bietet: Beim Gang durch die Straßen fallen blinkende Sterne und Weihnachtsmänner, Lauflichter und große, farbig leuchtende Lichtinstallationen auf. Dem einen oder anderen ist das schon ein wenig zu viel, aber auf adventliche Dekorationen in den eigenen Räumen oder gar auf den festlich illuminierten Weihnachtsbaum möchte kaum jemand verzichten.

Da fühlt man sich beinahe schon als Spielverderber, wenn man in diesem Zusammenhang auf den Stromverbrauch oder auf Sicherheitsrisiken bei den elektrischen Komponenten hinweist. Aber wenn man hier im Vorfeld ein wenig nachdenkt und beim Einkauf wie bei der Installation einige grundlegende Überlegungen einfließen lässt, kann man sich während der folgenden Wochen ganz entspannt an der stimmungsvollen Dekoration freuen. Dazu möchten wir mit einer Reihe von Tipps und Empfehlungen beitragen.

 

Stromverbrauch beim Deko-Licht

Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do WissenBetrachtet man den gesamten Energieverbrauch in einem Haushalt, macht die Elektrizität dabei nur einen recht kleinen Anteil aus. Und dekorative Lichter, die nur während einer begrenzten Zeit im Jahr betrieben werden, spielen darin wiederum lediglich eine untergeordnete Rolle. Ein genauer Blick lohnt sich trotzdem, denn Strom ist mit Abstand die teuerste Energieform, die wir im Haushalt nutzen.

Und wenn man nicht nur den eigenen Verbrauch betrachtet, kommt man auf ganz erstaunliche Zahlen. So hat vor einigen Jahren ein Forschungsinstitut berechnet, dass für Advents- und Weihnachtsbeleuchtung pro Jahr bundesweit etwa 420 Millionen Kilowattstunden verbraucht werden. Der weitaus größte Teil davon entfällt auf Privathaushalte.

Den Stromverbrauch im Auge zu behalten, schont also nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern leistet auch einen Beitrag zur CO2-Einsparung und zur Versorgungssicherheit. Dazu trägt zwar jeder nur einen kleinen Teil bei, aber insgesamt lohnt sich das durchaus.
 
 

Den individuellen Stromverbrauch und die Energiekosten für die Festbeleuchtung könnt Ihr ganz einfach selbst ausrechnen.

Die Formel dazu lautet:

Zahl der Leuchtmittel x Leistungsaufnahme x Betriebsstunden x Tage : 1000 = Gesamtverbrauch in kWh. Die Kosten errechnet man dann, indem man die verbrauchten Kilowattstunden mit dem Strompreis multipliziert.
 
Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do Wissen
Ein Beispiel: Bei einer Lichterkette mit 150 Glühlämpchen verbraucht beispielsweise jedes Lämpchen 0,53 Watt. Die Kette wird den gesamten Advent vom 1. bis zum 24. Dezember 10 Stunden am Tag betrieben. Die Rechnung lautet dann also: 150 x 0,53 x 10 x 24 : 1000 = 19,08 kWh.
Setzt man einen realistischen Strompreis inklusive der Neben-kosten von 0,25 Euro/kWh an, kommt man auf Gesamtkosten von 4,77 Euro. Diese Rechnung wird auch für alle anderen Dekoratio- nen im Haushalt angestellt, und wenn man zum Schluss die Ein- zelbeträge addiert, weiß man, wie viel man für die Stimmungs- beleuchtung in einer Saison ausgibt.
 

 

Ist die Summe zu hoch? Zum Stromsparen führen dann zwei Wege:

Entweder schränkt man sich bei der Beleuchtung ein, oder man setzt auf energiesparende Leuchtmittel. Die erste Möglichkeit klingt zunächst einmal nach Verzicht – weniger festliche Dekoration bedeutet weniger weihnachtliche Stimmung. Das scheint aber nur so. Man muss sich bei der Beleuchtung nicht einschränken, sondern man schaltet sie nur dann ein, wenn sie auch wirklich jemand sieht.
 
Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do WissenSpielt man das einmal durch, wird ganz klar, an welchen Stellen man sparen kann: Der Weihnachtsbaum muss nicht beleuchtet sein, wenn sich niemand im gleichen Raum aufhält, der blinkende Stern am Fenster interessiert mitten in der Nacht oder am hellen Mittag niemanden. Schaltet man die Innendekoration nur dann ein, wenn sich jemand im gleichen Zimmer befindet, und lässt man nach außen wirkende Lichter nur dann brennen, wenn sie auch gesehen werden, dann reduziert sich auch der Stromverbrauch entsprechend.
 
Ein Rechenbeispiel: Eine Lichterkette mit 50 Lämpchen in herkömmlicher Technik verbraucht etwa 25 Kilowattstunden Strom, wenn man sie vom 1. Advent bis zum Dreikönigstag 24 Stunden am Tag leuchten lässt. Bei einem Strompreis von etwa 25 Cent pro Kilowattstunde sind das runde 6,25 Euro. Reduziert man das auf die Spätnachmittag- und Abendstunden und lässt die Kette insgesamt etwa 6 Stunden am Tag leuchten, schrumpfen die Kosten auf etwas über 1,50 Euro.
 
Meist ist es aber nicht nur eine kurze Lichterkette, die Feststimmung verbreitet. Am Weihnachtsbaum sind eher Ketten mit 100 oder 150 Lichtern zu finden, blinkende Sterne und Figuren an Fenstern sind beliebt, und Außendekorationen wie meterlange Lichtschläuche oder Ketten mit bunten Lampen verbrauchen noch einiges mehr. Wer solche Lichtanlagen über eine preiswerte Zeitschaltuhr betreibt, der spart ohne jede Komforteinbuße.
 
Noch weitaus interessanter sind die Einsparmöglichkeiten mit aktueller Lichttechnik. Und aktuelle Lichttechnik meint wie in vielen anderen Bereichen auch bei der Adventsbeleuchtung die LED-Technik.
 
 

Weihnachtsstimmung mit effizienter LED-Beleuchtung

Der zuvor genannte Wert von 420 Millionen Kilowattstunden für die Advents- und Weihnachtsbeleuchtung stammt aus dem Jahr 2005. Seitdem mag noch die eine oder andere Lichtquelle hinzugekommen sein, der Gesamtverbrauch geht trotzdem zurück. Das liegt nicht zuletzt am Erfolg der LED.
 

Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do WissenDie Abkürzung LED steht für Light Emitting Diode, auf Deutsch: Licht aussendende Diode. Diese kleinen Halbleiter-Bausteine erzeugen Licht mit deutlich geringerem Energieeinsatz als klassi- sche Glühlampen oder Halogenlampen – im Vergleich zur Glühlampe sinkt der Stromverbrauch in vielen Fällen auf etwa 10 Prozent.

Je nach Konstruktion der Leuchtmittel und den Einsatzbedingungen kann dieser Wert allerdings schwanken. 10 Prozent sind zwar in vielen Fällen durchaus realistisch, aber rechnen wir einmal vorsichtig mit 20 Prozent Energieverbrauch im Vergleich mit einer Glühlampe.
 
Dann könnte man die kleine 50er-Kette durchaus während der gesamten Festzeit 24 Stunden leuchten lassen und käme statt 6,25 Euro Energiekosten immer noch auf lediglich auf 1,25 Euro. Beschränkt man den Betrieb auf 6 Stunden am Tag, bleiben lediglich 25 Cent Stromkosten – wohlgemerkt: für Stimmungslicht über 40 Tage hinweg. Das ist ein Wort, oder?
 
Berücksichtigt man zudem, dass LED regelmäßig auch eine deutlich längere Lebensdauer aufweisen als Glühlämpchen, dürfte die Entscheidung beim Neukauf nicht schwerfallen: Bei Lichtdekorationen sollten LED-Produkte ganz oben auf der Liste stehen.

 

LED ist nicht gleich LED

Trotzdem solltet ihr nicht blind in die Grabbelkiste in Kassennähe greifen, wo auch LED-Dekorationen mittlerweile zu Kampfpreisen angeboten werden. Warum nicht, das zeigt ein Blick auf die Technik.

Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do WissenLED besitzen ein eingeschränktes Lichtspektrum, das sich bei preiswerten Produkten durch einen deutlichen Farbstich bemerkbar macht. Meist wirkt das Licht dann bläulich und kalt. Für eine Stimmungsbeleuchtung ist das nicht gerade günstig.

Das ausgesandte Lichtspektrum kann man durch Beschichtungen und andere konstruktive Maßnahmen beeinflussen, aber bis man ein gemütliches warmweißes Licht erhält, ist einiges an Aufwand nötig. Das schlägt sich auch im Kaufpreis nieder.

Bei sehr günstigen Angeboten läuft man also Gefahr, eine Dekoration mit kaltem Licht zu erwerben. Schön ist das nicht, deshalb solltet ihr euch vor dem Kauf ansehen, wie das Licht wirkt.

Weihnachtsbeleuchtung I - Energie sparen 1-2-do WissenIn Fachgeschäften und etlichen Baumärkten sind zuweilen einzelne Vorführexemplare in Betrieb zu sehen, ansonsten solltet ihr darauf achten, ob eine Lichtfarbe wie warmweiß auf der Verpackung angegeben ist.

Dann zeigt das Licht ungefähr den gelblichen Ton einer klassischen Glühlampe. Bei Markenware findet sich erfahrungsgemäß eher eine Angabe zur Lichtfarbe.

Oft ist sie auch als sogenannte Farbtemperatur in Kelvin (K) angegeben. Mit Farbtemperaturen, die deutlich unter 4000 K liegen, ist man auf der sicheren Seite. Ab etwa 2500 K und darunter begibt man sich sogar in ein oranges bis rötliches Farbspektrum.

(Text Hans Altmeyer; Fotos: Titel Bildarchiv Nuernberg.de, Ralf Schedlbauer 2007; Weihnachtsbaum oben: 1-2-do.com-Projekt; alle anderen Fotos: SXC)

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