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Wasserversorgung

Da Wasser für den Menschen lebensnotwendig war und ist, liegt es in seiner Natur, das kühle Nass immer in seiner unmittelbaren Umgebung zu haben. Er siedelte an Flüssen, Quellen, und Seen, grub nach Brunnen, und schon bald versuchte er das Wasser um-, weiter- oder abzuleiten. Erste Wasserleitungen sind im germanischen Siedlungsgebiet etwa ab dem 4. Jahrhundert bekannt, beispielsweise aus Köln, wo eine 130 Kilometer lange, aus Steinplatten gebaute Wasserführung die Hauptstadt Niedergermaniens mit Eifelwasser versorgte. Ansonsten bediente man sich aus Brunnen oder offenen Gewässern. Lagen diese in einiger Entfernung vom Wohnort, so schafften Wasserträger das Trinkwasser heran. Allein in London waren 4.000 Wasserträger bekannt, die Strafen verhängten, wenn man sich an den Wasserstellen selbst bediente.
Historisch entnahm man das Wasser den Seen und Flüssen. Hier versorgte man sich nicht nur, in die jeweiligen Flüsse entsorgten die Bürger auch. Ob nun aus hygienischen Gründen oder wegen des steigenden Bedarfs durch Handwerk und Gewerbe, im 16. und 17. Jahrhundert kamen gegrabene Brunnen für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung hinzu. Spätestens im 19. Jahrhundert besaß fast jedes Haus bzw. jedes Grundstück einen Brunnen. Die Brunnen waren zwischen 15 und 40 Fuß tief. Die Brunnenrohre bestanden aus Kiefern-Rundholz. Im Winter erhielten sie eine Manschette aus Stroh und in den Städten hatten die Nachtwächter die Order, bei strengem Frost die Straßenbrunnen regelmäßig anzupumpen, um ein Einfrieren zu vermeiden.
Im Ausgang des 19. Jahrhunderts entstanden erste Wassertürme als Teile des Systems der Trinkwasser-Gewinnung, -Aufbereitung und -Verteilung. Insbesondere für die Wasserversorgung auf dem flachen Land waren Wassertürme, die der Speicherung dienten und einen konstanten Wasserdruck gewährleisteten, unentbehrlich. Vor allem an der Eisenbahn baute man die hohen Behälter, um die Wasserstationen zum Auffüllen der Dampfloks stabil zu versorgen.
Zeitgleich begannen die Vorbereitungen für den Bau von Wasserwerken bzw. Wasserleitungen von weiter entfernt liegenden Wasserwerken. Immer mehr Wasserwerke, Wasserfassungen und Wasserversorgungsleitungen entstanden, das Netzt wurde langsam dichter. Während des Krieges und in der Nachkriegszeit hatten die Mitarbeiter an den wassertechnischen Anlagen alle Hände voll zu tun, die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser aufrecht zu halten.


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