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Wandfarbe/Wandfarben

Wandfarben – die richtige Wahl

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Ein neuer Anstrich kann einen Raum vollständig verändern. Wenn man sich nach dem Renovieren entspannt zurücklehnt, ist dieser Eindruck besonders stark, und es stellt sich schon ein wenig Stolz auf die eigene Leistung ein. Das soll natürlich auch in den folgenden Wochen und Monaten so bleiben, und deshalb ist es wichtig, beim Farbenkauf die richtige Wahl zu treffen und den Untergrund optimal vorzubereiten. Dazu haben wir hier eine Reihe wichtiger Tipps und Informationen zusammengestellt.

 

Der Stoff, aus dem die Farben sind

Die meisten Farben, die wir zum Anstrich von Wänden einsetzen, sind aus Sicht eines Physikers sogenannte Dispersionen. Was bedeutet das? Die Farbe, die man gebrauchsfertig im Eimer kaufen kann, setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen: einem Lösemittel, einem Bindemittel und dem Pigment. Pigmente und Bindemittel sind bei einer Dispersionsfarbe im Lösemittel fein verteilt (Fachbegriff: dispergiert).

Die Pigmente sind die eigentlichen Farbstoffe in der Wandfarbe. Sie können chemisch hergestellt sein oder aus der Natur stammen, sie können weiß oder bunt sein. Gemeinsam ist ihnen, dass sie jeweils einen typischen Farbton besitzen.

Die Bindemittel als zweiter Bestandteil sorgen dafür, dass die Pigmente später nach dem Verarbeiten fest zusammenhalten. Damit das nicht schon im Farbeimer geschieht, trennt schließlich vor der Verarbeitung das Lösemittel die einzelnen Bindemittelteilchen voneinander.

Streicht man nun die Farbe auf die Wand, dann verdunstet das Lösemittel, und bei diesem Trocknungsprozess verbinden sich die Pigmente und Bindemittel zu einer dünnen, festen Schicht.
Verschiedene Hilfsstoffe in der Wandfarbe ergänzen die drei genannten Bestandteile. So sind etwa Konservierungsstoffe enthalten, die bis zur Anwendung den Befall mit Bakterien oder Schimmelpilzen verhindern. Füllstoffe können dafür sorgen, dass der Farbeindruck des Pigments etwas abgemildert wird, um einen bestimmten dezenteren Ton zu erreichen.

Ein typischer Vertreter der Dispersionswandfarben verwendet beispielsweise Titandioxid als weißes Pigment, Kunstharz (meist ein Acrylharz) als Bindemittel und Wasser als Lösemittel.
 

Qualität: Wandfarbe ist nicht gleich Wandfarbe

Solche weißen Acryldispersionen gibt es in großer Zahl und in einem breiten Preisspektrum zu kaufen. Man kann im Sonderangebot No-Name-Farben für 15 Euro je 10-Liter-Eimer bekommen, für die gleiche Menge einer Markenfarbe aber auch 40 bis 50 Euro bezahlen. Wie kommt’s?

Sicher müssen bei Markenfarben mit dem Preis auch Werbemaßnahmen und ähnliche Nebenkosten bezahlt werden. Entscheidend für den Preis ist aber meist, was in der Farbe enthalten ist. Kurz gesagt: Hochwertige Pigmente und gute Bindemittel sind teuer, Füllstoffe und Wasser sind billig.

Das Mischungsverhältnis dieser Substanzen bestimmt aber wichtige Eigenschaften der Dispersionsfarben – vor allem Deckvermögen und Abriebbeständigkeit. Es entscheidet aber auch darüber, wie gut sich eine Wandfarbe verarbeiten lässt.

Je mehr Pigment eine Farbe enthält, desto besser deckt sie und desto intensiver wirkt ihr Farbton. Das kann darüber entscheiden, ob man einmal streichen muss, damit eine einheitliche, gut deckende Farbschicht entsteht, oder ob man dafür zwei oder gar drei Anstriche benötigt. Damit man nicht die Katze im Sack kaufen muss, ist das Deckvermögen oder Kontrastverhältnis – umgangssprachlich wird es auch Deckkraft genannt – auf dem Farbeimer angegeben.
 

Das Deckvermögen wird in vier Klassen unterteilt:

  • Klasse 1 deckt den Untergrund zu mindestens 99,5 Prozent ab.
  • Klasse 2 deckt den Untergrund zu mindestens 98 Prozent ab.
  • Klasse 3 deckt den Untergrund zu mindestens 95 Prozent ab.
  • Farben der Klasse 4 decken zu weniger als 95 Prozent.

Diese Zahlen scheinen sehr nahe beieinander zu liegen, doch den Unterschied sieht man mit bloßem Auge. Im Allgemeinen kann man sich übrigens auf diese Angaben verlassen. Es gibt zwar vereinzelt schwarze Schafe unter den Herstellern, die hier übertreiben, aber solche irreführenden Einstufungen fallen in Tests recht schnell auf, weil sie sich leicht überprüfen lassen. Achtet beim Kauf aber auch darauf, nach welchen Kriterien der Hersteller das Deckvermögen ermittelt hat. Findet Ihr dort eine Klasseneinstufung mit dem Hinweis auf die Norm EN 13300, seid Ihr in der Regel auf der sicheren Seite.

 

Nassabriebbeständigkeit

Ähnliches gilt für die Nassabriebbeständigkeit. Sie entscheidet darüber, wie gut eine Wandfarbe am Untergrund haftet bzw. wie leicht sie sich davon löst. Hat ein Hersteller beim Bindemittel gespart, wirkt sich das ungünstig auf den Zusammenhalt der Farbschicht aus. Einzelne Teile lösen sich dann etwa beim Reinigen einer Wand, im Extremfall ist die Kleidung weiß oder farbig bestäubt, wenn man damit versehentlich die Wand berührt.
Auch die Nassabriebbeständigkeit lässt sich nach EN 13300 in Klassen unterteilen:

  • Klasse 1 färbt nach dem Trocknen praktisch nicht mehr ab. Das ist die beste Klasse.
  • Klasse 2 nannte man nach der alten Norm DIN 53778 „scheuerbeständig“. Diese Farben sind immer noch sehr widerstandsfähig und lassen sich auch auf stärker beanspruchten Flächen verwenden: etwa auf Küchenwänden, die häufiger gesäubert werden müssen, oder in Treppenhäusern, in denen es leicht zum Kontakt mit der Wand kommt.
  • Klasse 3 wurde früher als „waschbeständig“ bezeichnet. Man kann diese Farben in normal frequentierten Wohnräumen einsetzen, beispielsweise in Wohn- oder Schlafzimmern.
  • Die Klassen 4 und 5 schließlich eignen sich eher für Keller oder Garage. Für normale Wohnräume sind die Oberflächen nicht widerstandsfähig genug.

Übrigens steht das oben beschriebene Deckvermögen in einem engen Verhältnis zur Ergiebigkeit oder Reichweite einer Farbe. Das ist auch logisch: Um das gleiche optische Ergebnis zu erzielen, müsste man von einer schwach deckenden Farbe mehr auftragen als von einer gut deckenden.

 

Wandfarben mit Acryl, Latex, Kalk oder Leinöl

Wenn man im Baumarkt eine Wandfarbe kauft, dann handelt es sich meist um eine Kunstharz-Dispersionsfarbe. Diese Rezeptur macht auch den größten Teil der in Privatwohnungen verarbeiteten Wandfarben aus. Trotzdem gibt es auch weitere Wandfarben, die durchaus ihre Berechtigung haben.

 

Naturdispersionsfarbe

Dazu gehören beispielsweise sogenannte Naturdispersionsfarben, die vor allem bei ökologisch orientierten Heimwerkern beliebt sind. Hier wird als Bindemittel kein Kunstharz verwendet, sondern meist Pflanzenöl, vor allem Leinöl. Oft wird statt des Titandioxids für weiße Naturdispersionsfarben auch ein anderes mineralisches Pigment verwendet. Das ist übrigens keine neue Erfindung, sondern ähnelt den Rezepturen, die vor der Erfindung der Kunstharze eingesetzt wurden.

Naturdispersionen besitzen verschiedene Vor- und Nachteile. Für entsprechend interessierte Anwender spielt verständlicherweise der natürliche Ursprung der Rohstoffe eine Rolle, ebenso Faktoren wie der CO2-Ausstoß bei der Herstellung oder die Ressourcenschonung. Allerdings sind die verwendeten Rohstoffe meist teurer, was sich auf den Preis der Farben niederschlägt.

Ein gewisser Nachteil ist die Veränderlichkeit der Farben: Leinöl vergilbt mit der Zeit, so dass Wände einen leichten Gelbstich bekommen. Dieser Prozess wirkt sich aber gleichmäßig auf der gesamten Fläche aus, die Veränderung bleibt also meist unauffällig. Typisch ist auch der Leinölgeruch, der sich einige Zeit nach dem Verarbeiten im Raum halten kann. Dramatischer als der Geruch anderer frischer Anstriche ist er aber auch nicht.

 

Kalkfarbe

In Wohnräumen vergleichsweise selten angewendet werden heute Kalkfarben – früher das Standardmaterial für weiße Anstriche. Das liegt zu einem guten Teil an der aufwendigeren Verarbeitung. Kalkfarben decken relativ schlecht, müssen also meist in mehreren Durchgängen aufgetragen werden. Das ist kein technischer Nachteil, da die sehr dünnflüssige Farbe auch nur sehr dünne Schichten aufbaut, aber es kostet eben Arbeitszeit.

Etwas schwerer wiegt, dass der verwendete Löschkalk stark alkalisch und damit ätzend ist. Beim Verarbeiten empfiehlt sich daher das Tragen von Handschuhen und einer Schutzbrille. Andererseits wirkt diese alkalische Eigenschaft gegen Schimmelpilze und andere Mikroorganismen, desinfiziert also auf natürliche Weise.
Unpraktisch ist die schlechte Verträglichkeit von Kalkfarben mit verschiedenen Untergründen wie modernen Dispersionsfarben oder Tapeten. Umgekehrt lassen sich gekalkte Wände auch nicht so einfach mit Dispersionsfarben überstreichen, sondern müssen erst abgewaschen werden. Dazu kommt das leichte Auftreten von Verfärbungen, die Unverträglichkeit mit Gips und die Empfindlichkeit gegen direktes Sonnenlicht beim Trocknen.

Hat man sich mit diesen Nachteilen abgefunden, erhält man mit einer Kalkfarbe jedoch einen stabilen, offenporigen und feuchtedurchlässigen Anstrich von einem tiefen, schönen Weiß. Abriebbeständig ist er jedoch nicht.

 

Latexfarbe

Ein weiterer Klassiker ist die Latexfarbe. Bei der echten Latexfarbe dient Naturkautschuk als Bindemittel. Das macht sie strapazierfähig, wasserbeständig, reinigungsfreundlich und verleiht ihr einen gleichmäßigen Glanz.
Allerdings ist in den heute erhältlichen Latexfarben nur noch sehr selten tatsächlich Latex enthalten. Meist verwenden die Hersteller auch hier Kunstharze als Bindemittel. Der Name verweist dann nur noch auf die zuvor genannten Eigenschaften. Dieser Umstieg auf ein künstliches Bindemittel hat jedoch auch sein Gutes: Die moderne „Latex“farbe lässt sich im Gegensatz zum Original recht problemlos mit den üblichen Dispersionsfarben überstreichen.

 

Vorbereitung ist alles: der Untergrund

Wie gut der eigentliche Anstrich gelingt, hängt natürlich auch von der Übung und Erfahrung ab, die man im Umgang mit Malerrolle und Quast schon gewonnen hat. Je häufiger man anstreicht, desto schneller erzielt man ein vorzeigbares Ergebnis.

Das alles hilft allerdings nichts, wenn der Untergrund nicht entsprechend vorbereitet ist – entweder gelingt dann der Anstrich von vornherein nicht, oder er bleibt nicht dauerhaft schön. Die Anforderungen an den Untergrund kann man knapp zusammenfassen: Er sollte intakt, fest, einheitlich saugfähig, trocken, tragfähig und sauber sein. Auf viele Wände trifft das schon zu, aber es schadet trotzdem nicht, wenn man diese Punkte kurz überprüft und entsprechende Mängel behebt.

 

Ist die Wand intakt?

Ob eine Wand intakt ist, erkennt man auf den ersten Blick. Stoßschäden im Putz, ausgebrochene Nagellöcher oder nicht mehr benötigte Dübel sind auffällig – und bleiben es auch nach dem Überstreichen. Deshalb müssen diese Stellen repariert werden. In den meisten Fällen ist das mit einer gipshaltigen Spachtelmasse kein Problem. Es gibt sie entweder in Pulverform zum Anrühren oder gleich gebrauchsfertig aus der Tube.

Das angemischte Produkt drückt man mit einem Spachtel in das mit einem Zerstäuber oder Pinsel vorgenässte Loch und zieht es mit einem breiteren Spachtel über die angrenzenden Flächen ab, bis die Stelle eben ist. Nach dem Trocknen sollte man die Reparaturstelle noch einmal prüfen, denn einige Spachtelmassen und vor allem reiner Gips schwinden beim Trocknen. Dann bleibt noch eine flache Delle in der Wand, die man ein weiteres Mal überspachtelt.

 

Ist der Untergrund fest?

Ob der Untergrund fest ist, kann man beim Darüberstreichen mit der Hand prüfen. Wenn man dann Staub oder Sand an den Fingern hat, heißt es handeln. Im einfachsten Fall kreidet nur ein vorhandener Altanstrich. Man kann ihn meist recht gut mit Wasser und einem Schwamm abwaschen – je weitgehender, desto besser.
Etwas ungünstiger ist es, wenn man bei der Handprobe ein eher sandiges Gefühl zwischen den Fingern hat. Dann hat man oft einen alten Putz vor sich, der sandet, oder eine nicht ganz fachmännisch hergestellt Betonfläche. Diese Untergründe müssen vor dem Streichen verfestigt werden. Dazu eignet sich (lösemittelarmer) Tiefgrund, also eine Grundierung auf Basis einer Kunstharzdispersion.

Die Grundierung wird nach Herstellervorschrift verdünnt oder unverdünnt aufgestrichen, bis die Wandoberfläche gesättigt ist, also nichts mehr einzieht. Zu viel des Guten sollte man aber auch nicht tun, denn auf der Oberfläche verbleibende Reste werden klebrig und können in langen Nasen an der Wand herablaufen.
Bei sehr bröseligen Putzflächen kann es notwendig werden, einen lösemittelhaltigen Tiefgrund
zu verwenden, der die Wand besser verfestigt. Das sollte allerdings nur in Ausnahmefällen und bei ausreichender Luftzufuhr geschehen – eigentlich sind diese Substanzen für die Anwendung außen gedacht. Die Lösemittel dünsten auch noch einige Zeit nach Beendigung der Renovierungsarbeiten aus, also muss auch noch länger regelmäßig gelüftet werden.

Der lösemittelarme Tiefgrund kommt ebenfalls zum Einsatz, um eine einheitliche Saugfähigkeit herzustellen. Das ist fast immer notwendig, wenn Ihr zuvor Fehlerstellen gespachtelt habt oder wenn Leichtbauwände aus Gipskartonplatten mit verspachtelten Fugen erstmalig gestrichen werden. Tragt die Grundierung auf und beobachtet, wie sie in die Wand eindringt, Stellen, die schnell matt werden, sollten ein zweites Mal behandelt werden.

Einen noch nie gestrichenen oder tapezierten Putz sollte man ebenfalls grundieren. Das dient dazu, die Saugfähigkeit etwas zu reduzieren und spart Farbe.

 

Ist die Wand trocken?

Wichtig ist natürlich eine trockene Wand. Stellt man dennoch Feuchtigkeit fest, sind zwei Fälle zu unterscheiden. Zum einen kann es sich um Restfeuchte bei einem frischen Putz oder um eine noch nicht ganz abgetrocknete Verspachtelung zwischen Gipskartonplatten handeln. In diesem Fall wartet man schlicht ab, bis die Fläche vollständig abgetrocknet ist.

Zum anderen kann es sich um eine Durchfeuchtung von außen oder um einen Schaden in der Wand handeln. Sie macht sich meist fleckenartig und/oder in Wandpartien nahe dem Fußboden oder der Decke bemerkbar. In diesem Fall wäre Abwarten falsch, denn ein Wasserschaden behebt sich nicht von selbst. Sucht nach der Ursache und stellt sie ab. Vorher ist ein Anstrich zwecklos.

 

Ist der Untergrund tragfähig?

Der Untergrund muss tragfähig sein, damit er sich nicht unversehens mitsamt dem neuen Anstrich löst. Probleme machen dabei vor allem alte Anstriche und Tapeten. Bei Tapeten stellt man relativ schnell fest, ob sie noch fest an der Wand haften. In erster Linie sind hier Stöße zwischen den Bahnen verräterisch, die sich zu lösen beginnen. Aber auch mehrere übereinander geklebte Tapetenschichten können Probleme bereiten.
Stellt Ihr beispielsweise bei einer Wohnungsübernahme fest, dass der Vormieter auf mehrere Lagen Raufaser noch mit knapper Not eine letzte Farbschicht aufgebracht hat, solltet Ihr Euch über den Erfolg eines weiteren Anstrichs keinen Illusionen hingeben. Beißt lieber in den sauren Apfel und entfernt die Tapeten komplett.
Auch alte Anstriche haften zuweilen nicht so fest an der Wand, wie das nötig wäre. Hegt Ihr hier Zweifel, dann hilft ein Schnitt-Test: Zieht mit einem Teppichmesser mehrere feine Schnitte nebeneinander in den Anstrich und dann noch einmal ebenso viele über Kreuz. Wenn nun beim leichten Darüberfahren mit der Drahtbürste die Farbe deutlich abblättert, trägt sie nicht mehr und muss entfernt werden. Kleine Splitter, die sich an den Rändern der Schnitte lösen, sind dagegen normal. Achtung: Kräftiges Bürsten sagt gar nichts, denn damit können Ihr die meisten Anstriche abtragen.

 

Ist die Wand sauber?

Schließlich noch eine vor allem für die Optik wichtige Sache: Die Wand muss sauber sein. Das erreicht Ihr in den meisten Fällen schnell, indem Ihr mit dem Staubwedel und einem leicht feuchten Tuch allen losen Schmutz entfernt. Spart Euch diese kleine Mühe nicht, denn sonst führen beim Anstreichen eingearbeitete Spinnweben oder eingerollter Staub schnell dazu, dass die Oberfläche rau oder unregelmäßig wird.

Problematischer sind Flecken im Untergrund. Je nachdem, woraus sie bestehen, können sie immer wieder durchschlagen und verunzieren dann auch den neuen Anstrich. Solche Flecken sollten deshalb nach Möglichkeit entfernt werden. Was sich nicht entfernen lässt, kann man absperren – das ist beispielsweise bei Rostflecken meist nötig. Verwendet die dafür gedachte spezielle Absperrfarbe nur sparsam und möglichst nur auf kleinen Flächen, denn diese Farben enthalten oft große Mengen Lösemittel und verbreiten dann längere Zeit einen penetranten Geruch im Raum.

Tipp: Wenn Ihr nachträglich einen Wanddurchbruch oder eine Fensteröffnung hergestellt habt, dann streicht die an den Kanten sichtbaren Bewehrungseisen mit Rostschutzfarbe, ehe Ihr die Laibungen der Öffnung verputzt. Damit verhindert Ihr Rostbildung und spätere Rostflecken auf der Putzfläche.

 

Weitere Wissensartikel zum Thema Farbe und Streichen:
 

Wände richtig streichen Teil 1 - Farbe mischen, abkleben, Vorbereitungen

Wände richtig streichen Teil 2 - Klassisch mit der Rolle

Wände richtig streichen Teil 3 - Feinsprühsysteme und Wandroller

Farbwirkung 1 - Wie Farben Räume verändern

Farbwirkung 2 - Farben kombinieren

Farbwirkung 3 - Optisch Wände versetzen

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