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Verleimen von Holz


Verleimen von Holz: Um zwei Holzstücke zu verleimen, ... 1-2-do WissenHolzleim

Unter verleimen versteht man das Verbinden von Holz mit speziellem Klebstoff: Dem Holzleim. Holzleine gibt es in verschiedenen Varianten:

  • Knochenleim - wird in der Regel selbst "gekocht"
  • Holzleim
  • Express-Holzleim - mit kürzerer Bindezeit

 

Leimen unter Druck: Zwingen

Die Verleimung erfolgt immer unter Druck. Wichtig ist deshalb die Leimstelle entweder zu beschweren oder Mittels Leimzwingen oder Schraubzwingen Druck aufzubauen. Beim Leimen von weichem Holz (Fichte, Kiefer ...) mit Zwingen ist es sinnvoll Holz-Reststücke als Auflagen für die Zwingen zu verwenden, um Druckstellen im Holz zu vermeiden, die nur schwer enfernt werden können.

Verschiedene Leimverbindungen

Verleimt werden in der Regel folgende Verbindungen zweier oder mehrerer Holzstücke:

  • Eckverbindungen - zum Beispiel bei Schränken, Regalen, Schubladen
  • Verzinkungen - letztlich auch Eckverbindungen, wobei die Brettkanten würfelförmige Ausschnitte oder der sogenannte Schwalbenschwanz ausgefräst oder ausgesägt und ausgestemmt werden. Dadurch vervielfacht sich die Leimauftragsfläche und die Verbindung wird sehr stabil. 
  • Nutverbindungen - in das Brett wird eine Nut gefräst, in die ein weiters Brett eingepasst werden kann. Beispielsweise für Zwischenböden bei Regalen oder bei Schubladen gebräuchlich.
  • Stoßverbindungen - zum Verlängern von Brettern und Leisten.
  • Flachverbindungen - zum Aufdoppeln von Brettern um ein dickeres Brett zu erhalten
  • Furnierverleimung - eine dünne Schicht wervollerer Holzarten wird auf günstiges Holz flächig verklebt
  • Kantenverleimung - auf die Kante eines Brettes wird eine Leiste härteren Holzes als Schutz vor Beschädigungen geleimt 

 

Dübel und Lamellos

Zur Stabilität von Verbindungen gibt es neben Schrauben, Nageln oder speziellen Eckverbindern auch verdeckte Möglichkeiten. Mittels Holzdübeln. Die in beide Bretter fassen, wird eine deutlich festere Verbindung erzielt. sodann helfen Holzdübel, die Bretter beim Verleimen zu stabilisieren und auf Maß zu halten. Die Löcher für die Dübel müssen gebohrt werden. Hierzu gibt es verschiedene Bohrhilfen zu kaufen, die helfen, die Löcher sehr exakt zu bohren. Alternativ zu den Holzdübel gibt es seit einigen Jahren Lamellos. Die ovalen Holzplättchen werden in Nuten in den Hölzern gesteckt und dann verleimt. Für die Nuten sollte man eine spezielle Lamellofräse (auch als Anbau an Einhand-Winkelschleifer  erhältlich) verwenden. Ein Scheibennutfräser fräst dabei exakt eine abgerundete Nut ins Holz, die exakt der halben Form des Lamellos entspricht. Im Gegenholz wird eine entsprechende Nut gefräst, so dass bei der Verbindung der Lamello zur Versteifung und Winkelgenauigkeit beiträgt und zugleich eine vergrößerte Leimauftragsfläche bildet und so eine festere Verbindung erstellt wird.

Wichtig: Jahresringe beachten

Beim Verleimen von Bretter, Kanthölzern oder Holzleisten muss der Verlauf der Jahresringe berücksichtig werden, damit sich das „Arbeiten“ der einzelnen Teile gegeneinander abstützt. Nur so behält das zusammengeleimte Werkstück später seine Form. 

Anlängen von Brettern

Beim Anlängen von Brettern reicht die Stirnfläche für eine belastbare Leimung nicht aus. Die Leimfläche muss vergrößert werden. Dies kann durch Falzen, Schäften oder durch eine Verzahnung der Leimfläche erfolgen. Die Verzahnung erfolgt mit der Oberfräse und dem Verleimfräser. Für das Schäften hat sich die folgende Methode bewährt. Sie benötigt nur wenig Zeitaufwand und ist mit einiger Übung sehr präzise ausführbar. Man spannt die beiden zu verbindenden Bretter Rücken an Rücken um mindestens die Brettstärke versetzt aufeinander. Die sich dabei ergebenden treppenförmigen Kanten benützt man als Führung für den Hobel. In mehreren Durchgängen hobelt man nun die Kanten zusammen soweit ab, bis aus der „Treppe“ eine Schräge geworden ist. Dann klappt man das obere Brett um und schiebt die beiden Schrägen gegeneinander. Wenn man sauber gearbeitet hat passt die entstandene Schäftung hundertprozentig. Nach der Trocnungszeit (Herstellerangaben für Stirnholz beachten!) kann das nun verlängerte Brett geschliffen werden um ausgetretenen Leim zu entfernen. 

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Tipp zum Entfernen von ausgetretenem Leim

Getrockneter Leim ist nur schwer vom Holz zu entfernen. Hier helfen Stechbeitel und Schleifpapier. Aber nur mit großer Vorsicht sollte gegen Leim vorgegangen werden. Das Holz wird schnell beschädigt und da der Leim auch in die Oberfläche des Holzes einzieht, muss immer bis ins Holz abgeschliffen werden. 

Besser ist es, den Leim noch im nassen Zustand zu enfernen. Dies kann mit einem fesuchten Tuch leicht erfolgen. Allerdings ist die in Eckverbindungen schwierig. hier helfen dickere Trinkhalme. Einfach den Halm in die Ecke drücken, der Halm passt sich an den rechten Winkel an und wird dann entlang der Ecke geschoben. der Leim wird so in den Halm geschoben und die Ecke ist nahezu leimfrei. Ggf. Halm abschneiden und mit diesem die Ecke säubern.

 

 

 

 

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