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Terrarien selber gebaut Teil 1

Terrarien selber gebaut 

Teil 1 - Die Planung.

 

Terrarien gibt es in vielen Varianten und Grössen.

Aber manchmal muss man selber bauen.

Weil die grösse nicht passt, oder aber das Tier spezielle Bedingungen braucht.

 

Um so ein Projekt vernünftig über die Bühne zu kriegen, benötigt man Angaben, Planung und jede Menge Mut.

 

Folgende Anleitung ist für fast jeden Selberbauer nuzbar.

 

  1. Die Eckmaße.
    Jedes Tier hat andere Bedürfnisse. Bstimmte Schlangen klettern gerne, Chameleons brauchen viel Luft, Einige Tiere Sand oder feuchten Boden. Das muss man vorher wissen. Auch die zu erwartende grösse des Tieres! Der Ansatz: „Ich baue mal was und hole mir dann ein passendes Tier“ ist leider noch zu häufig. Keiner kauft sich Schuhe und schaut dann nach, ob er passende Füße findet!
  2. Planung Innen.
    Zunächst ermittelt man die Bodenfläche, die das Tier/die Tiere brauchen.
    Mein Tip: Hier in einschlägigen Fachkreisen Nachfragen. Grundsätzlich gilt: Lieber 2 Nummern grösser! Ausnahmen bestätigen hier die Regel, Königspythons mögen es z.B. Feucht, eng und Kuschelig! Hier ist (kein Witz) eine Schublade Ideal!
  3. Nach der Bodenfläche kommt die Höhe! Bei Kletterern etwas mehr, bei Bodenbewohnern weniger.
  4. Bodengrund:
    Viele Tiere brauchen noch eine besondere Bodenbeschaffenheit. Erde zum Graben, Pflanzen, etc. Dieser Boden muss auf die Höhe draufgeschlagen werden.
    es Gilt: Das Tier benötigt Höhe x. Dazu der Bodengrund y, Dazu oben der Platz für Lampen z.  x+y+z. ganz einfach.
  5. Bodenwärme.
    Bei Bestimmten Tieren MUSS eine Heizung in den Boden. Entweder in form einer dünnen Matte oder als Heizkabel. In beiden fällen sollte man aber einen doppelten Boden Planen. Ein Heizkabel kann mittels Oberfräse in Holz eingearbeitet werden, eine Heizmatte deckt man einfach mit einer dünnen Holzplatte ab. Wichtig: die Tiere sollten sich nicht in den Kabeln verbeissen können. Bei Glasterrarien sind Heizkabel im Becken die bessere Wahl. Man kann auch Heizmatten unter das Terrarium legen, jedoch geht mehr Wärme verloren. 
  6. In anderen Fällen hilft eine Wärmeplatte aus der Hühnerzucht. Diese kann man unter die Decke Schrauben, Der Fachbegriff lautet Heatpanel.
  7. Beleuchtung
    Grundsätzlich brauchen alle Terrarien Licht. Einige Tiere brauchen nur soviel Licht, wie durch die Glasscheiben einfällt. Andere Tiere brauchen UV Licht und auch wärmendes Licht. Da gilt es zu beachten, die passenden Lampen zu wählen.
    Übrigens ein Grund, warum Terraianer normale Glühlampen lieben: Sie sind Heizung und Lampe in einem. Um die Lampen anzubringen, lohnt es sich über einen zusätzlichen Lampenaufbau nachzudenken. Der Grund: Glühlampenwechsel, ohne die Tiere zu stressen. Bei kleinen Tieren ist die Gefahr des Ausbüxens geringer.
  8. Luftfeuchtigkeit.
    Manche mögen es Trocken, manche feucht in der Luft.
    Trockenen Tieren reicht es manchmal mit einer Sprühflasche Wasser ins Terra zu Sprühen. In anderen Fällen helfen Nebler oder Springbrunnen im Terra. Auch ein Wasserfall kann als Befeuchter dienen.
  9. Material.
    Wenn man sehr feuchte Tier hat, Fische Wasserschildkröten oder ähnliches, kommt man an Glas nicht vorbei. Bei allen anderen Tieren kann man hier mixen.
    Für „Trockene“ Tiere hat sich OSB oder Siebdruck bewährt. Bei bestimmten Tieren auch Kunststoff. Allerdings muss man auch hier beachten, einige Tiere z.B. Holz zum fressen gerne haben. Spinnen können sich durch Kunststoff nagen.
  10. Gift im Terra
    bei Holz sollte man auf Giftfreiheit achten. Auch bei der Einrichtung. Steine werden vor dem einsetzen heiss abgewaschen, Pflanzen speziell für Terrarien garantieren, das sich die Tiere nicht vergiften. Und das Holz wird nach Möglichkeit von innen nur mit Epoxydharz versiegelt, als Farbe kommt nur Lack mit einer Freigabe für Spielzeug in Frage (meist ist ein Schaukelpferd oder ähnliches auf der Dose)
  11. Sicherheit.
    Viele Reptilien sind Giftig. Einige gefährlich. Andere büxen gerne aus und sind sehr flink. Sind Kinder oder unbedarfte Personen in der Lage, die Räume mit den Terrarien zu betreten, sind diese gegen unbedarftes öffnen zu sichern. Gegen Kinder helfen hier spezielle Riegel von JBL oder Vitrinenschlösser aus dem Fachhandel. Gegen einfaches aufschieben „aus Versehen“ helfen Drahtbügel in den Schiebescheiben.

 

 

Ans eingemachte gehen wir dann in den nächsten Tagen.

 

Sofern es denn gewünscht ist!


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