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Teich auf Winter vorbereiten

 Nach Hinweis eines Moderators möchte ich erwähnen das ich der Urheber der Texte bin. Die Berichte sind auch auf einer anderen Homepage zu finden.


Erfahrung aus über 26 Jahren als Teichbesitzer möchte ich hier mitteilen:

Hier schreibe ich über das vorbereiten des Teiches im Herbst auf den Winter.


Das Bld zeigt den Teich gut verdeckt unter einem Berg von Schnee - Im Frühjahr waren alle Fische Fit

 

Der Winter kommt - Teich vorbereiten 1-2-do Wissen

 

Das große Putzen steht im Spätsommer und Herbst an um den Garten-, Koiteich gut über den Winter zu bringen. So sorgen Sie vor um keine Überraschungen mit dramatischen Folgen im Frühjahr zu erleben.
Es kann immer einmal passieren das ein Fisch den Winter nicht überlebt. Sei es wegen einer Krankheit, Verletzung oder wegen seines Alters. Auch eine Pflanze kann mal erfrieren, je nachdem wie kalt der Winter war, oder die Pflanze gar nicht dafür geeignet war im Teich zu überwintern. Doch je besser sie alles im Herbst vorbereiten, umso weniger ärgern Sie sich nach dem Winter und der Start in die Neue Saison verläuft leichter.
Achten Sie wenn der Sommer langsam sich dem Ende zuneigt besonders auf die Gesundheit und Ernährung Ihrer Fische. Ihnen als Teichbesitzer fällt es als erstes auf falls sich das Verhalten eines oder mehrerer Fische ändert. Sondert sich ein Tier ab, atmet es schneller, frisst es wenig oder gar nicht, liegt eine Verletzung oder eine andere sichtbare Krankheit vor? Falls Sie sich nicht sicher sind, holen Sie sich Rat bei einem Bekannten der einen Teich besitzt, Fragen beim Händler Ihres Vertrauens oder Tierarzt nach. Leider gibt es nur wenige Tierärzte die sich auch wirklich bei Fischkrankheiten auskennen wie uns einige Teichbesitzer berichtet haben. Viele Medikamente entfalten ihre volle Wirkung nicht in zu kaltem Wasser - die Behandlung benötigt bei gleicher Dosierung mehr Zeit! Gerade deshalb ist das rechtzeitige behandeln wichtig.
Doch auch beim füttern sollten Sie auf einige wichtige Dinge achten. Solange es die Wassertemperaturen noch erlauben, Ihre Fische Futter noch sehr gut annehmen, achten Sie darauf besonders hochwertiges Futter zu geben.
Diese Futtersorten stellen viele verwertbare Nährstoffe zur Verfügung. Besonders wichtig sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren um "Gute" Fettdepots anzulegen. Diese Depots sind dann der Hauptenergielieferant und können leicht mobilisiert werden sobald Bedarf besteht. Sind die Reserven aber nicht ausreichend oder gar nicht vorhanden, kann sich das spätestens im Frühjahr rächen. Oft kommt es dann zu Erkrankungen z.B. Energiemangelsyndrom bis hin zu Totalausfällen.
Ab dem Spätherbst nehmen die Fische bei sinkenden Wassertemperaturen immer weniger oder sogar kein Futter auf. Hier kommt nun das Wheatgerm-/Weizenkeimfutter zum Einsatz. Dieses ist besonders leicht verdaulich, vermeiden Sie aber unbedingt zu viel auf einmal zu füttern. Weniger ist mehr und reduzieren Sie die Menge parallel zu den sinkenden Wassertemperaturen. Solange Ihre Koi noch Futter annehmen sollte gefüttert werden.
 

Kommen wir nun zu einem weiteren wichtigen Thema das im Herbst für Arbeit sorgt.
Wasserpflanzen sollten zurück geschnitten werden bevor bereits sterbenden Blätter, Stängel oder verblühte Blütenreste zu Boden sinken. Auch bietet es sich hier gleich mit an Pflanzen die zu groß geworden sind auszudünnen bzw. zu teilen.
Bei Seerosen kann so gleich eine Verjüngungskur durch geführt werden, die oft im nächsten Jahr mit mehr Wachstum und Blüten belohnt wird.
Rohrkolben bilden ja viele lange Ausläufer und ehe man sich versieht wächst ein Trieb quer durch den Teich. Viele pflanzen deshalb die Rohrkolben in schwarze Wasser- oder Mörteleimer um so das Wachstum einzuschränken. Auch die kleinen und mittleren Pflanzringe eignen sich sehr gut dazu.
Versuchen Sie auf jeden Fall so gut es geht Bodenschlamm vom Teichboden zu entfernen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten wie Schlammsauger, Schlammentferner auf Basis von Bakterien, chemische Produkte, Teichkescher mit feinen Maschen oder das Extrem - den Teich leer pumpen. Dieser Weg sollte aber nur bei einem "Groß" Reinemachen gewählt werden.
Eine Arbeit die je nach Baumbestand um den Teich niemand gerne macht, Stürme bringen auch noch etwas davon mit, ist das Laub einzusammeln. Zwar kann man sich durch den Einsatz von Laubschutznetzen die über den Teich gespannt werden eine Erleichterung verschaffen, doch muss das Laub auch hier entfernt werden. Ansonsten wird das Netz durch das Gewicht der Blätter auf oder sogar unter die Wasseroberfläche gedrückt. Die Blätter fangen dann an sich biologisch zu zersetzen und Algen freuen sich über die vielen Nährstoffe die ins Wasser gelangen.
Ein zusätzlicher Helfer für eine saubere Teichoberfläche sind Skimmer. Diese gibt es von Seiten der Industrie in größer Auswahl und Ausführungen. Mehr dazu in einem Extra Bericht.
Haben Sie dann alle Arbeiten erledigt, Ihren Fischen geht es gut, Sie möchten die Füße hochlegen, doch dann fällt Ihnen ein das noch etwas zu erledigen ist bevor der Winter da ist.
Wie sorgt man bei stillgelegter Filteranlage, einer geschlossener Eisdecke, für ausreichende Sauerstoffversorgung und dem entweichen der Faulgase?
Von der Industrie wird eine große Auswahl an technischen Hilfsmittel angeboten.
So mancher schwört beim Goldfischteich darauf einen Styroporblock aufs Wasser zu legen. Auch ein Loch ins Eis zu schlagen, Schilfrohr oder Stroh zusammen zu binden und dann ins Wasser zu stellen wird gerne gemacht. Eine weitere Möglichkeit ist ein Dach über den Teich zu bauen.
Um weiter ausholen und genauer auf die Verschiedenen Möglichkeiten eingehen zu können erstellen wir hierzu einen "Separaten Bericht".
Wir lassen schon seit über 15 Jahre im ca. 40 - 45 cm tiefen Wasser eine kleine Pumpe mit
ca. 2500 Liter/Std. laufen. Das Wasser sprudelt gerade mal 5 cm hoch, doch selbst bei Temperaturen von -20° C bleibt eine Fläche von ca. 40 cm Durchmesser Eis frei.
Unser Teich hat 50000 Liter, 1,70 m an der tiefsten Stelle und 48 m² Wasseroberfläche.
Die Filteranlage wird über den Winter ausgeschaltet, die UVC-Lampe montieren wir immer komplett ab und unsere Pumpe bleibt im Teich stehen.

 

Der Teich hat 50000 Liter + 5000 Liter als Filterteich, 1,70 m Tiefe, Koi bis 85 cm, Goldorfe, Goldfische, Schleie leben darin. Filteranlage teile ich gerne mit!


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