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Stichsaegen und Fuchsschwanzsaegen

Stichsägen und Fuchsschwanzsägen Stichsaegen und Fuchsschwanzsaegen 1-2-do Wissen

Diese beiden Sägetypen haben ein sich hin- und herbewegendes Sägeblatt. Ihre Sägeblätter sind so eingerichtet, dass nur in einer Hubrichtung gesägt wird. Die bevorzugte Sägerichtung ist auf Zug, weil hierdurch die Maschine besser beherrscht wird und das Sägeblatt keinen Druck-und damit Knickkräften ausgesetzt ist. Bei beiden Sägetypen ist eine zuschaltbare Pendelbewegung des Sägeblattes möglich. Durch die Schwenkbewegung des Sägeblattes beim Arbeitshub kommen die Zähne besser zum Eingriff. Die Säge arbeitet dann aggressiver und entlastet die Vorschubkraft des Anwenders.

 

Stichsägen 

Die Stichsäge verbindet in idealer Weise Handlichkeit und                                        universelle Einsatzmöglichkeiten Stichsaegen und Fuchsschwanzsaegen 1-2-do Wissenmiteinander. Motor und Sägeblatt sind rechtwinklig zueinander angeordnet. Das Motorgehäuse (in Stab- oder Bügelform) bildet den Handgriff. Der Handgriff ist bügelförmig oberhalb des Maschinengehäuses angeordnet. Die Schaltertaste ist als „Gasgebeschalter“ ausgelegt, womit sich beim Ansetzen und auch beim Sägen die Hubzahl stufenlos ändern lässt. Durch die optimierte Griffform ist die Stichsäge sowohl in Vorschubrichtung als auch beim Kurvenschnitt hervorragend zu beherrschen. Moderne Stichsägen sind mit einem Laserprojektor („Cut Control“) ausgestattet. Hierdurch wird die Schnittlinie auf das Werkstück projiziert. Man sieht genau, wohin gesägt wird. In vielen Fällen erübrigt sich dadurch das Anzeichnen der Schnittlinie. Wenn entlang einer auf dem Werkstück aufgezeichneten Schnittlinie gesägt werden soll, ist „Cut-Control„ also ein weiteres Ausstattungsmerkmal, welches die Arbeit erleichtert und ein präziseres Sägen ermöglicht. Es ermöglicht eine exakte Maschinenführung und damit ein optimales Arbeitsergebnis. 

 

Arbeitssicherheit beim Sägen mit der Stichsäge 

Hand und Finger beim Halten des Werkstückes stets auf der Werkstückoberfläche halten. Wenn dies nicht möglich ist: Werkstück Festspannen.

 

Arbeiten mit der Stichsäge 

Bei Stichsägen ist der Aufwärtshub der Arbeitshub, weshalb die Fußplatte der Säge gegen das Werkstück gezogen wird. Allerdings berührt auch beim Abwärtshub das Sägeblatt das Werkstück, wodurch die Säge nach oben gedrückt wird. Die Stichsäge muss deshalb bei der Arbeit gegen das Werkstück gedrückt werden, damit sie nicht „springt“. Durch das Springen kann sich im Extremfall die Fußplatte verbiegen, was die präzise Führung der Säge beeinträchtigt. Das Springen kann besonders bei harten Werkstoffen wie beim Sägen von Metall auftreten oder wenn das Werkstück nicht festgespannt wird. Man sollte deshalb wenn immer möglich das Werkstück fixieren. 

 

Fuchsschwanzsägen 

Der Elektrofuchsschwanz wird stets zweihändig bedient. Er ist für gröbere und größere Sägearbeiten geeignet. Die Griffpositionen sind am Haltebügel und am Maschinenhals. 

 

Arbeitssicherheit beim Sägen mit der Fuchsschwanzsäge 

Bei der Verwendung von sehr langen und dünnen Sägeblättern kann es im Leerlauf, also bei laufender aber nicht an das Werkstück angesetzter Säge, zum „Flattern“ des Sägeblattes kommen. Deshalb das Sägeblatt so kurz wie möglich wählen. Sehr lange Sägeblätter nur dann verwenden, wenn die Arbeitsaufgabe dies wirklich erfordert. 

 

Arbeiten mit dem Elektrofuchsschwanz 

Der Elektrofuchsschwanz wird so an das Werkstück angesetzt, dass die Andruckplatte am Maschinenhals vor dem Einschalten am Werkstück anliegt. Das ist nötig, damit die Säge beim Einschalten nicht ruckartig an das Werkstück herangezogen und dadurch das Werkstück eventuell beschädigt wird. 

 

Sägeblätter für Stichsägen und Fuchsschwanzsägen 

Stichsaegen und Fuchsschwanzsaegen 1-2-do WissenVom Sägeblatt hängt es ab, welcher Werkstoff wie schnell und mit welcher Schnittqualität gesägt werden kann. Für eine erfolgreiche Auswahl ist es entscheidend, dass man die wichtigsten Eigenschaften und deren Einfluss auf die Arbeitsqualität und den Arbeitsfortschritt kennt: 

  • Sägeblattwerkstoff 
  • Zähnezahl 
  • Sägeblattform 

 

CV 

CV bedeutet Chrom-Vanadium und bezeichnet die Hauptbestandteile des legierten Stahls. CV-Stähle besitzen eine hohe Elastizität bei mäßiger Härte. Anwendung bei Holzwerkstoffen. 

 

 

Stichsaegen und Fuchsschwanzsaegen 1-2-do WissenHCS 

HCS ist die Bezeichnung für High Carbon Steel, ein Stahl, der sehr hart, aber auch spröde ist. Anwendung bei Metallen. 

 

HSS 

Unter HSS versteht man Hochlegierte Schnellarbeits-Stähle. Sie sind hart und haben eine höhere Hitzebeständigkeit. Verwendung für alle Werkstoffe. 

 

Bimetall 

Kombination aus elastischem CVStahl und hartem HSS-Stahl. Die Sägeblätter sind wenig bruchempfindlich. Lange Lebensdauer. Anwendung für alle Werkstoffe. 

 

HM 

HM bedeutet HartMetall. Es wird für die Zähne von Sägeblättern verwendet. Größte Härte und höchste Hitzebeständigkeit. Extrem Verschleißfest, aber spröde. Verwendung bei rostfreien Stählen, faserverstärkten Kunststoffen und keramischen Werkstoffen. 

 

Zähnezahl 

Wenige große Zähne bei gegebener Sägeblattlänge ergeben eine große Zahnteilung, viele kleine Zähne eine kleine Zahnteilung. Wenige große Zähne ergeben einen rauen schnellen Schnitt. Viele kleine Zähne ergeben einen langsamen aber sauberen Schnitt. 

 

Verzahnungsart Stichsaegen und Fuchsschwanzsaegen 1-2-do Wissen

Man unterscheidet in 

  • Normalverzahnung 
  • Varioverzahnung 
  • Progressivverzahnung 

 

Normalverzahnung 

Bei der Normalverzahnung sind alle Zähne über die gesamte Sägeblattlänge gleich groß. 

 

Varioverzahnung 

Bei der Varioverzahnung wechselt die Zahnteilung mehrmals über die Länge des Sägeblattes, wodurch kleine und große Zähne gebildet werden. Hierdurch wird besonders beim Sägen von Metall ein hoher Arbeitsfortschritt bei vibrationsarmem Lauf erreicht.

 

Progressivverzahnung 

Bei der Progressivverzahnung beginnt das Hubsägeblatt an der Maschinenseite mit kleinen Zähnen, die zum Ende des Blattes hin progressiv größer werden. Hierdurch kann ein und dasselbe Sägeblatt für Schnitte sowohl in dünnem als auch in dickem Material verwendet werden, ohne dass Schnittqualität und Arbeitsfortschritt verringert werden. 

 

„Clean-Cut“-Verzahnung 

Für besonders hohe Schnittqualität, speziell in Weichhölzern, gibt es Sägeblätter mit speziell geschliffener Verzahnung. Der Schnitt ist randscharf mit sehr geringer Ausrissgefahr. Die Sägeblätter können auch für unverstärkte Thermoplaste verwendet werden. Für die Metallbearbeitung sind sie nicht geeignet. 

 

TIPPS

1. Die Auswahl erfolgt abhängig von der Werkstückdicke: Es sollten immer zwei Zähne im Eingriff sein.

2. Sägeblätter mit Progressivverzahnung sind ideal für dicke Werkstücke. Der Schnitt ist schnell, trotzdem ist die Schnittqualität an der Werkstückoberfläche sauber.

 

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