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Stauden Rat von Experten

Stauden im Garten

Stauden 1-2-do Wissen

Stauden bilden das Rückgrat der Beet-Gestaltung im Garten. Sie tragen oft prächtige Blüten oder interessant geformte Blätter und sind eine wahre Augenweide. Doch das ist nicht ihr einziger Vorteil: Stauden sind mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Teile nicht verholzen. Sie lassen sich dadurch sehr harmonisch mit ein- und zweijährigen Blütenpflanzen kombinieren, kehren aber jedes Jahr wieder und erlauben dadurch eine langfristig attraktive Gestaltung des Gartens.

Am Ende der Vegetationsperiode, meist im späteren Herbst, sterben Kraut und Blätter der Stauden ab – der Fachmann spricht hier vom „Einziehen“ der Pflanzen. Die Stauden konzentrieren ihre Lebenskräfte während der kalten Jahreszeit auf Wurzeln und unterirdische Spross-Ausläufer, auf Knollen oder Zwiebeln. Knapp über oder unter der Erde bilden sich Überwinterungsknospen, aus denen die Stauden dann im Frühjahr wieder austreiben. Auf diese Weise überdauern Stauden bei entsprechender Pflege viele Jahre. Einige Sorten wie etwa die Pfingstrose werden auch mehrere Jahrzehnte alt.

Von diesen einziehenden Stauden muss man die wintergrünen Arten unterscheiden. Einheimische winter- grüne Arten wachsen oft niedrig, bilden Pflanzengruppen und bodendeckende Polster. Dadurch überstehen sie die Wintermonate leicht unter einer Schneedecke und bieten generell Wind und Frost nur wenig Angriffsfläche.

 

Beetgestaltung

Beim Gestalten von Beeten darf man sich natürlich auf den eigenen Geschmack und die eigenen Farbvorlieben verlassen. Dennoch gibt es einige Grundregeln, die dabei helfen:

• GStauden 1-2-do Wissenroße, hohe Stauden mit farbenprächtigen Blüten brauchen Platz, um zu wirken.

• Kleine Stauden und Wildstauden mit zarten, zurückhaltend gefärbten Blüten wirken in Gruppen sehr dekorativ. Sie sollten etwas Abstand zu auffälligeren Pflanzen einhalten, damit sie für sich wirken können.

• Bei der Anordnung achtet man zudem darauf, dass die Pflanzen aus der Hauptbe- trachtungsrichtung nach Größe gestaffelt sind: Hohe Pflanzen bleiben eher im Hintergrund, niedrige lassen sich davor anordnen.

• Sinnvoll ist es zudem, wenn zwischen den Stauden ausreichend Raum für einjährige Saisonpflanzen bleibt. So könnt Ihr ein Beet von der Grundstruktur her dauerhaft anlegen, habt aber trotzdem übers Jahr genug Abwechslung im Garten.  

 

Stauden vermehren

Stauden 1-2-do WissenAm einfachsten lassen sich Stauden durch Teilen vermeh- ren. Auf diese Weise gewinnt man nicht nur zusätzliche Pflanzen, man regt sie außerdem zum Wachstum und zu stärkerer Blüte an: Etliche Stauden treiben mit wachsen- der Größe vor allem mehr Kraut und nicht im gleichen Maß zahlreichere Blüten. Durch das Teilen lassen sie sich verjüngen.

Möchtet Ihr große, kräftige Stauden umpflanzen, solltet Ihr auch diese Gelegenheit benutzen, die Pflanze zu teilen – der Nachbar wird sich über die Bereicherung seines Bestands freuen, aber vielleicht habt auch Ihr selbst noch eine unbepflanzte Fläche übrig.

Bei vielen Stauden liegt für das Teilen der günstigste Zeitpunkt im Herbst gegen Ende der Vegetations- periode, in jedem Fall aber sollte man sie außerhalb der Bütezeit vermehren. Vor dem Teilen wird das Kraut auf etwa ein Drittel zurückgeschnitten, dann kann man die Pflanze aus dem Boden heben. Sehr gut eignet sich dafür eine Grabgabel.

Ehe Ihr den Wurzelstock teilt, spült Ihr ihn mit einem kräftigen Strahl aus dem Gartenschlauch ab. Dann seht Ihr zum einen genauer, was Ihr tut, zum anderen erkennt Ihr meist auch die Austriebsknospen und könnt gezielter vorgehen. Den Wurzelstock teilt man mit einem Messer am besten so, dass an jedem Teil einige Aus- triebsknospen (und natürlich Wurzeln) vorhanden sind – dann entstehen daraus gleich Pflanzen mit mehreren Trieben. Bei sehr großen Wurzelstöcken ist der Spaten das geeignete Werkzeug.

Wurden Wurzeln beim Ausgraben beschädigt oder sind tote bzw. faulende Verzweigungen daran, werden diese Teile abgeschnitten. Ausgedehnte Schnittflächen lassen sich mit Holzkohle bestäuben, das wirkt desinfi- zierend. Übrigens sollte man vom Ausgraben an darauf achten, dass die Wurzelstöcke nicht austrocknen. Nach dem Teilen werden die Stauden gleich wieder eingepflanzt.

Stauden 1-2-do WissenEin wenig anders geht man bei Pflanzen wie Dahlien vor. Deren Knollen werden häufig im Keller überwintert. Man teilt sie erst im Frühjahr vor dem Auspflanzen. Achtet darauf, dass jedes der Teile einen Wurzelhals aufweisen muss, denn die Dahlie treibt nur daraus neu und nicht direkt aus den Knollen.

Eine weitere Vermehrungsmöglichkeit ist das Kultivieren von Stecklingen der ober- irdischen Pflanzenteile oder von Wurzel-Abschnitten. Das erfordert allerdings einiges an Erfahrung und Fachwissen und funktioniert längst nicht mit jeder Staudenart.

Wenn Ihr Euch für diesen Weg interessiert, finden Ihr bei einigen Volkshochschulen und bei großen Gärtnerei- en zuweilen Kurse, in denen Gartenfreunde entsprechend unterwiesen werden.

Wenig falsch machen könnt Ihr dagegen bei der Aussaat von Stauden, wenn Ihr Euch an die Anweisung des Samenlieferanten haltet. Der Nachteil: Bis man große, prächtige Pflanzen erhält, kann es eine Weile dauern.

Weiterlesen -> Sträucher im Garten


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