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Stahl

Unter Stahl versteht man jene Eisenlegierungen, welche einen Kohlenstoffanteil unter 2,06% haben.

Im Ggs. zu Eisen kann man Stahl kalt und warm verformen. Die Kaltverformung bewirkt ein Ansteigen der Festigkeit mit gleichzeitiger Verringerung der Zähigkeit, d. h. er wird spröde. Deswegen muß man bei größeren Umformungen den Stahl auf Walztemperatur erwärmen (über 730°C - untere Umwandlungstemteratur).

Bei Kohlenstoffgehalten von über 0,25% läßt sich der Stahl härten. Dabei wird das Material über die obere Umwandlungstemperatur (ca. 780°C) erwärmt, je nach Querschnitt kürzer oder länger bei dieser Temperatur gehalten (Haltezeit) und anschließend je nach Stahlsorte und Wasser, Öl, Druckluft oder ruhender Luft »abgeschreckt«. Danach ist der Stahl spröde, aber sehr hart, erträgt also keine plastischen Verformungen. Um diesen Effekt zu vermeiden, wird er anschließend bei 100-340°C »angelassen«. Temperaturen darüber - bis 500°C führen zum Sprödbruch (Rotbruch).

Das hört sich alles kompliziert an, ist es auch, jedoch habe ich aus einem Stück Werkzeugstahl (WSt 1.2542 - 45WCrV7) einen Kreuzmeißel gefertigt, der nach mehrfachem Einsatz in Beton immer noch schneidhaltig (nicht stumpf) war. Wärmequelle war eine Propan/Sauerstoffflamme, Abschreckungsmedium war ordinäres Maschinenöl 20W40.

Chrom-Vanadin-Legierungen sind keinesfalls das Synonym für gutes Werkzeug. Die billigste Variante ist 115CrV3 und 90MnCrV8, die sich nur bedingt für Schneidwerkzeuge eignen. Metallbohrer sind i. d. R. aus Schnellstahl (früher HSS=Hochleistungs-Schnellstahl) und enthalten neben den beiden Elementen CR + V auch Ni und W und/oder Mo. Einen ausgeglühten Bohrer aus Schnellstahl zu härten ist mit Heimwerkerutensilien unmöglich.

Weitere Ausführungen siehe unter Stahlsorten.


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