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Spachteln

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Spachteln gehört zu diesen Techniken, die einfach aussehen, in der Praxis aber doch ein bißchen Übung und Mühe erfordern.

Vorbereitung

Wesentlich für den Erfolg und dauerhaft gute Ergebnisse ist eine gute Vorbereitung des Untergrundes. So sollten die Gipskartonplatten plan zueinander angebracht werden. Man sollte die Platten mit einem Richtscheit oder  einer Wasserwaage ordentlich ausrichten, so dass kein Überstand vorhanden ist. Kanten sind immer nach dem Tapezieren sichtbar! Sodann sind Schnittkanten immer anzuschrägen und die Platten mit einem Abstand von einigen Millimetern zu montieren. Durch diese Fuge wird später der Spachtel gedrückt, erweitert sich hinter den Platten und hat im querschnitt ein Doppel-T-Profil. Solch eine Fuge ist bei Bewegungen der Gipskartonplatten bei mechanischer Beanspruchung oder Temperaturschwankungen um einiges stabiler und reißfester. Wer die Platten bündig verbaut, wird nach einiger Zeit Haarrisse und spätestens nach dem ersten Tapetenablösen richtige Risse haben. Also wer an der Nut spart, muss zwar mehr spachteln, hat dafür aber dauerhaft keine Probleme mit der Wand oder Decke. 

In die Längsfugen der industriell gefertigten Platten kann ein Gewebeband eingespachtelt werden, da an diesen Fugen die Platte werkseitig eine Vertiefung für diese Gewebe haben. 

Zuschneiden von Gipskartonplatten

Tipp zum Zuschneiden von Gipskartonplatten: Maß nehmen, anzeichnen, mit Cuttermesser und Richtlatte Kartonschicht einschneiden. Richtscheit auf den Boden legen, Platte darauf, SchnittkNte ausrichten und mit leichtem Druck die Platte an dieser Stelle brechen. Karton auf der anderen Seite durchschneiden. mit etwas Übbung genügt ein dosierter Handschlag auf die Platte auch im Stehen, die Platte klappt um, am Knick mit Cutter Karton durchschneiden. Einfach ausprobieren. Geht fasch und nahezu ohne Schmutz. Das Sägen hingegen kostet wertvolle Sägeblätter, dauert viel länger und macht Staub. Bei Löchern und Eckaussparungen muss allerdings zur Säge gegriffen werden.

Das Spachteln

Um Trockenbauwände zu verspachteln, konzentriert man sich im ersten Schritt auf die sichtbaren Unebenheiten: Schraublöcher, Stöße und Übergänge zwischen den Platten, und auf Kanten. An Kanten und Ecken verhelfen Eckschienen zu schönen, sauberen Übergängen. 


Spachtelmasse nach Anleitung anrühren und gut durchmischen. Das funktioniert gut mit einem Rühraufsatz für die Bohrmaschine. Am besten aber nur mit niedriger Drehzahl rühren, denn sonst kommt zuviel Luft in die Masse, und sie härtet nachher zu schnell aus. Die Spachtelmasse muss eine cremige Konsistenz haben, dann lässt sie sich gut verarbeiten.    


Spachteln: Spachteln gehört zu diesen Techniken, die ... 1-2-do WissenDann wird die Masse mit einem Spachtel zügig aufgetragen und glatt abgezogen. So oft, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Je mehr Mühe und Sorgfalt man hier investiert, umso weniger muss man später nacharbeiten. Hier gilt die Regel, weniger auftragen, aber öfter. Am besten nimmt man sich eine Wand vor. Sobald diese abgespachtelt ist, beginnt man wieder dort, wo man angefangen hat. Nach einigen Spachtelvorgängen geht man zur nächsten Wand. Nach vollständiger Durchtrocknung kann man dann die

Spachteln: Spachteln gehört zu diesen Techniken, die ... 1-2-do WissenWand abschleifen. Je nach Größe und Umfang der gespachtelten Flächen entweder mit einem Schleifschwämmchen oder Schleifklotz, oder aber mit einem elektrischen Schleifgerät. Kleine Flächen kann man mit jedem Schleifgerät bearbeiten, größere Flächen am besten mit einem Schwing- oder Exzenterschleifer.Soll nachher mit Raufaser tapeziert werden, reicht meistens ein einmaliges, sorgfältiges Verspachteln und ein einmaliger Abschliff mit feiner (120er) Körnung.Wer allerdings glatte Tapete oder Malervlies aufbringen oder gar die glatten (!) Wände nur malern möchte, braucht einen perfekten Untergrund und sollte erneut Spachteln und abschleifen – eben so lange, bis das Ergebnis den fleißigen Heimwerker überzeugt.Spachteln: Spachteln gehört zu diesen Techniken, die ... 1-2-do Wissen

Tipp: Wer ein absolut perfektes Ergebnis erzielen möchte, walzt die Wand mit verdünnter hochglänzender Latexfarbe. Dies verfestigt zum einen den Untergrund, hilft beim späteren Tapeten ablösen, hat aber den großen Vorteil, dass dirch den Glanz nun Unebenheiten deutlich sichtbar werden. Jetzt erneut vorsichtig spachteln und schleifen. Nach Trocknung auf Wunsch nochmals Latexfarbe rollen. Nun sollte die Wand perfekt aussehen. 

Nachbehandlung

Wer die Wand nicht mit Latex streichen möchte, sollte auf jeden Fall vor dem Tapezieren Haftgrund oder Tapeten-Wechselgeund streichen. Beim Tapetenablösen wird sonst die Kartonschicht der Gipskartonplatte aufgeweicht und sich lösen. Hier wäre dann ein Nachspachteln nötig. Der Haftgrund macht die Oberfläche der Gipskartonplatte wasserfest, diese bleibt aber diffussionsfähig und ist dann widerstandsfähig gegen die Feuchtigkeit von Tapetenkleister oder beim Ablösen gegen Wasser und Tapetenablöser. Das Ablösen geht dadurch auch deutlich rascher.

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