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Sicherheit bei Elektroarbeiten

Sicherheitsregeln für Arbeiten an elektrischen Anlagen

 

Elektroarbeiten in Eigenregie sind nicht ganz ungefählich.

Man sollte sich im Klaren sein, das dieses "Produkt" (Elektrizität oder besser Strom) unsichtbar ist. Und das macht es auch so gefährlich. Nicht zu sehen, nicht zu riechen, nicht zu hören und vom Schmecken ganz zu schweigen.
Jährlich werden diverse Tote durch elektrischen Schlag beklagt, aber auch durch indirekte Unfälle werden sehr viele verletzt (z.B. durch Stromschlag von der Leiter gefallen, ...). Viele glauben "Das kann ich schon alleine" und vergessen dann z. B. einfach nur mal die Spannungsfreiheit zu prüfen. Den Lichtschalter nur auszuschalten reicht nicht, eventuell sollte man auch die zugehörige Sicherung abschalten und dann nochmal die Spannung prüfen (230V~).
Geeignete zweipolige Spannungprüfer (einpolige Phasenprüfer sind nicht zugelassen) kann man in den Elektrofachmärkten erwerben. Mit einem sogenannten Universalmessgerät (Multimeter) geht dies auch (vorausgesetzt man hat die richtige Einstellung gewählt).

 

Fünf Sicherheitsregeln

Die häufigsten Unfallursachen bei Arbeiten an der Hauselektrik begründen sich auf nichtbeachten der folgenden fünf Sicherheitsregeln:

  • Freischalten   
  • Gegen Wiedereinschalten sichern
  • Spannungsfreiheit feststellen
  • Erden und Kurzschließen
  • Benachbarte,spannungsführende Teile abdecken 

 

Was ist damit gemeint:

Freischalten

der  Stromkreis an welchem gearbeitet werden soll, wird spannungsfrei geschaltet z.B. durch Herausdrehen der Sicherung oder das Ausschalten des Automaten. Bei Arbeiten an Maschinen oder Geräten muss der Stecker gezogen werden.

Wegen der Unfallgefahr ist das Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen VERBOTEN! Selbst Elektrofachkräfte dürfen dies nur in Ausnahmefällen und nur mir einer Zusatzausbildung. Selbst da kommt es noch zu Unfällen!

 

Gegen Wiedereinschalten sichern

bedeutet zu verhindern, dass jemand anderes - während man an einem Stromkreis arbeitet, diesen wieder einschaltet. Verhindern kann man dieses mittels eines gut sichtbar angebrachten Schildes an der Verteilung, einem Klebestreifen über den Schalter des Automaten  und/oder Absperren der Tür des Raumes mit dem Sicherungskasten. 

 

Spannungsfreiheit feststellen

mittels einem richtigen Spannungsprüfer oder einem Messgerät (Multimeter) wird am Arbeitsort an allen Adern kontrolliert ob diese nun wirklich stromlos sind. Vor der Messung sollte die Funktion des Messgerätes sichergestellt werden. Als geeigentes Messinstrument sei hier der Duspol erwähnt, auf gar keinen Fall einen Spannungsprüferschraubendreher verwenden.

 

Erden und Kurzschließen 

dient der weiteren Absicherung gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten. Eine für dem Heimwerker einfache Methode, dies durchzuführen , ist an einem 3poligen Stecker alle 3 Adern unter einer Klemme zusammen zu klemmen und in eine zu dem Stromkreis gehörende Steckdose zu stecken (Auf jeden Fall zuerst die Punkte 1-3 abarbeiten, da ansonsten eine Beschädigung der Steckdosenkontakte nicht auszuschließen ist). Wichtig vor dem Wiedereinschalten der Sicherung unbedingt diese Maßnahme wieder rückgängig machen, da ansonsten die Sicherung beschädigt werden kann (Kurzschluß)!

 

Benachbarte, spannungsführende Teile abdecken

dies sollte man dann tun, wenn mehrere Stromkreise zusammenkommen und man nicht alle spannungsfrei schalten kann. Diese spannungsführenden Teile müssen dann mit einem geeigneten isoliertem Berührungsschutz abgedeckt werden. Dies sollte im Heimwerkerbereich allerding eher seltenst vorkommen.

 

Generelles 

Generell gilt für den Nichtfachmann - das Berücksichtigen dieser 5 Regeln schützt nicht vor Fehlern bei der Installation, sonder bewahrt nur vor den Gefahren eines tödlichen Stromschlages. Elektroistalltionen sollten nicht von Laien durchgeführt werden. Die wenigsten Versicherungen zahlen bei selbstverschuldeten Bränden und Verletzungen. Dann doch lieber mal ein paar Euro für den Fachmann investieren, als das eingen Leben oder das anderer zu riskieren.

 


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