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Schmiermittel

Hauptaufgabe aller Schmiermittel ist es die Reibung zwischen zwei Bauteilen zu minimieren. Dadurch wird der Verschleiß der Bauteile herabgesetzt und so die Kosten für die Instandhaltung verringert. Dies wird erreicht indem genügend Schmiermittel in die Berührungsbereiche der beiden Bauteile eingebracht wird. Dadurch entsteht aus der Haft- bzw. Gleitreibung eine Schmierreibung.
Schmiermittel lassen sich nach ihrem Aggregatzustand in Gruppen einteilen. Hauptunterscheidungsmerkmal ist ihre Viskosität.
 

Gasförmige Schmiermittel


Als gasförmiger Schmierstoff kann Luft eingesetzt werden. An besonders schnell laufenden Wellen kann ein Luftpolster die Reibung der Lagerstellen gegeneinander heruntersetzen. Durch die geringe Viskosität ändern sich die Gleiteigenschaften der Luft fast nicht mit steigender Temperatur.
Für den Heimwerker ist eine Luftlagerung nur sehr schwer zu realisieren.

Flüssige Schmiermittel


Schmieröle


Flüssige Schmierstoffe werden in Mineralöle und synthetische Öle eingeteilt. Mineralöle werden durch Destillation aus Erdöl hergestellt. Durch Zugabe von Additiven werden die Eigenschaften des Öls auf den Einsatszweck angepasst. Mineralöle enthalten durch Ihre Produktion unerwünschte Verunreinigungen.

Synthetische Öle werden aus Kohlenwasserstoff-Ketten oder Silizium-Verbindungen hergestellt. Durch den Aufbau der Schmiermittel aus reinen Stoffen enthalten diese keine Verunreinigungen.
Um die Schmiereigenschaften nicht zu zerstören dürfen Mineralöle und synthetische Öle  nicht miteinander vermischt werden.
Schneidöle werden als Schmierstoff zwischen Werkzeug und Werkstück eingesetzt. Diese ermöglichen z.B. beim Gewindeschneiden eine Kraftersparnis und schonen das Werkzeug vor frühzeitigem Verschleiß.

Schmierfette


Um ein wegfließen der Schmieröle zu verhindern werden diese in Eindickmitteln gebunden. Diese saugen das Öl wie ein Schwamm auf und geben es bei Bedarf an die Schmierstelle wieder ab. Dadurch ist die Schmierung von Lagern in jeder Einbaulage möglich.
Schmierfette sind wasserabweisend und verhindern so die Korrosion in den Lagerzonen. Sie verhindern das Eindringen von Schmutz in die Lagerstelle und ermöglichen durch ihren hohen Schmiermittelvorrat den Bau von wartungsfreien Lagern.

Feste Schmiermittel


Als feste Schmiermittel werden Graphit und Molybdänsulfid (MoS2) eingesetzt. Sie ermöglichen bei besonders hohen Belastungen und kleinen Geschwindigkeiten das zuverlässige Schmieren der Lagerstellen. Dies wird durch das Gleiten von kleinsten Partikeln aufeinander erreicht.  Wälzlager können nicht mit Festschmierstoffen geschmiert werden, da diese Klümpchen bilden können.
Der Kunststoff PTFE (Teflon) kann ebenfalls durch seine Eigenschaften als Schmiermittel eingesetzt werden. In Teflonsprays liegt PTFE in Lösung vor. Es ist möglich und üblich bei entsprechend geringen Belastungen Lager vollständig aus PTFE herzustellen.


Bei der Wahl eines geeineten Schmierstoffes gilt,

  • je höher die Belastung
  • je niedriger die Geschwindigkeit 
  • je höher die Temperatur

der Lagerpartner zueinander ist, desto zähflüssiger muss der Schmierstoff sein.

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