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Schleifen von Holz

Werkzeuge


Bandschleifer


Der Bandschleifer eignet sich besonders zum Schleifen in Faserrichtung. Beim Arbeiten mit dem B. ist darauf zu achten, daß er nicht verkantet wird und in leicht kreisender Bewegung längs zur Faser ohne Druck geführt wird. Gehalten wird er mit beiden Händen. Erbringt bei sachgemäßer Anwendung beste Oberflächengüte (Ebenheit), findet aber seine Grenzen bei welligem Material.


Bohrmaschine


In die Bohrmaschine kann ein Schleifteller oder eine Lamellenrolle eingespannt werden. Der Schleifteller eignet sich gut zum Entfernen von Farbresten oder zum Einschleifen von kleinen Vertiefungen.
Die Lamellenrollen sind geeignet, um an schwer zugänglichen Stellen zu schleifen.
Für beide gilt mäßige bis schlechte Oberflächengüte (Ebenheit).
Deltaschleifer (und Multifunktionsgerät)Der Deltaschleifer (schwingende Bewegung) und das Multifunktionsgerät (oszillierende Bewegung) eignet sich, um in Ecken und Kanten, in die andere Schleifgeräte nicht kommen, zu schleifen. Großflächige Teile lassen sich nur schwer und mühsam mit diesen Geräten bearbeiten; außerdem wird die Oberfläche nicht eben.


Exzenterschleifer

Der Exzenterschleifer vereinigt die schwingende Bewegung des Schwingschleifers mit der kreisenden Bewegung des Schleiftellers. Er ist geeignet für hohen Abtrag zum Erreichen mäßiger Oberflächengüte (Ebenheit).
 

Schleifklotz

 


Im Handel sind diese meist aus Kork; man kann sich aber auch aus Holz einen herstellen. Um den Schleifklotz wird das Schmirgelpapier (oder –leinen) gezogen und in Faserrichtung geschliffen. Diese mühsame Arbeit ist nur für die Feinbearbeitung gedacht, ergibt aber beste Oberflächen. Für schmale Fugen kann das Papier auch über ein entsprechend dickes Blech oder eine Leiste gezogen werden, mit dem dann die Fuge innen geschliffen werden kann.


 Schwingschleifer

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Der Schwingschleifer schwingt, wie der Name sagt in kreisender Bewegung. Er ergibt mäßige bis gute Oberflächen (Ebenheiten).

Winkelschleifer


Geeignet in Verbindung mit Fächerscheibe für großen, schnellen Abtrag bei schlechter Oberflächengüte (Ebenheit).
In Verbindung mit einem Schleifteller ähnliche Ergebnisse, wie mit der Bohrmaschine, jedoch wesentlich schnellerer Abtrag und damit Gefahr des Verbrennens des Werkstückes und Gefahr von Dellen im Holz. Auch bei Schleifteller nur mäßige bis schlechte Oberflächengüte (Ebenheit).


Schleifmittel


Schleifmittel gibt es in (fast) jeder Körnung, wobei die Körnung >K< in Mesh (Anzahl der Maschen eines Siebes per Zoll) angegeben ist. Je niedriger die Zahl, desto gröber die Körnung. Praktische Bedeutung haben hier Körnungen zwischen 60 (40) bis 220.

Schleifbänder


Schleifbänder gibt es in Körnungen K40 - K 220. Sie werden in den Bandschleifer gespannt. Zu beachten ist die Laufrichtung, die mit Pfeilen auf der Innenseite angegeben ist.


Delta-Pads


Delta-Pads gibt es von K60-K220. Die Pads haben Löcher, die mit den Absauglöchern der Aufnahme korrespondieren, um durch Staubsauger eine Absaugung des Schleifstaubes zu ermöglichen. Die Rückseite ist mit Filz kaschiert, um an der Klettaufnahme des Schleiftellers zu haften. Sie sind nur für Delta- oder Multifunktionsgeräte geeignet.


Fächerscheibe


Die Fächerscheibe besteht aus fächerförmig angeordneten Lamellen, die kreisförmig angeordnet sind. Da sich im Gebrauch die Lamellen abnutzen, steht immer eine Lage bester Abrasivität zur Verfügung. Somit ist die Gebrauchseigenschaft bis zur fast völligen Abnutzung gegeben, anders, als bei flächig angreifenden Schleifmitteln (Schleifscheibe, Delta-Pad, Schleifband etc., die sich mit der Zeit abnutzen oder zusetzen können.) Die Fächerscheibe wird wie eine Trennscheibe auf den Winkelschleifer gesetzt. Es gibt sie in Körnungen von K40 – K180


Lamellenrolle


Die Lamellenrolle ist zum Einsatz in der Bohrmaschine oder einem anderen Gerät mit Backen-Spannfutter gedacht. Es lassen sich damit gut Innenkurven bearbeiten. Es gibt sie in K40 – 80. (Feinere Körnungen sind dem Verfasser nicht bekannt.)


Schleifteller-Pads

Schleifen von Holz mit einem Bandschleifer, Deltaschleifer, ... 1-2-do Wissen
Schleifteller gibt es zur Aufnahme am Winkelschleifer (da ist in dem Teller ein Innengewinde für die Winkelschleifer-Spindel vorhanden), oder zur Aufnahme im Bohrfutter der Bohrmaschine (mit einem Dorn, meist 6mm Ø). Die Rückseite ist mit Filz kaschiert, um an der Klettaufnahme des Schleiftellers zu haften. Pads für Exzenterschleifer haben zusätzlich Löcher, um die Staubabsaugung zu ermöglichen.

Es gab früher auch Schleifteller, bei denen die Schmirgelscheibe mittels einer Scheibe und Schraube befestigt wurde. Dieses System hatte den Nachteil, daß sich die Scheibe nicht plan an den Teller schmiegte und somit während des Gebrauchs Falten warf und schließlich riß. Deswegen ist man von diesem System abgekommen.

Schmirgelpapier (Schmirgelleinen, Flintpapier)

Schleifen von Holz mit einem Bandschleifer, Deltaschleifer, ... 1-2-do Wissen Schleifen von Holz mit einem Bandschleifer, Deltaschleifer, ... 1-2-do Wissen
Schmirgelpapier gibt es handelsüblich in Körnungen von K30-K600, wobei die Körnungen >300 stets auf Leinen – neuerdings auch auf Folie – gezogen sind; man spricht dann von Polierleinen.


Schwingschleifer-Pads


Rechteckig, sonst wie Delta-Pads. == Schleifen von Flächen == Im Folgenden gehen wir an die Bearbeitung einer Tischplatte heran. Wir überlegen, welche Schritte zu unternehmen sind, um mit geringstem Aufwand ein bestes Ergebnis zu erzielen.


Wahl des Werkzeuges


Die Wahl des Werkzeuges hängt davon ab, welche Oberflächenbeschaffenheit sich uns bietet. Ist die Oberfläche stark verwittert oder hat tiefe Rillen oder Kratzer, ist ein aggressiveres Mittel angesagt, als wenn nur die ansonsten unbeschädigte Politur entfernt werden soll. Auch ist zu bedenken, ob die Platte massiv oder furniert ist.

Massive Platte, viele Oberflächenfehler


Zum Bearbeiten wird zunächst der Schleifteller und die Fächerscheibe verworfen. Die Platte soll planeben werden, und da bietet sich wegen der höheren Leistung der Exzenterschleifer als erster Bearbeitungsschritt an.
1. Je nach Tiefe der Dellen kann mit K40 oder K60 begonnen werden. Der Schleifer wird in kreisender Bewegung mit leichtem Druck über die gesamte Oberfläche geführt, bis die tiefsten Dellen eingeebnet sind. Hat das Holz überall eine gleichmäßige Struktur und Farbe, kann der nächste Schritt folgen:
2. Mit dem Bandschleifer (mit dem auch der erste Schritt vollzogen werden könnte) wird mit K60-K80 in Richtung der Maserung beidhändig geführt in leicht kreisenden und langgezogenen Linien geschliffen. Vertiefungen werden an der Ansammlung von Schleifstaub an einigen Stellen erkannt. Es wird solange geschliffen, bis sich letztere nicht mehr zeigen.
3. Danach wird das Band gegen ein mit K180-K220 getauscht und der Schleifvorgang erneut aufgenommen. Es wird solange geschliffen, bis mit der Hand beim Hinüberstreichen keine rauhen Stellen mehr zu spüren sind.
4. Die Platte wird entstaubt und mit einem mit Wasser stark angefeuchteten sauberen Lappen abgewischt. Dadurch richten sich die kurzen Fasern, die beim Schleifen entstanden sind, beim Trocknen auf
5. Mit einem Schleifschwamm wird in Faserrichtung die Platte abgezogen. Um noch bessere Ergebnisse zu erreichen, kann Punkt 4 und 5 wiederholt werden. Jetzt ist die Platte zur Oberflächenbehandlung fertig und kann geölt, gewachst, gebeizt und poliert, oder lackiert werden.

Massive Platte, keine Oberflächenfehler


Punkt 2-5 befolgen.

Furnierte Platte


Punkt 3-5 befolgen; aber aufpassen, daß das Furnier nicht weggeschliffen wird (das geht sehr schnell!).

 Weitere Hilfsmittel


Schleifschwamm


Der Schleifschwamm beseitigt feinste Fasern, die sich nach dem Schleifen mit anderen Mitteln noch zeigen. Die Verwendung ist der letzte Arbeitsvorgang.


Projekte

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