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Schimmel den Garaus machen

Schimmel den Garaus machen

Schimmel den Garaus machen 1-2-do Wissen

Schimmel in der Wohnung ist nicht zu unterschätzen. Häufig sehen Bewohner über kleine Stellen hinweg, wenn allerdings Kinder oder Familienmitglieder mit einem geschwächten Immunsystem dort leben, sollte dieser sofort entfernt werden. Gesundheitliche Probleme wie Asthma, Allergien oder häufige Erkältungen können sonst die Folge sein. Allerdings ist es immer notwendig, die Ursache für den Schimmel zu finden, damit er nicht zurückkehrt.

Gründe für Schimmelbildung

Es gibt verschiedene Gründe, warum es zu schwarzen Flecken an Wänden und Fugen kommen kann.

  • Falsches Lüften
  • und Baumängel

zählen zu den wichtigsten Ursachen. Generell kann gesagt werden, dass die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zu hoch ist. Der Schimmel kann sich unter solchen Bedingungen gut vermehren.

Baumängel sind oft vorhanden, wenn es zu dem lästigen Gast kommt. Wer in seiner Wohnung oder dem Haus darunter leidet, sollte die Dämmung überprüfen lassen. Ist sie nicht ausreichend, kann kalte Luft von außen in die Wand gelangen. Mit der Hand abgetastet, fühlt sie sich relativ kühl an.

Kalte Wände vermeiden

Die Feuchtigkeit, die sich im Raum befindet, lässt sich an der kalten Wand nieder und begünstigt dort das Klima für den Schimmel. Es ist dann sinnvoll, mit einem speziellen Feuchtigkeitsmessgerät nachzumessen und bei einem negativen Ergebnis, die Dämmung zu verbessern. Zwar scheint eine Sanierung im ersten Augenblick teuer zu sein, nicht vergessen werden darf allerdings, dass dadurch die Heizkosten sinken und sich die Ausgabe relativ schnell amortisiert hat.

Wärmebrücken sind ein Ort, an dem ebenfalls schnell Schimmel auftreten kann. Rollladenkästen, Fenster oder Balkontüren sind Bereiche, in denen die Dämmung oft mangelhaft ist und dadurch Kälte eindringen kann. Hier sammelt sich schnell Feuchtigkeit an und führt zu Schimmelbildung.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur  überprüfen

Wurden Baumängel ausgeschlossen, muss das eigene Lüftungsverhalten überprüft werden. Dafür sollte ein Feuchtigkeitsmessgerät im Raum aufgestellt und über mehrere Tage die Luftfeuchtigkeit beobachtet werden. Ein solches Gerät ist nicht teuer; schon ab 15 Euro sind sie im Handel erhältlich und erfüllen voll und ganz ihren Zweck. Zwar gibt es im Sommer und Winter unterschiedliche Empfehlungen für die Höhe der Feuchtigkeit, als maximale Grenze sollte jedoch 60 Prozent eingehalten werden, die nur kurzfristig überschritten werden sollte. Es ist sehr interessant zu beobachten, wie sich das Kochen in der Küche oder das Aufstellen eines Wäschetrockners auf die Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer auswirken kann.

Doch nicht nur die Feuchtigkeit spielt eine Rolle, auch die Raumtemperatur ist wichtig. Liegt sie unter 16 Grad, werden die Wände zu kalt und Wasser kann sich daran ansammeln. Ideal gelten Werte zwischen 19 und 21 Grad, der Aufenthalt wird dann als angenehm empfunden. 

Wer sich dazu entschlossen hat, sein Haus zu sanieren, kann sich überlegen, eine automatische Lüftungsanlage installieren zu lassen. In regelmäßigen Abständen wird dann gelüftet, ohne dass sich die Bewohner darüber Gedanken machen müssen.

Schimmel in Zukunft vermeiden

Ist das Kind jedoch bereits in den Brunnen gefallen und hat sich Schimmel gebildet, muss er entfernt werden. Kleine Ecken können selbst behandelt werden und mit hochprozentigem Alkohol abgerieben werden. Da allerdings hinter einer Tapete unbemerkt eine weitere Ausbreitung stattfinden kann, ist es sicherer, sie zu entfernen, den Schimmel zu beseitigen und neu zu tapezieren. Unter „Richtig Schimmel entfernen - Tipps der Feuchteklinik® aus Berlin“ gibt es weitere Ratschläge, wie Bewohner nun vorgehen sollten.

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Richtiges Lüften ist ohne eine automatische Lüftungsanlage das A und O.

  1. Schränke, Bücherregale und andere hohe Möbel sollten nie direkt an einer Wand stehen. Es ist notwendig, dass der Abstand mindestens fünf Zentimeter beträgt, damit die Luft ausreichend zirkulieren kann.
  2. In Wohnungen ohne Außenbereich sowie im Winter wird nasse Wäsche oft in der Wohnung getrocknet. Sofern ein Trockenraum in einem Mehrfamilienhaus vorhanden ist, sollte er unbedingt genutzt werden, da der Feuchtigkeitsgehalt in den Wohnräumen sonst stark ansteigt und viel gelüftet werden muss.
  3. Wird gekocht, geduscht oder gebadet, müssen extra Lüftungen durchgeführt werden. Sinnvoll ist es im Bad, die Fliesen und Scheiben mit einer Gummilippe abzuziehen und so Wasser zu entfernen.
  4. Mehrmals täglich muss außerdem im kompletten Wohnraum die Luft ausgetauscht werden. Es reicht nicht aus, die Fenster zu kippen. Dadurch gelangt nur wenig Feuchtigkeit nach außen und die Wände kühlen unverhältnismäßig stark aus. Stattdessen werden in mehreren Räumen die Fenster weit geöffnet, sodass ein Luftzug entstehen kann. Nach fünf bis zehn Minuten können die Fenster geschlossen werden. Man spricht von einer Querlüftung.
  5. Soll nur ein Zimmer zwischendurch gelüftet werden, wird die Tür geschlossen und das Fenster weit gelüftet – da der Austausch jetzt nicht so groß ist, muss die Dauer um einige Minuten verlängert werden. Dies ist die Querlüftung.

 

Bild1 : flickr.com © GSW Immobilien (CC BY 2.0)

Bild2: flickr.com ©  ~konny (CC BY 2.0)

 


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