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Schaumglas

Schaumglas

 

Allgemeine Informationen:

Schaumglas ist ein aus silikatischem Glas durch Zugabe von Treibmitteln (Kohlenstoffpulver)

werksmäßig aufgeschäumter, geschlossenzelliger Dämmstoff und gehört unter den

anorganischen Dämmstoffen zur Gruppe der mineralischen Schaumstoffe. Die Dämmwirkung

wird durch ruhende Gase in den abgeschlossenen Zellen erzeugt.

 

Lieferform:

Platten, Rohrschalen, Granulat

 

Anwendungsbereiche im Bauwesen:

Wärmedämmung von Wänden, Flachdächern, Böden und Decken, Perimeterdämmung

(auch im Grundwasser).

Granulat: Trockenschüttung, Hohlraumdämmung in Dach, Wand, Boden, Decke.

*aufgrund der Dampfdichtigkeit als Flachdachdämmung ohne Dampfsperre möglich.

Technische Daten (Auswahl):

 

Platten Granulat (lose Schüttung)

Rohdichte [kg/m³]: 110 - 165 ca. 170 - 370

(Schüttgewicht)

Wärmeleitfähigkeit [W/(mK)] 0,040 - 0,055 0,070

Dampfdiffusionswiderstand dampfdicht, wasserdicht -

Wasseraufnahme [%] 0 k.A. (gering)

Baustoffklasse: A1 A1

B2 (mit bitumenverklebten

Kaschierungen)

Druckfestigkeit [N/mm²]: 0,7 - 1,7 (hoch) 0,8 - 1,6 (hoch)

Färbung: schwarzbraun durch überschüssigen Kohlenstoff

Beständigkeit: resistent gegen Säuren (außer Fluorwasserstoffsäure),

organische Lösemittel, Verrottung,

Ungeziefer, Pilzbefall.

 

Rohstoffe:

Hauptbestandteile: Kalk-Natron-Glas: 41 M-%

Quarzsand 22 M-%

Kalifeldspat 17 M-%

Kalk 17 M-%

Soda 3 M-%

Eisenoxid

Rezyklat: Altglas (> 51 Gew.-% ® Umweltzeichen)

Verwertung von Produktions- Glasstaub (aus dem Zuschneiden der Platten)

abfällen:

Bindemittel: keine

Schäumungsmittel: Kohlenstoffpulver

Zusätze: Schwefelverbindungen

Kaschierungen: z.T. Papier, Pappe, Kunststoff- oder Metallfolien

 

Energieaufwand:

Graue Energie

Schaumglas 59 MJ/kg (= ca. 6.195 - 9.735 MJ/m³)

(Platten, Rohdichte 105 - 165 kg/m³)

Der geringe Wirkungsgrad des elektrischen Stroms und der zweistufige Produktionsprozess

führen zu einem vergleichsweise hohen Wert der Grauen Energie.

Quelle: Büro für Umweltchemie (Hrsg.): Graue Energie von Baustoffen, 1998, Zürich

 

Verarbeitung:

Beim Schneiden von Schaumglas werden Zellgase (CO2, H2S) freigesetzt. Die Menge an

freigesetztem CO2 ist im Vergleich zur ausgeatmeten Menge vom Menschen im gleichen

Zeitraum jedoch äußerst gering und nicht relevant.

Durch die Freisetzung von H2S kann ein leichter Geruch nach faulen Eiern auftreten:

Geruchsschwelle: 0,025 ppm                Augenreizungen: > 20 - 150 ppm

MAK-Wert: 10 ppm (wird beim Zuschneiden von Schaumglas-Platten nicht

erreicht)

Der bei der Bearbeitung entstehende Staub kann Augen, Atemwege und Haut reizen,

entsprechende Schutzmaßnahmen (u.a. Filter, Handschuhe) sind vorzusehen.

MAK-Wert:

Allgemeiner Staubgrenzwert 6 mg/m³

Die Verklebung von Schaumglas mit Heißbitumen bzw. mit Kaltklebern auf

Bitumenemulsionsbasis kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.


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