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Sauna-Bau Rat von Experten

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen

So kommt man zur eigenen Sauna

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen
Der einfachste Weg zur Sauna führt sicher über einen spezialisierten Fachbetrieb, der die Wellness-Oase fix und fertig ganz nach Wunsch der neuen Eigentümer einbaut. Das ist bequem, bringt aber auch zwei Nachteile mit sich: Eine individuelle Heimsauna vom Profi kostet eine ordentliche Stange Geld, und sich etwas aufbauen zu lassen, was man selbst realisieren kann, geht für viele passionierte Selbermacher definitiv gegen die Heimwerker-Ehre.

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenWas ist also an Eigenleistung möglich, und wie kommt man zur selbstgebauten Sauna? Schnell aufgebaut und für viele Raumsituationen geeignet ist eine Element-Sauna. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion aus vorgefertigten Wand- modulen. Sie bestehen wie die Wände eines Fertighauses aus einer Außenschale, einer Innenschale und einer dazwischen eingebrachten Dämmschicht samt hitzefester Feuchteschutzfolie. In einem Bausatz sind oft auch die Inneneinrichtung und der Saunaofen samt Steuerung enthalten. Der eigentliche Aufbau ist leicht zu bewältigen und ähnelt sich bei den meisten Fabrikaten: Man setzt die Wandelemente auf einen Grundrahmen, verschraubt sie miteinander, montiert Dach und Dach- rahmen, legt gegebenenfalls Bodendielen ein und montiert die Tür, dann steht bereits der Rohbau. Mit den Saunabänken und dem Ofen wird die Sache komplett. Wer sorgfältig arbeitet, dürfte selbst als Einsteiger keine Probleme haben, denn die Montage ist kaum schwieriger als der Aufbau eines Schranks vom Möbeldiscounter.


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Ein Fall für den Fachmann: Der Ofen

Respekt gebührt allerdings dem Anschluss des Saunaofens. Hier sind nicht selten 400-Volt-Anschlüsse im Spiel, aber auch die normale Haushaltsspannung von 230 Volt kann bei unbedachtem Umgang schon lebensgefährlich werden.

Bedenkt man außerdem, dass die Anlage später in einer feuchten Umgebung dauerhaft sicher funktionieren muss, dann liegt es auf der Hand, dass der Arbeitslohn für einen professionellen Elektriker gut angelegt ist.
Der sollte dann auch gleich eine für Saunen geeignete und VDE- geprüfte Innenbeleuchtung installieren.

Platz muss sein

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenVoraussetzung für jede Heimsauna ist zunächst ausreichend Platz. Eine sehr kleine Saunakabine wird auch in ein größeres Bad passen, der Spielraum wird dort aber schon sehr eng, wenn mehr als ein bis zwei Personen die Sauna nutzen. Pro Person sollte man mit einer Innenfläche von 1 bis 1,5 m2 rechnen. Hinzu kommt noch genügend Bewegungsraum zum Verlassen und Betreten der Sauna und natürlich die Stellfläche für die Wände. In sehr vielen Fällen wird ein Kellerraum oder auch ein Dachraum der geeignete Ort fürs heimische Schwitzen sein. Stimmen muss die Stehhöhe, denn in einem sehr niedrigen Raum wird der Einbau umständlich. Außerdem sollte eine Entlüftung möglich sein, am besten durch ein Kellerfenster direkt ins Freie. Und schließlich muss vor Ort Strom liegen. Dabei sollte man von vornherein ermitteln, welche Leistung der Saunaofen benötigt, damit je nach Bedarf ein einphasi- ger Anschluss mit 230 Volt oder ein dreiphasiger mit 400 Volt vorbereitet werden kann. Außerdem muss die Leitung ausreichend abgesichert sein. Bei all dem berät der Elektriker.

Mehr Komfort geht immer

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenWer mehr Komfort möchte, kann ihn jederzeit haben. Dazu zählt beispielsweise eine Dusche oder als kleiner Luxus sogar ein Abkühlbecken. Für diese Einrichtungen müssen dann natürlich auch entsprechende Wasser-Installationen gelegt werden. Eine Liege zum Ent- spannen ist ebenfalls angenehm. Zwingend sind diese Einrichtungen nicht, denn man kann zum Abkühlen auch durchs Haus ins Bad gehen und die Ruhephase ins Wohn- oder Schlafzimmer verlegen. Manch einer wird hier wohl stufenweise vorgehen – erst die Sauna bauen, dann nach und nach für mehr Komfort sorgen. Voraussetzung: Für Dusche, Liege & Co sollte ebenfalls Platz vorhanden sein.

Elementsauna oder Massivsauna?

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenAnspruchsvoller im Aufbau und auch etwas teurer als die Elementsauna ist eine Massivsauna oder Masssivholz- sauna. Ihre Wände bestehen aus meist etwa 40 bis 55 mm starken, zuweilen auch dickeren Blockbohlen. Sie wird deshalb je nach Anbieter häufig auch als Block- bohlensauna bezeichnet. Eine Dämmung enthalten die Wände nicht.

Zuweilen gibt es Meinungsverschiedenheiten über das Klima in den genannten Saunatypen. Fest steht: In beiden kann man problemlos schwitzen. Der Unter- schied: Die dicken Holzschichten in einer Massivsauna speichern mehr Wärme und brauchen deshalb mehr Hitze beim Aufheizen. Deshalb sollte man den Ofen etwas größer dimensionieren als bei einer Element- sauna, damit man nicht zu lange auf den Saunagang warten muss. Dafür halten die Blockbohlen die Hitze auch länger als eine Elementwand. In der Elementsauna ist es genau umgekehrt: Sie heizt sich schnell auf, die vor der Dämmung sitzende relativ dünne Innenwand aus Profilhölzern oder Schichtstoffplatten kühlt aber auch ebenso schnell ab. Zudem wird der Elementsauna nachgesagt, die Wände strahlten die Hitze direkter in den Raum zurück, was Anhänger der Massivsauna als angenehmer empfinden. 

Für die Elementsauna spricht, dass sich die Konstruktion herstellerseits leichter an die Verhältnisse des umge- benden Raums anpassen lassen, etwa bei der Anpassung an Grundrisse oder Dachschrägen. Hier müssen die Anbieter von Massivsaunen noch aufholen. Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenEin weiterer Vorteil der Elementsauna: Die Außenschale kann aus sehr verschiedenen Materialien errichtet werden. Denkbar wäre beispielsweise auch Gipskarton, dann könnte man die Sauna außen fliesen, was die Integration einer Kabine in ein größeres Bad erleichterte.

Wenn gar kein Platz im Haus ist

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen Wer weder ein großes Bad besitzt noch einen freien Raum im Keller oder unterm Dach, der muss den Wunsch nach der eigenen Sauna nicht gleich abschreiben. Das heißt: sofern er noch ein Plätzchen im Garten frei hat. Dann nämlich bleibt immer noch die Möglichkeit, eine Saunahütte zu bauen.
In Finnland oder Osteuropa ist das sogar der beliebteste Weg zur Sauna, und warum sollte er nicht auch bei uns funktionieren? Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern, die fertige Saunahütten oder Bausätze dafür anbieten. Der Bau wird aufwendiger und teurer als eine Innensauna, denn man braucht dafür ein Fundament, und der Bau muss beständig gegen Witterungseinflüsse sein. Zudem muss die Stromversorgung mit einem fachmännisch verlegten Erdkabel gesichert werden.Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen Andererseits ist im Freien natürlich die Entlüftung kein Problem. Und ein Abkühlbecken anzulegen, dürfte geübten Heimwerkerinnen und Heimwerkern ebenfalls nicht schwer fallen.

Das richtige Material für den Saunabau

Bei der selbst gebauten ebenso wie bei der fertig gekauften Sauna entscheidet das verbaute Holz über die Lebensdauer und Stabilität, aber auch über die Gebrauchseigenschaften der fertigen Konstruktion.
Das klassische Material für die Innenverkleidung bei Elementsaunen und für die Blockbohlen bei Massivsaunen bilden Nadelhölzer, die in kälteren Regionen gewachsen sind. Dazu zählen beispielsweise die nordische (skandinavische) Fichte oder die kanadische Hemlock-Tanne. Die Bäume wachsen im kühlen Klima langsamer als in unseren Breiten, und das wiederum führt beim Holz zu feineren Jahresringen und einer höheren Dichte. Gerne verwendet wird auch die Douglasie mit ihrer lebhafteren Maserung.
Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen
Etliche Holzarten können Äste aufweisen, bei der Fichte ist das Risiko besonders hoch. Kleinere, fest eingewachsene Äste verursachen in der Regel keine Probleme, doch größere Äste, die sich mit der Zeit lockern können, sind potenzielle Schwachstellen. Deshalb solltest Du schon beim Kauf auf astfreie Ware achten. Wenn Du das Holz selbst verarbeitest und dabei erst einen größeren Ast entdeckst, bohre ihn am besten aus und leime an der Stelle einen passenden Querholzdübel ein. Eher unschön als schädlich sind dagegen Harzflecken oder offene Harzgallen – sie sind ein Hinweis darauf, dass der Lieferant das Holz nicht sorgfältig genug ausgesucht hat.
Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenFür den Saunabau werden heute auch Mehrschichtplatten verwendet. Meist sind sie ebenfalls aus Nadelhölzern gefertigt, sie können aber auch aus Buche oder Birke bestehen. Das kann optisch sehr reizvoll sein und wirkt in jedem Fall weniger rustikal als ein Aufbau aus Profilhölzern oder kräftigen Bohlen. Auch bei einem Selbstbau kannst Du solche Platten verwenden, dann musst Du jedoch darauf achten, dass diese Platten auch wasserfest verleimt sind.Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen
Für Liegen und Bänken innerhalb der Sauna sollten unbedingt leichte Weichhölzer verarbeitet werden. Offenporiges Holz mit lockerem Gefüge leitet wenig Wärme. Baut man eine Saunabank aus Hartholz, dann läuft man Gefahr, sich daran zu verbrennen. Üblich sind für die Sitzgelegenheiten in der Sauna Holzarten wie Pappel, Espe oder das afrikanische Abachi-Holz. Die Eigenschaften dieser Hölzer bei Verarbeitung und der späteren Verwendung ähneln einander – Du kannst also bei der Auswahl ganz nach dem Aussehen entscheiden. Achte unbedingt auch auf gut gehobelte, splitterfreie Ware!

Saunabänke, Griffe, Türen…

Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do WissenBei der Dimensionierung der Sitzgelegenheiten sollte man sicherheitshalber mit einer Belastung von etwa 200 kg je laufendem Meter rechnen – auch schwere Menschen sollen sich in der Sauna wohlfühlen. Um die Reinigung zu erleichtern, baue die Inneneinrichtung am besten so ein, dass sie sich leicht herausnehmen lässt.
Außer Holz kommen beim Saunabau nur wenige andere Materialien zum Einsatz. Grundsätzlich sollten alle berührbaren Teile, die der Wärme ausgesetzt sind, aus Holz oder einem anderen wenig wärmeleitenden Material bestehen. Relativ häufig verwendet man noch Türen aus Glas oder mit Glaseinsätzen. Metalle hingegen finden sich in der Sauna höchstens am Ofen, anderswo sollte man Metall meiden. Besonders wichtig: Verwende innen keine metallenen Türgriffe. Für den Saunabau gibt es Griffsätze, bei denen das Innenteil aus Holz und der Außengriff aus Metall gefertigt ist. Beide Teile sind thermisch voneinander getrennt, so dass man außen ein leicht zu reinigenden Griff anbauen kann, ohne beim Öffnen der Tür schmerzende Fingerspitzen zu riskieren. Sauna-Bau: 1.3 Elementsauna oder Massivsauna?1.4 Wenn ... 1-2-do Wissen

Dort, wo beim Saunabau geschraubt wird, etwa bei der Befestigung der Sitzlatten an Bänken und Liegen, kommen sinnvollerweise nichtrostende Schrauben zum Einsatz, also am besten Edelstahlschrauben. Fast überflüssig zu erwähnen, dass sie ausschließlich von unten, also von der nicht berührten Seite her verarbeitet werden dürfen.

Fotos: Abkühlbottich: djd/DW-Pool; Titel, Saunaofen, Sauna-Uhr: Klafs; Schwamm, Zuber, Schwalldusche (Bottich): Manufactum; Alle anderen Fotos: B + S Finnlandsauna.

 

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