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Pozidrive Schraube

Pozidriv ist eine registrierte Handelsmarke und bezeichnet eine Klasse von Befestigungsschrauben und Schraubendrehern mit Kreuzschlitzprofil.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Phillips-Recess-Schraube verjüngen sich bei der Pozidriv-Schraube die vier Klingen des passenden Schraubendrehers zur Spitze hin nicht, sondern sind planparallel angeschliffen. Hier besteht also kein Zusammenhang zwischen axialer Anpresskraft des Werkzeugs auf die Schraube und ihrem Anzugsdrehmoment. Beim Anschleifen der Schraubendreher-Klingen mit rotierenden Kreisscheiben bleibt an der Schraubendreher-Spitze ein zum Griff hin zunehmendes Dreiecksprofil stehen. Dieses bewirkt eine drehmomentsabhängige, im Vergleich zur Phillips-Schraube jedoch viel geringere axiale Gegenkraft, die sich weniger für eine sensible Begrenzung des Anzugsdrehmoments über den Andruck des Werkzeugs eignet, aber den Schraubendreher aus dem Schlitz treibt, bevor die Schraube bricht.
Pozidriv-Schraubendreher werden mit dem Kürzel PZ sowie einem Größenindex gekennzeichnet (in aufsteigender Größe PZ 000, PZ 00, PZ 0, PZ 1, PZ 2, PZ 3, PZ 4).
Ein Unterscheidungsmerkmal von PZ-Schrauben sind die von den inneren Ecken ausgehenden feinen Sternlinien am Schraubenkopf von Pozidriv-Schrauben, die bei Phillips-Schrauben nicht vorhanden sind. Auch wenn Pozidriv- und Phillips-Schrauben und -Werkzeuge ähnlich aussehen, passen sie nur bei der jeweils zugehörigen Sorte und Größe einwandfrei und beschädigen nicht die Schraube.
Pozidriv entstand als Weiterentwicklung des Phillips-Kreuzschlitzes für das Schrauben bei höheren Geschwindigkeiten mit drehmomentbegrenzten Maschinen. Im Metall- und Maschinenbau wird Pozidriv nur selten verwendet. Praktisch genutzt wird das Pozidriv-System heute gerne bei Senkkopfschrauben für das Handwerk, typischerweise Nagelschrauben und Spax-Schrauben. Nicht verwendet wird Pozidriv allerdings bei Schrauben mit Bohrspitze, da es nicht selbstzentrierend ist und daher Schraube und Werkzeug nicht fluchten. Im holzverarbeitenden Handwerk geht die Tendenz verstärkt zu Torx-Schrauben, da dort praktisch keine Axialkraft mehr aufzubringen ist und auch das maximal übertragbare Drehmoment höher ist.


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