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Pocket Hole/Taschenbohrung

Pocket Holes, zu deutsch Taschenbohrung, sind eine in Deutschland eher unbekannte, in den USA aber sehr verbreitete Holzverbindung. Durch Taschenbohrungen lassen sich Holzteile so miteinander verbinden, dass die Verbindung später nicht mehr sichtbar ist. Weil sie mit etwas Übung und der richtigen Ausrüstung auch von Hobbybastlern sehr leicht umzusetzen sind, erfreuen sich Pocket Holes sowohl bei Profis als auch bei Hobbyheimwerkern großer Beliebtheit.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Das Holzteil, das mit einem anderen Bauteil verbunden werden soll, wird zunächst in der gewünschten Position eingespannt und mit Hilfe einer Bohrlehre oder eines Bohrständers vorgebohrt. Eine Bohrhilfe ist hier notwendig, weil das Bohrloch meist in einem sehr flachen Winkel verläuft und ohne eine Führung nicht sauber herzustellen ist.

Im Anschluss wird mit einem größeren Holzbohrer im gleichen Winkel nur der obere Teil des Bohrloches vergrößert, sodass es später den Schraubenkopf vollständig aufnehmen kann. Durch die diagonale Bohrung ist der Schraubenkopf nach dem Festschrauben unsichtbar. Um die Bohrung ebenfalls verschwinden zu lassen kann abschließend das Bohrloch mit Holzkitt oder einem kurzen Holzdübel verschlossen und schließlich glatt abgeschliffen werden.

Mit einem speziellen Stufenbohrer können beide Arbeitsschritte in einer einzigen Bohrung durchgeführt werden. Stufenbohrer sind an der Basis breiter als an der Spitze. Dadurch entsteht eine Bohrung, die zunächst breit genug ist, um einen Schraubenkopf aufzunehmen, sich im unteren Bereich aber stark verjüngt und dadurch klein genug ist um als Führung für die Schraube zu dienen. Weitere Holzverbindungen und Tipps zum Möbelbau gibt es bei Heimwerker.de.

Pocket Hole/Taschenbohrung 1-2-do Wissen

 

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