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Natursteinbrunnen richtig pflegen

Natursteinbrunnen richtig pflegen

Wasser ist der Quell des Lebens. Es spendet Energie und steigert die innere Harmonie. Außerdem kann das Geräusch plätschernden Wassers ungemein beruhigend auf Körper und Seele wirken. Wer im Garten über ausreichend Platz verfügt, legt gerne einen Teich an. Je nach Größe und Gestaltung kann sich dort ein richtiges Feuchtbiotop entwickeln, das den heimischen Garten zum Naturparadies macht. Doch auch Brunnen haben ihren ganz eigenen Reiz. Sie benötigen meist weniger Platz als ein Teich und verbreiten ein ganz besonderes Flair. Vor allem Brunnen aus Naturstein sind optisch ein echter Hingucker und zaubern einen Hauch von Luxus in jeden Garten.

Natursteinbrunnen brauchen besondere Pflege.

Egal ob filigran oder rustikal, antik oder modern – Natursteinbrunnen passen in jeden Garten, denn sie sind die perfekte Symbiose aus Wasser, Stein und Pflanze. Damit die Wirkung dieses ganz besonderen Elementes im Laufe der Jahre nicht nachlässt, ist allerdings eine sorgfältige Pflege notwendig. Bereits beim Kauf eines Natursteinbrunnens sollte berücksichtigt werden, dass einige Materialen einen größeren Pflegeaufwand erfordern als andere. Wer wenig Zeit auf die Gartenpflege verwenden kann oder möchte, sollte dies beim Kauf bereits einkalkulieren und auf ein strapazierfähigeres Material zurückgreifen. Auf Naturstein spezialisierte Fachhändler wie Kurz Natursteine können hier eine Empfehlung aussprechen. Besonders wichtig ist allerdings, dass der Naturstein in jedem Fall frostsicher sein sollte, da der Brunnen sonst nicht im Garten überwintern kann.

Die Oberfläche eines Natursteinbrunnens reinigen

Naturstein hat eine rauere Oberfläche als die meisten anderen Materialien und ist dadurch auch anfälliger für Ablagerungen wie Schmutz, Moos und Algen. Ein Natursteinbrunnen muss deshalb besonders regelmäßig gereinigt werden, damit er seine interessante Optik nicht verliert. Dabei ist die richtige Reinigungsmethode von der genauen Beschaffenheit des Steins abhängig. Ist der Naturstein sehr robust, kann er in den meisten Fällen mit einem Hochdruckreiniger von Ablagerungen befreit werden.

Bei einem weicheren Naturstein besteht allerdings die Gefahr größerer Ablösungen und Beschädigungen. In diesem Fall sollte der Stein vorsichtshalber mit einer Bürste gereinigt werden. Naturhaarborsten eigenen sich besonders gut und schonen den Stein. Zusätzliche Pflegemittel können beim Entfernen hartnäckiger Ablagerungen helfen, allerdings sollten die Reinigungsprodukte unbedingt auf die Beschaffenheit des Steins abgestimmt sein, da es sonst zu Veränderungen der Oberfläche kommen kann. Für weniger fest sitzende Verkrustungen genügt in der Regel Wasser.

Die Oberfläche von Naturstein ist anfällig für Ablagerungen. Wer sich für einen Naturstein mit glatter Oberfläche entschieden hat, wird weniger mit Algen und Moosablagerungen zu kämpfen haben, allerdings können glatte Materialien wie Granit rasch stumpf werden und damit ihren Reiz verlieren. Auch stumpf geworden Oberflächen können allerdings zu altem Glanz zurückfinden, wenn sie mit Salmiak behandelt und anschließend mit Bohnerwachs neu aufpoliert werden. Diese Behandlung ist je nach Wasserbeschaffenheit und Witterungsverhältnissen regelmäßig notwendig.

Die Pumpe pflegen

Das Herzstück eines jeden Natursteinbrunnens ist die Wasserpumpe. Sie bringt den Brunnen zum Sprudeln und hält das Wasser im Fluss. Auf die Pflege der Pumpe sollte deshalb besondere Sorgfalt verwendet werden. Je nach Komplexität des Brunnenaufbaus ist eine Pumpe aufwändig oder eher leicht zu reinigen.

Es empfiehlt sich, die Pumpe regelmäßig zu entnehmen und auf Schmutz- und Kalkablagerungen zu überprüfen. Gerade bei sehr kalkhaltigem Wasser kann es notwendig sein, die Pumpe regelmäßig zu entkalken, damit es nicht zu einem Rückstau kommt. Grundsätzlich kann eine Brunnenpumpe mit Kalk- oder Essigreiniger von Rückständen befreit werden, allerdings sollte dabei immer die jeweilige Herstellerempfehlung zur Pflege beachtet werden.

So überwintert der Natursteinbrunnen richtig

Wenn die Temperaturen sinken und Frost und Schnee mit sich bringen, wird es Zeit, den Garten winterfest zu machen. Das gilt ganz besonders für den Natursteinbrunnen. Um Frostschäden zu vermeiden, muss das gesamte Wasser aus dem Brunnen abgelassen werden, bevor die ersten frostigen Nächte Einzug halten. Auch die Pumpe darf während des Winters nicht im Brunnen verbleiben, da sie durch die kalten Temperaturen beschädigt werden könnte. Die Pumpe wird deshalb entnommen, mit Kalk- oder Essigreiniger sorgfältig gereinigt und entkalkt und anschließend an einem trockenen Ort zur Überwinterung gelagert.

Auch alle anderen transportablen Kleinteile wie Ventile, Schläuche, Dichtungen, Schmutzfilter, Auffanggitter und Düsen sollten nach Möglichkeit nicht draußen gelagert werden. Nach einer sorgfältigen Reinigung können sie bis zum Frühjahr sicher und trocken verpackt werden. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, die Einzelteile zu beschriften, um die Remontage zu erleichtern. Je nach Material und Größe können Dekorationselemente zur Überwinterung entfernt und nach der Reinigung drin gelagert werden.

Fest montierte Elemente wie Anschlüsse oder fest eingebaute Schläuche müssen sorgfältig entleert werden, da zurückbleibende Wasserreste gefrieren und bei zu großer Ausdehnung das Material sprengen können. Es empfiehlt sich, offene Anschlussstellen und Schläuche beispielweise mit einer Plastiktüte zu überziehen, damit nicht erneut Feuchtigkeit eindringen kann.

Frühjahrsputz auch für den Natursteinbrunnen

Wenn der letzte Schnee schmilzt und die Temperaturen wieder steigen, erwacht auch der heimische Garten zum Leben. Das erste Grün bricht vorsichtig durch die Erde und das sanfte Plätschern von Wasser könnte gemeinsam mit dem Vogelgezwitscher den Frühling begrüßen. Bevor ein Außenbrunnen nach der Winterpause allerdings wieder in Betrieb genommen werden kann, sind ein paar Wartungsarbeiten notwendig.

 Im Frühjahr braucht ein Natursteinbrunnen extra viel Pflege. 

Nach einer längeren Kälteperiode sollten zunächst alle Anschlüsse, Schläuche und Ventile überprüft werden, die bei Schnee und Frost im Freien waren. Porös gewordene oder defekte Zu- und Abläufe sowie brüchige oder undichte Verbindungsstücke sollten vor der ersten Inbetriebnahme ausgetauscht werden. Ganz wichtig ist auch eine sorgsame Pflege der Pumpe. Sie muss von grobem Schmutz und Ablagerungen befreit werden, damit das Wasser ungehindert hindurchfließen kann und es nicht zu einem Rückstau kommt. Im Laufe des Frühlings kann eine erneute gründliche Reinigung sinnvoll sein, wenn das Wasser auch tiefer sitzende Ablagerungen gelöst hat.

Ein Natursteinbrunnen erfordert zwar eine sorgfältige Pflege und Wartung, belohnt Gartenliebhaber dafür aber auch mit einer unvergleichlich edlen Optik. Ein Natursteinbrunnen vereint den Reiz von Wasser, Stein und Natur und passt deshalb perfekt in jeden liebevoll gestalteten Garten. Wer ein wenig Zeit auf die richtige Pflege verwendet, kann sich viele Jahre an seinem Natursteinbrunnen erfreuen.

Bildquelle:

Bild 1: Kurz Natursteine


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