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Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ursprünglich ein Begriff aus der Forstwirtschaft und war zunächst eine rein ökonomische Kategorie: Es durfte im Sinne des langfristigen Gewinns im Wald nur so viel Holz geschlagen werden, wie im gleichen Zeitraum nachwachsen konnte. Später griffen auch andere Wirtschaftszweige den Gedanken auf, der außerdem um ethische und ökologische Dimensionen erweitert wurde.
Die erstmalige Verwendung des Wortes wird dem kursächsischen Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz zugeschrieben, der 1713 postulierte, dass die Wissenschaft und Kunst „hiesiger Lande darinnen beruhen, wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen (ist), daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe, weiln es eine unentbehrliche Sache ist ...“
Ein anderer Protagonist war Georg Ludwig Hartig, der die Forstwirtschaft als Wissenschaft begründete. Aus seinen von der nachhaltigen Bewirtschaftung geprägten Vorlesungen in Berlin ging 1821 eine Forstakademie hervor, die 1830 als Höhere Forstlehranstalt ins rund 50 km nördlich gelegene Eberswalde verlegt wurde. Nach einer Unterbrechung in den Jahren 1963–92 existiert sie als Fachhochschule dort bis heute.
Die forstwirtschaftliche Nachhaltigkeit wurde also in Eberswalde nicht erfunden, hatte in der Stadt aber eine frühe – manche sagen: die erste – wissenschaftliche Heimstatt. Mit der Konzeption des Verwaltunsgzentrums Barnim kehrt der Begriff in einem gewissen Sinn nach Hause zurück. Wobei die städtebauliche Einordnung und das optimierte Energiekonzept der Gebäude eindrucksvoll den seit 1830 erweiterten Begriffsinhalt demonstrieren.
 

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