Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Mineralwolle

Mineralfaserdämmstoffe sind in Europa sehr weit verbreitet. Von der Dachdämmung, Kerndämmung, Zwischenständerdämmung, bis zu verputzten Wärmedämm-Verbundystemen finden sie ihre Anwendung.
Künstliche Mineralfasern werden durch Schmelzen des mineralischen Ausgangsmaterials und anschließendes Zentrifugieren, Zerblasen oder Düsenziehen hergestellt. Als Ausgangsmaterial dienen entweder Altglas bzw. Glasrohstoffe wie Quarzsand für die Herstellung von Glaswolle, oder aber Basalt- oder Diabas-Gestein für die Herstellung von Steinwolle.
In kontinuierlichen Verfahren werden die Fasern  in der Regel in Lieferdicke hergestellt.
Die Dämmstoffe enthalten über 90% künstliche Mineralfasern (KMF), Kunstharz (aus Phenol, Harnstoff und Formaldehyd), Öle und weitere Zusätze.
Durch verschiedene Herstellungsverfahren entstehen eine große Menge an verschiedenen Produkten.

Glaswolle

Bei der Glasfaserherstellung werden die Grundstoffe Quarzsand, Soda und Kalkstein eingesetzt. Den Rohstoffen wird zwischen 60 und 70% Altglas zugegeben. Die Schmelze wird zu Fasern geschleudert. Dem Dämmstoff werden bis zu 7% Kunstharze als Binder zugegeben, um die Formstabilität zu gewährleisten. Anschließend wird der Mineralwolle-Dämmstoff im Heißluftstrom ausgehärtet, wobei flüchtige Bestandteile (Phenol, Formaldehyd) entfernt werden. Zurück bleibt das ausgehärtete Kunstharz (z.B. Bakelit).
Weitere Zusätze wie z.B. Öle, die den Staubanteil verringern, und wasserabweisende Stoffe können enthalten sein.

Kennwerte:

Wärmeleitfähigkeit λ(R):

0,035-0,045 W/(m·K)

spez. Wärmespeicherkapazität c:

840-1.000 J/(kg·K)

Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:  

1-2

Baustoffklasse:

A 2 nicht brennbar

Rohdichte ρ:

20-153 kg/m³

Primärenergiegehalt:

250-500 kWh/m³

Steinwolle

Ähnlich der Glaswolle ist auch die Herstellung von Steinwolle. Steinfasern werden hauptsächlich aus Basalt, Diabas, Feldspat, Dolomit, Sand, Kalkstein und Altglas. oder Basalt, Diabas und Recycling-Formsteinen hergestellt. Die Schmelze wird zu Fasern geschleudert.
Auch den Steinwolle-Fasern können, wie bei Glaswolle, Kunstharze, Öle und wasserabweisende Stoffe zugegeben werden. Sie ist leicht zu verarbeiten und vielseitig einsetzbar. Sie ist diffusionsoffen, nicht brennbar und gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent.  Diese Art der Mineralwolle besitzt eine gute Wärmeleitfähigkeit, jedoch geringe Wärmespeicherfähigkeit, kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und die Dämmfähigkeit wird durch Feuchte stark herabgesetzt.

Kennwerte:

Wärmeleitfähigkeit λ(R):

0,035-0,045 W/(m·K)

spez. Wärmespeicherkapazität c:

840 J/(kg·K)

Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:  

1-2

Baustoffklasse:

A 1, A 2 nicht brennbar

Rohdichte ρ:

22-200 kg/m³

Primärenergiegehalt:

150-400 kWh/m³

 

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com