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Markise

Man nehme eine Gestellkonstruktion, bespannt sie mit Stoff und befestigt das ganze an die Wand oder Decke... und schon hat man einen Sonnen- oder Regenschutz vor Blendung, Wind, Wasser und Wärme. Das Resultat daraus nennt man dann schlicht und einfach... Markise.
Gartenfreunde schützen sich gerne auf der Terrasse oder dem Balkon mit solchen Markisen.
Was damals noch so einfach war, wie gerade beschrieben, ist heute mit vielen technischen Neuerungen und Raffinessen ein High-Tech Produkt geworden
Es gibt unterschiedlichen Arten von Markisen. Um mal drei wesentlichen Arten zu nennen...  es gibt die Roll-Markise, die Falt-Markise und die Fest-Markise. Letztere ist in ihrer Form nicht veränderbar, also ein starres System und jeder Witterung ausgesetzt.

Die Roll-Markise hat auf eine Welle das Tuch eingerollt. Das Ein- bzw. Ausrollen des Tuches ist so konstruiert, dass das Tuch immer gleich und ohne Falten bewegt wird.
Und die Fall-Markise, die keine Welle besitzt aber genauso wie Roll-Markise beweglich ist.
Die Korbmarkise ist eine der einfachsten Konstruktionen. Optisch zeigen sie einen Viertelkreis und schmücken meistens kleiner Geschäfte oder Cafés. Diese Markisen werden oft mit Aluminium oder Holz gefertigt und halten auch hohen Windstärken entgegen. Mit dem geeigneten Stoff bespannt kann sie als Sonnen- oder Regenschutz vor Türeingängen oder Schaufenstern eingesetzt werden.
Die einfachste Roll-Markisen-Konstruktion dürfte wohl die Fallarmmarkise sein. Die in vielen Fällen nicht ganz licht- und regendichten Tücher dienen eher als Blendschutz, lassen aber dennoch Licht in den Raum durchdringen. Das Tuch selber wird mit eine Welle über die gesamte Breite aus- oder eingefahren. Der Schwenkbereich dieser Markisenart beträgt etwa. zw. 90 und 140 Grad. Diese Modelle können aber auch, außer mit der Kurbelwelle, elektrisch bedient werden.
Die Fallmarkise ähnelt der Fallarmmarkise, nur mit dem Unterschied, dass das Tuch, geführt von Führungsseilen oder -stangen, senkrecht nach unten läuft. Das Gewicht des Ausfallprofils, das am Ende des Tuches sitzt, reicht aus, um das Tuch nach unten zu ziehen.
Eine Kombination aus Senkrecht- und Fallarmmarkise, bei der das Tuch in der oberen Endlage zunächst senkrecht nach unten fährt und sich dann wie einer Fallmarkise ausstellt, bezeichnet man als Markisolette.
Die Gelenkmarkise fährt über zwei oder mehrere Arme, je nach Größe der Gelenkmarkise, das Markisentuch per Tuchwelle aus bzw. wird von den Armen weggedrückt. Das ermöglicht einen relativen großen waagrechten Ausfall. Dabei halten die Arme das Tuch stetig stramm auf Spannung. Beim Einfahren drückt die Federkraft entgegen und das Markisentuch rollt sich auf die Welle korrekt und ordentlich auf.
Das Ausfahren mit der Kurbel ist daher wesentlich leichter als das Einfahren des Markisentuches samt Gelenkarme.
Gelenkmarkisen haben i.d.R eine max. Bemessung von ca. 8 Meter Länge und 5 Meter Ausfall und können im Neigungswinkel eingestellt werden. Sie schützen vor Sonne und auch Regen. Komfortablere Modelle fahren elektrisch ein bzw. aus und können mit einem Wind- oder Sonnensensor (oder auch Wind- und Sonnenwächter) ausgestattet werden, damit die Gelenkmarkise automatisch reagiert. Der Windsensor wird an einen ungeschützten Punkt (da wo am meisten Wind weht) in der Nähe der Markise installiert. Hierbei handelt es sich um ein kleines (dreiflügeliges) Windrad, welches (senkrecht) auf eine Achse steckt. Am Gehäuse des Windrades gibt es einen Schieberegler, mit dem die Windempfindlichkeit eingestellt werden kann, d.h. ab welcher Windstärke die Markise automatisch einfahren soll. Der Sonnensensor kann (muss aber nicht) in Kombination von Werk aus mit auf dem Windsensor installiert sein. Die Markise fährt automatisch ein oder aus, wenn die Sonne eine gewisse Intensität hat bzw. nicht mehr hat. Die Sonnenintensität wird mittels Regler direkt am Sonnensensor eingestellt. So fährt die Markise z.B. Morgens automatisch aus und Abends wieder rein oder auch, wenn eine Wolkendecke die Sonne längere Zeit verdeckt.

Gelenkmarkisen können in zwei Versionen erworben werden. Zum Einen gibt es die offene Gelenkmarkise, bei der das Markisentuch, die Gelenkarme und die Welle sichtbar sind. Diese Version eignet sich für einen Anbau unterhalb einer Decke, z. Bsp. dem darüber liegende Balkonboden. Dadurch ist die offene Gelenkmarkise vor Witterungseinflüssen geschützt.
Die andere Version ist die geschlossene Gelenkmarkise, die auch als Kassettenmarkise im Handel bekannt ist. Hier sind Markisentuch, Gelenkarme und Welle in einer Kassette vor Witterungseinflüssen geschützt. Diese Art eignet sich für den Anbau an einer Außenwand.
Angetrieben werden Markisen entweder über ein Getriebe, welches mit einer Kurbelstange bewegt wird oder durch einen Rohrmotor, der in die Welle eingeschoben ist.
Der Volant, ein Abschluss der Markisentuches, versteckt den vorderen sichtbaren Bereich der Gelenkarme. Der Volant kann in veschiedenen Breiten und Längen am Markisentuch angenäht werden und spendet bei niedrigen Sonnenstand zusätzlichen Schatten. Die Formen des Volants (wellig, gerade, usw.) sind vielfältig und der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Eine Reinigung des Markisentuches und des Volants geschieht mit etwas Wasser und Reinigungsmittel. So können Verschmutzungen leicht abgebürstet werden.
Markisen haben durch das Gestell und dem Markisentuch ein hohes Gewicht. Deshalb sollte die Montage an der Wand oder der Decke nur auf ein im Zustand ordentlichen und einwandfreiem Material erfolgen. Auch hier gilt der persönliche Schutz und ein Schutzhelm ist das Minimum an Sicherheit, dass man bei einer Montage der Markise einhalten sollte.


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