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Kiefer

Die Kiefer (lat. Pinus) wird auch Föhre oder Forle genannt.


Sie bildet eine eigene Pflanzengattung von Nadelholzgewächsen
(lat. Pinophyta) innerhalb der Kieferngewächse (lat. Pinaceae).
In der Unterfamlile der Pinoideae sind die Kiefern (lat. Pinus)
die einzige Untergattung.

Wie man am englischen Wort „fir“ für Tanne, die ebenfalls ein Kieferngewächs ist, erkennen kann, ist der Wortstamm für Föhre auch in anderen germanischen Sprachen vorhanden.
Das Wort Kiefer ist vor dem 16. Jh. nicht nachweisbar und scheint vor allem den südlichen Mundarten fremd zu sein, wo überwiegend Föhre benutzt wird.

 

Martin Luther nutzt die Bezeichnungen Kiefer und Föhre zum Teil gleichbedeutend, zum Teil unterscheidend. Der Begriff Kienföhre wurde vermutlich zu Kiefer zusammengezogen.

Während die meisten Kiefern als Bäume wachsen, sind andere Arten auch als Sträucher zu finden. Sie sind immergrün und zeichnen sich durch einen aromatischen Duft aus.

Die Wuchshöhe einer durchschnittlichen Kiefer beträgt bis zu 50 m, wobei sie ein Alter von bis zu 1000 Jahren erreichen kann. Andere Kiefern -Arten, wie zum Beispiel die Pinus lambertiana, können über 700 Jahre alt und 60 m hoch werden

Die Nadelblätter der Kiefer sind im Vergleich mit anderen Nadelbäumen besonders lang, wobei oftmals zwei verschiedenartige Typen von Nadelblättern am selbem Baum
zu finden sind.
Sie können in Spiralen am Zweig angeordnet sein oder – je nach Art – zu zweit, zu dritt, zu fünft oder (seltener) zu sechst in Bündeln an Kurztrieben stehen. Die Nadeln von Fichte und Tanne wachsen hingegen einzeln an den Zweigen.

Die Kiefern haben männliche und weibliche Zapfen an einem Baum, da sie meist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) sind. Dabei umschließt eine Scheide die Nadeln eines Kurztriebes. Nur wenige Kiefern-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig. Sie werden mittels Anemophilie, also mit Hilfe des Windes, bestäubt.

Kiefernzapfen lassen sich in männliche und weibliche Zapfen unterscheiden. Die männlichen Zapfen sind zahlreich und stehen in Gruppen zusammen. Der Anteil der weiblichen Zapfen ist deutlich geringer. Sie stehen einzeln oder nur in kleinen Gruppen zusammen und benötigen einen Zeitraum von eineinhalb bis drei Jahren zur Reife. Dann öffnen sie sich, entlassen den Samen und fallen schließlich selbst zu Boden.
Während die leichten Samen bestimmter Kiefern-Arten geflügelt sind und mit Hilfe des Windes verbreitet werden, werden die Kiefernsamen der schwereren Sorten durch Tiere verbreitet. Ihre Flügel fehlen dann oder sind reduziert.



Vorkommen:

Ganz Europa, besonders Nord- und Nordosteuropa bis nach Sibirien.
Die Kiefer als weitverbreitetes Gebrauchsholz wird landwirtschaftlich.regional verschieden bezeichnet:
Die Stämme sind bis 20 m astfrei und je nach Wachstumsgebiet bis zu 100 cm im Durchmesser.

Farbe des Holzes:

Gelblich-rötlich, der Splint ist oft sehr breit und etwas heller als das Kernholz, im frischen Zustand nicht immer betont unterschieden, aber schon nach kurzer Lagerung und erst recht durch Lichteinwirkung hebt sich das dunklere Kernholz vom Splintholz ab.

Eigenschaften:

Die Kiefer ist mäßig schwindend, hat ein gutes Stehvermögen und ist gut zu trocknen.
Die Festigkeitseigenschaften sind je nach Wachstumsgebiet sehr unterschiedlich. Das Holz is gut zu bearbeiten, aber der Harzgehalt kann sich für Werkzeuge und Maschinenteile unangenehm auswirken. Beim bearbeiten der
Kiefer entsteht ein angenehm- aromatischer Harzgeruch, das Holz fasst sich oft etwas wachsig an.

Eignung und Verwendung:

Kiefer findet sehr vielseitige Verwendung als Bauholz, im Innenausbau, als Fenster und Türen, Möbel, Leisten, Sperrholz, Furnier und Parkett.
 

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