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Kabelkanal

Wer ein Haus baut oder renoviert hat oft nicht viel Geld, trotzdem empfehle ich sämtliche Kabel in Kanälen (auf Putz) oder Leerrohren (unter Putz) zu verlegen, das lohnt sich spätestens wenn man mal versehentlich ein Kabel angebohrt hat. Und Die Installation verteuert sich dadurch kaum.

Ein Kabelkanal ist ein Hohlkörper (meist rund oder eckig), in dem Kabel verlegt werden. Der Kabelkanal wird direkt oder indirekt mittels Schellen an der Wand befestigt. Die Kabel liegen dort im Normalfall lose drin. Ein Kabelkanal erspart das Verlegen des Kabels im Putz oder direkt auf dem Putz und das Kabel kann relativ schnell gewechselt oder um weitere Kabel ergänzt werden.

Kabelkanäle der einfachsten Art dienen nur dem Unterbringen der Kabel. Typische Lieferlängen sind 2 Meter und rund (meistens grau) oder eckig (meistens weiß, braun oder grau) mit verschiedenen Maßen.

Kabelkanäle mit weiteren Funktionen zum Aufnehmen von Steckdosen oder Schaltern werden auch Brüstungskanäle genannt. Hier liegen die Kabel wie beim Kabelkanal auch im Hohlkörper, aber es können zusätzlich noch spezielle eckige Hohlwanddosen für Brüstungskanäle eingebaut werden. Das Anschluß-Prinzip ist dann wie bei den Unterputzdosen/Hohwanddosen auch: Die Kabel werden von unten oder der Seite in die Brüstungskanaldose eingeführt, der Schalter/Steckdose angeschlossen und dann mit der Brüstungskanaldose verschraubt.

Die Mehrkosten kann man z.B. durch Eigenleistung wieder einsparen, indem man die Kabel selbst verlegt (anschliessen muss aber der Profi).
Und so habe ich das gemacht:
Für das Erdgeschoss habe ich im Keller überall Kabelkanäle aufputz an die Wand geschraubt, im Keller stört das niemanden. Überall in den Ecken habe ich Löcher ins EG gebohrt und ein Stück 5cm Abwasser-Rohr (die grauen, billigen aus dem Baumarkt) durchgesteckt. Die kommen hinter den Steckdosen raus. 
Das Verlegen der Leitungen ist dann ganz einfach und wenn man mal was wechseln oder ändern muss geht das ruckzuck. Wer weiss was es in Zukunft noch für Kabel gibt - und da wird es dann spätestens ärgerlich wenn man die Wand aufklopfen muss.

Allerdings Achtung!
Vor dem Bohren großer Löcher den Statiker fragen und speziell bei neueren Häusern gibt es teilweise auch Folien und Dichtungsebenen die man nicht beschädigen darf.

Der Fachmann, verlegt die Leerrohre an die passenden Stellen ( laut Plan) vor dem Giesen der Deckenplatten - oder unter den Estrich. So entfallen unnötige Bohrungen.

 

Weitere Informationen:

siehe auch Leerrohr

siehe auch Hohlwanddose

siehe auch Unterputzdose


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