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Holzleim

Holzleim


Holzleime werden zur Verklebung von Hölzern eingesetzt. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Leimsorten und Beanspruchungsklassen.

 

Beanspruchungsklasse

Die Beanspruchungsklasse wird meist auf der Verpackung angegeben. Die reine Bezeichnung "wasserfest" ist dabei oft irreführend, da sie nichts über den möglichen Grad der Beanspruchung aussagt.

  • D1 für Verklebungen von getrockneten Hölzern (Feuchte <15%) im Innenbereich
  • D2 für Verklebungen im Innenbereich bei kurzfristiger Kondenswasserbeanspruchung
  • D3 für Verklebungen im Innenbereich bei gelegentlicher Wassereinwirkung (z. B. Badmöbel) und Verklebungen im Außenbereich ohne Bewitterung
  • D4 für Verklebungen im Aussenbereich bei Bewitterung (Oberflächenschutz durch lackierung vorrausgesetzt) oder für Verklebungen im Innenbereich, die häufiger Wasser ausgesetzt sind.



Leimarten

  • Dispersionsleime (Weißleim)
    Der wohl am häufigsten eingesetzte Klebstoff bei Holz und in den Beanspruchungsklassen D1 bis D3 erhältlich. Als Bindemitel in der Dispersion wird PolyVinylAcetat eingesetzt. Feucht sind die Leime wasserlöslich und eine entsprechende Reinigung der Werkzeuge mit Wasser möglich. Ausgehärtete Leime lassen sich meist nur noch mit Lösungsmitteln wie Aceton entfernen.

 

  • PU Leime
    Der wohl modernste Leim im Holzbau. PU Leime sind 1 Komponenten Leime, die unter Kontakt mit Luftfeuchtigkeit aushärten. Dabei kommt es zu einem leichten Aufschäumen des Klebstoffes und einer guten Spalt- und Porenfüllung der zu verklebenden Materialien. PU Leime gibt es nur in der Klasse D4 - sie sind grundsätzlich wasserfest. Bei großen Flächen bietet es sich ähnlich wie bei der Verarbeitung von Bauschaum an, die Flächen etwas vorzunetzen. Nachteil des PU Leims ist die Gesundheitsgefährung des noch nicht ausgehärteten Leimes. Hier kann es leicht zur Ausbildung von Kontaktallergien kommen.

 

  • Natürliche Leime
    Als natürliche Leime kommen Kasein-, Glutin-, Knochen-, oder Stärkeleime zum Einsatz. Sie haben häufig nur noch historische Bedeutung und werden bei Restaurationsarbeiten und speziellen Anwendungszwecken eingesetzt. Der Trend zu ökologischen Baustoffen verschafft diesen Leimen aber zurzeit einen neuen Auftrieb. So werden auf Basis von Kasein auch inzwischen wieder Wandfarben hergestellt.

 

Zum Aufbewahren siehe Projekt »Kaltleim-Spender«

 

 

Siehe auch


Projekte

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