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Holzfeuchte

Holzfeuchte

 

Als lebender Organismus enthält ein Baum bzw. das Holz relativ viel
Wasser, welches vor der weiteren Verwendung als Roh-, Bau-, Werkstoff
und Energieträger bis zu einem bestimmten Maß entfernt werden muss.
Die Holzfeuchte beeinflusst alle physikalischen, mechanischen und
technologischen Eigenschaften des Holzes. Sie ist somit mitentscheidend
für Be- und Verarbeitung, Einsatz und Verwendung.

Außerdem beeinflusst die Holzfeuchte Trocknungsprozesse und
Imprägnierungsprozesse und führt dazu, dass Holz durch Quellung und
Schwindung arbeitet. Weiterhin ist sie Maßgebend für die Veränderung der
elastischen Eigenschaften und Festigkeitswerte, Verleimbarkeit und
Oberflächenbehandlung und biologischer Resistenz gegenüber Pilz- und
Insektenbefall.
Holzfeuchte wird beeinflusst vom Umgebungsklima und dem
Feuchtegleichgewicht.
Sie berechnet sich aus der Formel:
u = 100 * (Mw/M0) oder
u = 100 * (Mu - M0) / M0


Mw [44] = Masse des Wassers
M0 [45] = Masse des absolut trockenen Holzes
Mu [46] = Masse des nassen Holzes


Hier ein paar praktische und gängige Holzfeuchtebezeichnungen:
 

grünes Holz stehendes oder frisch eingeschlagenes Holz u = 50-150%
waldtrocken Rundholz nach längerer Lagerung im Freien u = 30-40%
verschiffungstrocken

dicht gestapeltes, meist technisch
vorgetrocknetes Schnittholz, bei dem ein Pilzbefall

weitgehend ausgeschlossen wird
u = 18-22%
lufttrocken

Schnittholz nach längerer, witterungs-

geschützter Lagerung
u = 16-23%
lagertrocken

Schnittholz nach längerer Lagerung in

geschützten, unbeheizten Räumen
u = 14-18%
verarbeitungstrocken

Schnittholz nach längerer Lagerung

in beheizten Räumen
u = 10-15%
möbeltrocken

technisch getrocknetes Schnittholz für die

Verwendung in Innenbereichen
u = 6-10%




Die Holzfeuchte wird im Innenausbau oft unterschätzt! lässt man das Holz
nicht lange genug vor Verarbeitung liegen damit es sich an die
Umgebungsfeuchte anpassen kann, beobachtet man meist Risse (z.B. bei
feuchterem Holz das in einen beheizten Raum verbracht wird) oder Beulen
(z.B. vorher zu stark getrocknetes Holz das später im Raum wieder Feuchtigkeit
aufnimmt) am Werkstück.
Die Holzfeuchte u ist nicht zu Verwechseln mit dem Wassergehalt x!
 

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