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Holzdielenboden verlegen

Holzdielen verlegt man am besten mit einer verdeckten Verschraubung. Ein Nageln scheidet aus, da bei Schwinden oder Ausdehnen der Dielen aufgrund Veränderungen der Luftfeuchtigkeit die Nägel aus der Unterlage gezogen werden können. der Boden knarrt und die Dielen werden locker ...

Es ist eine verdeckte - also unsichtbare - Verschraubung vorzuziehen. Hierzu wird das erste Brett auf die Unterlage gelegt. Und zwar so, dass die Feder in den Raum zeigt. Also entgengen der Motage von Wand- oder Deckentäfelungen. Die Schraube wird nun schräg in die Ecke der Feder eingeschraubt. Und zwar so weit, dass diese komplett mit dem Kopf durch die Feder verschraubt wird. Ein etwaiges Ausbrechen des Holzes ist nicht schlimm, sobald der Kopf durch die Feder komplett oder teilweise hindurchgezogen wurde, richtet sich die Feder wieder horizontal aus, so das ein Einschieben des nächsten Brettes mit der Nut problemlos möglich ist. Die Schraube hat dabei noch immer genug Holz als Auflage, so dass die Schraube genug Zug besitzt.

Das nächste Brett wird nun mit der Nut über die Feder geschoben. Mit einem Brettabschnitt an der Nutseite kann ein einfaches Schagholz erstellt werden, das auf die Feder aufgeschoben wird und durch moderate Hammerschläge das Brett bündig auf das vorhergehende Brett aufgepresst wird. Bei starker Spannung z.B. durch krumme Bretter kann auf die Unterkonstruktion ein Brettabschnitt geschraubt werden, das in Verbindung mit einem Keil und dem Schlagholz auf der Feder als Widerlager dient. Mit Hammerschlägen auf den Keil kann so das Brett bündig gespannt werden. Die Verschraubung kann dann auch durch das Schlagholz hindurch erfolgen, wenn man zuvor an der richtigen Stelle ein passend großes Loch in das Schlagholz vorgebohrt hat. 

Mit speziellen Spanngurten für die Verlegung von Parkett, Laminat oder Dielenböden kann das Brett ebenfalls gespannt werden. Es gibt auch Zugeisen, die aber nur mit dem Schlagholz genutzt werden dürfen, um ein Beschädigen der Feder auszuschließen.

Wichtig ist für eine ordentliche Verlegung, dass das Dielenholz sehr trocken ist. Beim Kauf sollte man nach Möglichkeit eingeschweißte Dielen bevorzugen, die einen Restfeuchtegehalt von unter 15 bis 20 Prozent haben. Werden diese bündig verlegt, werden diese bei einer normalen Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent dauerhaft geschlossene Fugen behalten. Bei feuchteren Dielen besteht die Gefahr, dass sich das Holz später durch Austrocknen zusammenzieht und unschöne Fugen sichtbar werden. In sehr feuchten Räumen wie im Kellerbereich sollte allerdings beim Verlegen eine Fuge eingeplant werden (Streichhölzer als Abstand) um bei späterem Quellen des Holzes noch genug Freiraum zu haben. Ein Dielenboden aus heimischem Nadelholz kann sich auf eine Breite von 1 m bis zu 3 cm durch Quellen ausdehnen. Es empfiehlt sich, das letzte Brett erst nach einigen Tagen einzupassen um ein Quellen/Schwinden des Fußbodens zunächst abzuwarten. Oder man legt das Holz mehrere Tage zur Aklimatisierung in den Raum und verlegt den Boden erst wenn die Dielen die Luftfeuchtigkeit des Raumes angenommen haben. 

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