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Holzarten

Holzarten

 

Holz - die vermutlich meistgenutzte Pflanze unserer Zeit

Man unterscheidet zwischen Laubholz, Nadelholz und Tropenholz. Holz wird verwendet als Baustoff, als Ausstattungsware, als Industrieholz, als Konstruktionswerkstoff und nicht zuletzt auch als Brennholz zur Energiegewinnung.

 

Als Laubhölzer  werden Eiche, Esche, Ulme, Nussbaum, Kirsche, Birke, Erle,
Weide, Buche und Linde bezeichnet.
 

Nadelhölzer sind Fichte, Lärche, Douglasie, Eibe und Tanne, wobei diese Aufzählung nicht abschließend ist.
 

Tropenhölzer werden durch ihre Herkunft definiert und meistens als Edelhölzer wie z.B. Mahagoni, Teak, Palisander oder Bangkirai verwendet.

Holz hat viele verschiedene Eigenschaften die sich der Mensch im Laufe der Jahrtausende zu Nutzen gemacht hat. Dazu zählen thermische Eigenschaften z.B. als Wärmedämmung, optische Eigenschaften z.B. als Furniere und biologische Eigenschaften wie die Abbaubarkeit.
 

Thermische Eigenschaften

Holz ist aufgrund seiner Porosität ein schlechter Wärmeleiter und eignet sich daher sehr gut als Wärmedämmung. Die Wärmeleitfähigkeit steigt mit der Holzfeuchte und der Rohdichte des Materials an. Die Wärmekapazität, d.h. die Wärmemenge, die nötig ist, um 1 kg eines Materials um 1 K zu erwärmen, ist bei Holz etwa 4-mal größer als bei Eisen. Die thermische Zersetzung von Holz setzt bei Temperaturen über 105 °C ein, wird ab ca. 200 °C stark beschleunigt und erreicht ihren Höhepunkt bei ca. 275 °C. Der Flammpunkt des Holzes liegt zwischen 200 und 275 °C. Mitteleuropäische Nutzhölzer haben einen Heizwert zwischen 13 und 20 MJ/kg.

 

Optische Eigenschaften

Farbe und Struktur des Holzes werden als ansprechend empfunden. Starke Astigkeit und
unregelmäßige Verfärbungen gelten aber als Holzfehler. Die Wirkung des Sonnenlichts ist auf die Oberfläche begrenzt. Ihr kann durch pigmenthaltige Lasuren bzw. Lackierung begegnet werden.Die UV-Strahlung bewirkt ein Nachdunkeln der Holzoberfläche.

 

Biologische Eigenschaften

Holz ist biologisch abbaubar und dadurch aber auch anfällig gegenüber Schädlingen.
Es kann also z.B. von Insekten, Pilzen oder Bakterien angegriffen und in seiner Substanz nachhaltig zerstört werden. Pilze können ab einer Holzfeuchte von etwa 20 % Holz angreifen. Der biotische Holzabbau lässt sich weitgehend durch Holzschutz vermeiden oder vermindern.

 

Holzarten

Die Artenvielfalt der Hölzer ist außerordentlich groß. Die Einteilung der Hölzer wird in der Praxis nicht einheitlich gehandhabt und erfolgt 

  • botanisch, 
  • nach Gewicht, 
  • nach Härte. 

 

Einteilung nach Gewicht

Man unterscheidet nach dem spezifischen Gewicht, der sogenannten Rohdichte. Da das Gewicht sehr stark vom Feuchtigkeitsgehalt abhängt, hat man die zum Vergleich benützte Rohdichte auf eine Restfeuchtigkeit von 12% festgelegt (Rohdichte r12). Die Einteilung erfolgt in 

  • leichte Hölzer mit bis ca. 0,5 g / cm³ 
  • mittelschwere Hölzer zwischen 0,5 bis 0,8 g / cm³ 
  • schwere Hölzer ab 0,8 g / cm³ 

 

Einteilung nach Härte

Die Härte ist eine relativ unpräzise Einteilung, da innerhalb einer Holzsorte je nach Standort und Wachstumsbedingungen erhebliche Härteunterschiede vorkommen können. Üblich ist die Einteilung in Weichhölzer und Harthölzer, wobei der Übergang zwischen den beiden Gruppen etwa bei einer Dichte r12 von 0,5 g/ cm³ liegt.

 

Holzarten

 

Birke

Es gibt verschiedene Arten: Finnische Weißbirke, Rauh-, Haar-, oder Schwarzbirke und Bruchbirke.

Herkunft: Mittel- und Nordeuropa und -asien.

Farbe: gelblichweiß bis rötlichgrau. Das Holz ist fein- und dichtgewachsen, weich, sehr zäh, elastisch, mit geringer Zeichnung, oft gefleckt oder geflammt. Es lässt sich gut bearbeiten und polieren, schwindet mäßig und ist nur in trockenem Zustand dauerhaft. Lebhafte Zeichnung besitzt das Holz der skandinavischen Maserbirke. Verwendung für Möbel, Furniere, Sperrholz, für Drechsler-, Schnitzer- und Wagnerarbeiten.

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Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/ff/Birke_Holz.JPG/320px-Birke_Holz.JPG

 

Buche

Die Buche gehört zu den europäischen Laubhölzern.

Das Holz der Buche weist ein hartes, festes, zähes und gleichmäßiges Gefüge auf, ist aber wenig elastisch. Bei wechselnder Feuchtigkeit ist es nicht sehr dauerhaft. Anwendung: Treppenstufen, Parkettböden, Türschwellen sowie Werkbänke. Als Bauholz ist es ungeeignet.

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Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c6/Fagus_sylvatica_Beukenhout.jpg/320px-Fagus_sylvatica_Beukenhout.jpg

 

Eiche

Die Eiche gehört zu den europäischen Laubhölzern und in die Familie der Buchengewächse.

Das Kernholz der Eichenstämme ist in der Mitte graubraun und erhält durch die eingelagerte Gerbsäure den typischen sauer-würzigen Eichengeruch und die hohe Verrottungsbeständigkeit. Das zwei bis fünf Zentimeter breite Splintholz ist zur Rinde hin scharf abgegrenzt und hell.

Das Holz der Eiche hat eine hohe Verrottungsbeständigkeit und ist für feuchtebeanspruchte Bauteile besonders geeignet. Eiche ist wertvolles Hartholz und wird unter anderem für Furniere, Tischplatten und Böden verwendet. Besonders im Haus- und Schiffsbau war das Eichenholz früher sehr häufig zu finden. Darüber hinaus wird es für Treppen, Außentüren, Schwellen, Parkettfußböden, Holzfachwerk und im Wasserbau verbaut.

Aufgrund seines hohen Heizwertes und seiner langen Brennzeit wird es auch als Brennholz gehandelt.

Dazu siehe auch: Eiche

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Traubeneiche - Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ab/Traubeneiche.JPG/320px-Traubeneiche.JPG

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Mooreiche - Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c0/Mooreiche_Holz.JPG/320px-Mooreiche_Holz.JPG

 

Fichte

Die Fichte hat ihren Ursprung in Europa, Asien (Gemeine Fichte) und Nordamerika (Sitkafichte).

Das weiche Fichtenholz besitzt eine weiße bis gelblich-weiße Farbe. Bei Nachdunkelung driftet es ins gelblich-braune ab. Zum Anwendungsspektrum gehört vor allem die Verwendung zur Papier- und Zellstoffherstellung, als Bau-, Konstruktions- und Möbelholz für den Innenbereich sowie die Nutzung als Brennholz.

Dazu siehe auch: Fichte

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Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/28/Wood_picea_abies.jpg/122px-Wood_picea_abies.jpg

 

Lärche

Lärche ist im europäischen Raum beheimatet.

Farbe: gelbrot bis braun. Das Holz ist langfaserig ohne Poren, harzreich, mittelhart, zäh, sehr elastisch, dauerhaft und witterungsbeständig, daher gut für die Verwendung im Freien geeignet, für Zäune, Masten, große Tore und den Schiffbau; außerdem für Innenausbau, Möbel und Furniere. Es schwindet wenig, dunkelt nach, ist sehr gut zu bearbeiten, aber schlecht zu polieren.

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Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a3/Wood_Larix_decidua.jpg/122px-Wood_Larix_decidua.jpg

 

Limba

Herkunft: Äquatorialafrika.

Das blassgelbliche Holz ist hart, zäh und dichtgewachsen, mit undeutlicher Zeichnung. Es schwindet sehr wenig, lässt sich gut bearbeiten und wird viel für Möbel, Furniere und Drechslerarbeiten benutzt.

 

Mahagoni

Herkunft: Westafrika und Südamerika, außerdem Honduras.

Das gelbrote bis braune Holz ist hart, elastisch, sehr dauerhaft, dichtgewachsen und verstreut porig. Es schwindet wenig, lässt sich gut bearbeiten und polieren, ist aber nicht für Außenverwendung geeignet. Afrikanisches Mahagoni (Gabun als Sperrholz, Sapeli und Utile als Massivholz) ist preiswert. Amerikanisches Mahagoni gilt als gleichmäßiger gewachsen, dauerhaft und leichter zu bearbeiten. Verwendung für Möbel, Furniere, Sperrholz und Drechselarbeiten.

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Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/34/Swietenia_macrophylla_wood.jpg

 

 

Siehe auch


Projekte

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