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Heimwerkerhistorie in Deutschland

Heimwerkerhistorie in Deutschland


Eigentlich wurde schon immer "geheimwerkt". Selbst der Neandertaler - bei Düsseldorf - war damit beschäftigt, seine Höhle sicherer und wärmer zu gestalten. 
Im Mittelalter waren die meisten Leute viel zu arm, um sich fremde Hilfe leisten zu können. 
Der moderne Mensch entdeckte Heimwerken in den fünfziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Do-it-yourself hieß die Bewegung, die aus den USA zu uns herüber schwappte. 1953 veröffentlichte der Ehapa-Verlag die Zeitschrift »hobby«, die ab und zu Artikel zum Nachbauen veröffentlichte. 1958 erschien das erste Heimwerkermagazin mit dem Titel "Selbst ist der Mann".
1960 wurde von Bauhaus der erste Baumarkt in Mannheim eröffnet. In den 60er Jahren war Heimwerken noch längst nicht für alle erschwinglich. Für eine Bohrmaschine musste ein Arbeiter fast ein ganzes Monatseinkommen hinlegen. Heimwerker- und Handwerker benutzten die gleichen Maschinen. Um dem Heimwerker den Kauf der erforderlichen Geräte zu erleichtern, wurde mit Vorsatzgeräten gearbeitet. Auf die Bohrmaschine konnten Kreissägen-, Stichsägen- und andere Vorsätze geschraubt werden. Es wurde kombiniert. Das "C" für Combi hat sich in machen Typenbezeichnungen bis heute erhalten.
Berichte zum DIY in den 60er Jahren in acht Folgen -> hier
Den Durchbruch erlebte das Heimwerken Anfang der siebziger Jahre. Waren die Baumärkte bis dahin nicht über den Experimentierstatus hinaus gekommen, so begann nun die Gründerphase im großen Stil. Manfred Maus gründete die heute größte deutsche Baumarktkette, deren Symbol, der Biber, für ständiges Bauen und Werkeln steht.
Ein Hersteller aus den USA, gegründet von zwei Schwarzwäldern "Schwarz und Decker", führte die ersten für den Heimwerker konstruierten Elektrowerkzeuge ein. Begleitet wurde die Einführung von einer eindringlichen Fernsehwerbung, deren Slogan noch heute in manchem Ohr nachklingt.
Die deutschen Hersteller - schließlich ist das Elektrowerkzeug eine deutsche Erfindung -hielten dagegen. Bosch kreierte beispielsweise die grüne Produktlinie für den Heimwerker.
Elektrowerkzeuge sind zwar am Endprodukt einer Heimwerkerarbeit nicht beteiligt, eröffnen jedoch durch Innovationen ständig neue Möglichkeiten für den Heimwerker. Dieser Umstand erklärt, warum gerade Elektrowerkzeuge die Entwicklung der Heimwerkerbewegung mehr als alle andere Produkte des Baumarktsortiments beeinflussen.
Video - die ersten Versuche für Heimwerker -> hier 
In den 80er Jahren war Heimwerken endgültig in Deutschland angekommen und hatte sich zu einer Bewegung entwickelt. Das Fernsehen entdeckte das Heimwerken und berichtete auf allen Kanälen. Entgegen kam der Bewegung, dass mit steigenden Einkommen der Kauf z.B. einer Bohrmaschine für alle erschwinglich wurde. Eine weitere Beschleunigung erfuhr das "Hobby" Heimwerken durch Handwerkerpreise, die für Otto den Normalverbraucher nicht mehr erschwinglich waren. Kurzzeitig kam die Idee des betreuten Heimwerkers auf, die den Handwerker und Heinwerker als Team zusammenschweißen wollte. Diese Idee konnte jedoch nur in Ansätzen realisiert werden, da es für die Innungen nicht vorstellbar war, dass dem Handwerker nur noch ein Teil der zu machenden Arbeit zufallen sollte.
Der betreute Heimwerker im Fernsehbericht -> hier
1988 gründete sich die Deutsche Heimwerkerakademie, um Heimwerkern in Seminaren zu vermitteln, wie einfache handwerkliche Arbeiten ausgeführt werden können. Aus der DHA ging die DIY Academy hervor, unter deren Dach aktuell Hersteller der DIY-Branche und Baumarktbetreiber zusammengeschlossen sind.
Heimwerkerin aus der Zeit vor zwanzig Jahren -> hier
In den 90er Jahren führte der härter werdende Konkurrenzkampf der Baumarktketten zu Preiskämpfen. Eine Woge von Billigimporten stellte die Sortimente der Baumärkte und Discounter für einige Jahre auf den Kopf. Enttäuschungserlebnisse aufgrund mangelnder Qualität mit sog. No-Names führten die meisten Heimwerker jedoch sehr schnell wieder zu den bewährten Marken zurück.
Heute ist Heimwerken längst gesellschaftsfähig. Der Heimwerker hat das verstaubte Image des Eremiten mit Latzhose im Hobbykeller abgestreift. Heimwerker sind stolz auf das, was sie leisten, und erfreuen sich an ihren "Heimwerken". Längst outen sie sich im Internet, zeigen ihre Kreationen auf Seiten wie 1-2-do.com, diskutieren mit Gleichgesinnten und geben sich untereinander Tipps. Der Bogen spannt sich vom Tapezieren bis zum Bau eines eigenen Hauses. Rund 3.000 Baumärkte stehen den 32 Millionen Heimwerkern als Einkaufsquelle zur Verfügung. In den Medien hat das Thema Heimwerken längst einen vorderen Platz auf der Hitliste:
Ausschnitt aus einer Sendung -> hier 
Die Motive sind unterschiedlich. Heimwerken spart Geld, meinen die einen, während die anderen davon überzeugt sind, dass Heimwerken eines der kreativsten Hobbies überhaupt ist, welches zur Entspannung und Zufriedenheit beiträgt. Die Motive können sich unterscheiden, eines hat jedoch jede Aktivität des Heimwerkens zu eigen: Heimwerken, wie es der Begriff sagt, schafft Werke im eigenen Heim und erhöht damit die Individualität des Wohnens.


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