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Heimkinosystem richtig aufbauen

Während noch vor einigen Jahren ein Fernseher im Wohnzimmer nebst einem Radio, das eventuell fähig war, CDs abzuspielen, gereicht hat, geht der Trend nun immer mehr in Richtung Heimkino-Systeme. Die Auflösung von diesen Geräten wird immer besser, High Definition ist ein mittlerweile nicht mehr ganz so neues Schlagwort in der visuellen Technik. Es bedeutet, dass die Bilder noch schärfer und die Farben noch leuchtender sind als vorher. Das Bild ist aber nicht alles. Der Ton muss auch stimmen und außerdem ist es praktisch, wenn die einzelnen Komponenten, also Fernseher, DVD-Player und Spielekonsole, miteinander vernetzt sind, sodass nicht jedes Mal ein Stecker umgesteckt werden muss, um das Bild wieder vom DVD-Player statt der Spielekonsole übertragen zu lassen. Außerdem legen viele Menschen Wert auf einen guten Sound; am besten so, dass das Kinofeeling auch im heimischen Wohnzimmer möglich ist. Aus diesem Grund benötigt es immer mehr Erfahrung, ein Heimkinosystem optimal aufzustellen und zu verbinden. Immerhin muss sich beispielsweise die Größe des Bildes nach der Größe des Zimmers richten; sowohl zu groß als auch zu klein strengen die Augen an. Bei einem zu großen Bild huschen die Augen ständig von links nach rechts und kommen auf keinem Punkt zur Ruhe. Bei einem zu kleinen Bild versuchen sie, jedes Detail aufzunehmen, was sie aber oft nicht schaffen. Der Sehnerv ermüdet schnell, da er sich auf etwas fokussieren muss, dass recht weit weg und dafür ziemlich klein ist. Es gilt daher einiges beim Aufbau der Heimkinoanlage zu berücksichtigen. Dieses Tutorial stellt dar, wie das System am besten aufzubauen ist.

 

  1. Die Auswahl der Bildgröße
  2. Das Aufstellen des Fernsehers
  3. Farb- und Lichteinstellungen am Fernseher
  4. Das Installieren des Soundsystems
  5. Der Nutzen eines AV-Receivers
  6. Das Licht im Raum

 

1. Die Auswahl der Bildgröße

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Es ist wichtig, dass der Bildschirm eine angenehme Größe hat. Dafür gibt es eine Formel: Die Bildschirmdiagonale im Metern x 2,5 = ungefährer Sitzabstand. Bei einer Diagonale von 60 Zentimetern sollte der Zuschauer daher etwa 1,5 Meter entfernt sitzen. Wer noch keinen Fernseher, aber dafür den Raum für das Heimkino hat, sollte die Rechnung aber andersherum angehen: Ungefährer Sitzabstand / 2,5 = Bildschirmdiagonale in Metern. Bei einem Abstand von zwei Metern wäre dies eine Diagonale von 80 Zentimetern. Ganz genau müssen die Maße nicht getroffen werden, aber sie sind ein guter Richtwert, damit das Bild weder zu groß noch zu klein ist. Wer einen Beamer kauft, sollte bei diesem auch auf die richtige Diagonale achten, ehe er ihn an der Decke anbringt. Im Normalfall steht in einem Heimkino aber eher ein Fernsehgerät, entweder mit LCD-, LED- oder Plasmatechnik.

 

2. Das Aufstellen des Fernsehers

Das Wohnzimmer sollte grundsätzlich nicht nach dem Fernseher ausgerichtet sein, empfiehlt flimmerkisten.de. Dies bedeutet, dass das Sofa in der besten Ecke steht und der Bildschirm da hingestellt oder -gehängt wird, von wo aus er vom Sofa am besten zu sehen ist. Wenn Regalsysteme oder eine Kommode für diesen nicht zu integrieren sind, kann dieser sehr gut an der Wand angebracht werden. Bei einer Neugestaltung des Wohnraums kann es aber passieren, dass das Fernsehgerät doch abgenommen und hingestellt werden soll. Es ist daher sinnvoll, sowohl einen Standfuß als auch eine Halterung für die Wand zu haben. Falls eins davon nicht vorhanden ist, gibt es aber verschiedene Möglichkeiten, das Teil nachzukaufen; direkt beim Hersteller beispielsweise oder durch ein Ersatzteilforum wie forum.ersatzteile-24.com. Bei diesem Forum haben die Fragenden außerdem den Vorteil, dass die anderen Mitglieder ihnen bei technischen Fragen zur Installation des Stücks helfen können.

 

3. Farb- und Lichteinstellungen am Fernseher

Weißabgleich und Farbtemperaturen - die Einstellung für den Fernseher sind zahlreich und manches Mal sieht das Auge gar keine Veränderung am Bild, obwohl etwas verstellt wurde. Es lohnt sich aber dennoch, in die Einstellungen zu gehen: Viele der Geräte sind beispielsweise zu hell von der Hintergrundbeleuchtung eingestellt. Dies ist in einer hellen Umgebung nötig. Da im Wohnzimmer aber oft nur abends der Fernseher eingeschaltet wird, ist es nicht nötig, die Hintergrundbeleuchtung so stark einzustellen. Außerdem kann es sich lohnen, mit der Farbeinstellung und den Kontrasten herumzuspielen. Kaputt gehen kann dabei nichts - jedes Gerät enthält eine Funktion, die ihn in den Werkzustand zurücksetzt. Dies bedeutet, dass alle vom Eigentümer gemachten Änderungen nicht mehr vorhanden sind. Teilweise kann es sich lohnen, je nach eingelegter DVD den Zoom des Bildes zu ändern; vor allem ältere Datenträger beschränken sich sonst auf ein relativ kleines Viereck zur Anzeige, wenn der Ausschnitt nicht manuell verändert wird.

 

4. Das Installieren des Soundsystems

Heimkinosystem richtig aufbauen 1-2-do WissenAbbildung 2: Ein 5.1-System gehört in jedes Heimkino - es besteht aus Centerbox, Subwoofer, Front- und Surroundlautsprechern

 

Der Sound ist ebenso wichtig wie ein gutes Bild. Dieser muss aber, ebenso wie das Bild, an die Räumlichkeiten angepasst sein, damit er weder zu stark hallt noch zu leise ist. Wer ein richtiges Kinogefühl haben möchte, sollte mindestens ein 5.1-System nehmen. Die Positionierung der Boxen ist sehr wichtig: Die Centerbox wie auch der Subwoofer gehören in die Mitte, am besten direkt neben oder unter den Fernseher. Die Front-Lautsprecher sind nach immowelt.de daneben zu positionieren und die Surround-Boxen am besten seitlich oder hinter den Zuschauer, damit der Klang im ganzen Raum wirkt. Wer es noch etwas extravaganter haben möchte, kann sich für ein 7.1-System entscheiden; bei diesem stehen zu den Lautsprechern vorne noch jeweils zwei Lautsprecher neben dem Zuschauer und zwei hinter ihm.

 

5. Der Nutzen eines AV-Receivers

Heimkinosystem richtig aufbauen 1-2-do WissenAbbildung 3: Mit einem AV-Receiver lassen sich die unterschiedlichen Komponenten sehr gut miteinander vernetzen

 

Wer sich ein Heimkinosystem aufbaut, hat mehr als nur einen Fernseher. Es kommen oft noch ein DVD-Player und/oder eine Spielekonsole hinzu. Meistens bedeutet dies, dass der Nutzer je nachdem, was er sehen möchte, zwischen Digitalreceiver zum Fernsehen, dem DVD-Player und der Spielekonsole hin- und herstecken muss, sofern der Bildschirm selbst nicht genügend Anschlüsse dafür hat. Bei einem AV-Receiver, der genügend Anschlüsse besitzt, ist dies kein Problem mehr. Wenn er eine Wifi- oder Lan-Schnittstelle hat, kann er sogar ins heimische Netzwerk integriert werden. Es ist dann beispielsweise möglich, über diesen Receiver seinen Musikstreaming Account, wie Spotify oder Ampya, aufzurufen und die Musik abspielen zu lassen. Teilweise ist sogar die Steuerung über das Smartphone möglich, sodass eine verlegte Fernbedienung kein Problem mehr darstellt. Sogar Filme können teilweise vom Smartphone über den AV-Receiver auf den Bildschirm übertragen werden.

 

 

6. Das Licht im Raum

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Wer sich für einen Beamer statt eines Fernsehers entscheidet, muss für Dunkelheit im Raum sorgen, damit das Bild gut zur Geltung kommt. Bei einem Fernsehgerät muss es nicht ganz so dunkel sein. Es ist sogar vorteilhaft, hinter den Bildschirm noch eine Lichtquelle zu installieren, damit der Lichtkontrast zur Umgebung ausgeglichen wird. Das Schwarz im Bild sowie auch die anderen Farben werden dadurch kräftiger. Aus diesem Grund sind neuere Geräte sogar mit Leuchten hinten ausgestattet. Ansonsten ist indirektes Licht besser als direktes. Ein wenig dunkel darf es sein, allerdings strengt es die Augen auf Dauer sehr an, wenn sie nur einen Lichtpunkt vor sich haben und der Rest des Raumes im Dunkeln liegt.

 

Fazit

Ein Heimkinosystem aufzubauen, ist gar nicht so schwer mit den richtigen Teilen. Ob zu dem Fernseher noch weitere Geräte, wie die schon erwähnte Spielekonsole, hinzukommen, ist dabei nicht wichtig. Vielen reicht die Möglichkeit, mittels eines DVD-Players Filme abzuspielen und sie wollen gar nicht mehr Geräte anschließen. Es ist nur wichtig, dass sich direkt beim Aufbau überlegt wird, welches Soundsystem sich am besten eignet und wie groß die Bildschirmdiagonale maximal und minimal sein darf. Dabei sollte am besten der Raum, in dem dieses System integriert werden soll, schon bekannt sein, damit alles stimmig aufeinander angepasst sein kann.

 

Bilder:

Abbildung 1: © apops - Fotolia.com

Abbildung 2: © adicool1989 - Fotolia.com

Abbildung 3: © semion - Fotolia.com

Abbildung 4: © astragal - Fotolia.com


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