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Hausbau - Planung

Hausbau - Finanzierung, Umsetzung, Planung

Wenn die Familie ein Zuhause bekommen soll, wird für viele der Traum des eigenen Hauses Realität. Ein Eigenheim mit einem kleinen Garten dazu ist ein schöner Ort, um die Kinder großzuziehen und später im Alter in Ruhe die Rente oder Pension genießen zu können. Die Verwirklichung dieses Traums ist allerdings mit einigen Faktoren verbunden, die auf jeden Fall berücksichtigt werden sollten. Nur so haben die Bauherren die Sicherheit, dass sie sich mit dem Hausbau nicht übernehmen und in keine Schuldenfalle geraten. Finanzierung, die Möglichkeiten der Bauumsetzung und die Planung des Hauses - Alles muss beachtet werden. Wer unerfahren im Hausbau ist, sollte sich am besten professionell beraten lassen. Sonst können Probleme auftreten, mit denen die Bauherren nicht gerechnet haben, vor denen sie aber bei einer professionellen Beratung gewarnt werden könnten. Der folgende Text stellt die wichtigsten Faktoren dar, die beim Hausbau beachtet werden sollten, angefangen bei der Finanzierung des Eigenheims, über die Bauumsetzung bis hin zur Planung und den möglichen auftretenden Problemen.

 

Hausbau - Planung 1-2-do Wissen

Abbildung 1: Der Traum von einem eigenen Haus kann durch eine entsprechende Finanzierung Wirklichkeit werden

1. Finanzierung
1.1. Eigenkapital einplanen
1.2. Was nützen Bausparverträge?
1.3. Was muss bei Bankkrediten beachtet werden?

2. Möglichkeiten der Bauumsetzung
2.1. Bauen in Eigenregie
2.2. Unterstützung eines Generalunternehmers
2.3. Die Planung durch den Bauträger

3. Planung des Hauses
3.1. Grundstückskauf
3.2. Ausstattung und Größe

4. Ereignisse in der Bauphase
5. Fazit: Mögliche auftretende Probleme und bestmögliche Lösung durch den Bauherrn

1. Finanzierung

Der Grundstückskauf, die Bezahlung der Handwerker und des Architekten, Kosten für Wasser, Strom und Material auf der Baustelle: Neben dem eigentlichen Bau des Hauses fallen noch einige zusätzliche Kosten an. Deswegen sollte die Bausumme nicht zu niedrig angesetzt werden, damit der Bauherr auch auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren kann. Da das Eigenkapital in den meisten Fällen nicht für den gesamten Hausbau ausreicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung, wie Bausparverträge und Bankkredit mit verschiedenen Vor- und Nachteilen für den Bauherrn. Bevor er sich für eine der Möglichkeiten entscheidet, sollte er sich deswegen genau beraten lassen und vor allem sein Eigenkapital aufschlüsseln. Nur dadurch ist es möglich, dass der Bauherr genau weiß, wie viel Kapital er in den Hausbau einbringen kann und wie hoch die monatliche Rückzahlungssumme eines Bankkredits sein darf. Bevor er sich allerdings auf die Suche nach einem Bankdarlehen  macht, sollte er mindestens ein Fünftel der Bausumme angespart haben: So hat er genug finanzielle Rücklagen, um auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können, die beim Bau häufig auftreten.

 

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Abbildung 2: Darstellung der Ein- und Ausgaben und der daraus resultierenden Mittel für Kreditraten

1.1. Eigenkapital einplanen

Wer einen Hausbau plant, hat in den meisten Fällen schon Eigenkapital angespart. Einige Banken bieten zwar auch eine 100%-Finanzierung, allerdings ist diese nicht ratsam: Die Belastungen, die auf den Bauherrn oder die Bauherrin zukommen, sind in diesen Fällen sehr hoch, da eine finanzielle Sicherheit fehlt. So ein hohes Darlehen bedeutet zudem meist eine Rückzahlungsdauer von über zehn Jahren, die Zinsbindung der Banken beträgt in der Regel aber nur zehn Jahre - danach kann der Zinssatz von der Bank erhöht werden, was eine finanzielle Mehrbelastung bedeutet. Damit die Bauherren keine zu hohe finanzielle Belastung auf sich nehmen, ist es deswegen wichtig, dass sie ihr monatliches Einkommen und die Ausgaben gegenüberstellen. So wissen sie genau, was sie sich leisten können. Zum Einkommen zählt das Nettogehalt beider Elternteile sowie das eventuelle Kindergeld und sonstiges Einkommen. Die Lebenshaltung der beiden Erwachsenen und der Kinder sowie eine finanzielle Reserve gehören zu den monatlichen Ausgaben. Das Geld, das nach der Gegenüberstellung übrig bleibt, kann für Kreditraten verwendet werden.

1.2. Was nützen Bausparverträge?

Das Prinzip von Bausparverträgen ist zwar schon seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland bekannt, richtig durchsetzen konnte es sich aber erst mit Ende des ersten Weltkriegs, also in den 1920er Jahren. Das Bausparen ist ein Solidaritätsprinzip, mit dem es jedem ermöglicht werden soll, ein eigenes Haus zu bauen oder zu kaufen. Die Bausparverträge sind deswegen zweckgebunden: Sie dürfen nur für den Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung verwendet werden. Es gibt zwei Phasen beim Bausparen: Die Ansparphase und die Darlehensphase. Bei der Ansparphase zahlen Anleger monatliche Raten oder unregelmäßige Beträge in ihren Bausparvertrag ein. Wenn sie durch diese Weise 40-50 % der mit der Bausparkasse vereinbarten Sparsumme eingezahlt haben, können sie ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen. Damit die Bausparnehmer wissen, wann sie das Darlehen nutzen können, gibt es die sogenannte Zuteilung: Nach Erreichen der mindestens geforderten Bausparsumme und einer gewissen Laufzeit des Vertrags, erhält der Bausparer eine Zuteilung von der Bausparkasse. Damit kann er wählen, ob er den Bausparvertrag ausgezahlt bekommen möchte, oder lieber ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nimmt. Bei Annahme des Bauspardarlehens bekommt der Kunde zeitnah einen entsprechenden Antrag von der Bausparkasse zugeschickt. Die Vorteile eines Bausparvertrags liegen auf der Hand: Die Tilgung des Darlehens ist durch hohe Sätze schnell möglich, die Zinssätze sind günstig und durch den Bausparvertrag hat der Darlehensnehmer zu einem gewissen Teil eine finanzielle Sicherheit. Allerdings eignet sich diese Art der Finanzierung eher für langfristige Projekte. Bei kurzfristigen Bauvorhaben ist es deswegen oft nicht möglich, auf einen Bausparvertrag zurückzugreifen, da die Mindestanspardauer bei manchen Bausparkassen bis zu zehn Jahre betragen kann. Auch sollte die finanzielle Belastung nicht unterschätzt werden. Das Bauspardarlehen kann durch niedrige Zinsen und hohe Tilgungssätze zwar relativ schnell zurückbezahlt werden, allerdings muss der Darlehensnehmer dieses Geld im Monat auch übrig haben. Wer niedrige monatliche Rückzahlungsraten haben möchte, sollte sich zu einem Bankkredit beraten lassen.

1.3. Was muss bei Bankkrediten beachtet werden?

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Abbildung 3: Die Finanzen genau durchzuplanen ist wichtig, wenn ein Hausbau ansteht.

 

Wer ein Darlehen bei einer Bank bekommen möchte, sollte sich im Vorfeld gut auf das Gespräch vorbereiten. Vor allem die Zinssätze sollte der Bauherr beobachten, damit er weiß, ob die jeweilige Bank ihm gute Konditionen anbietet oder nicht. Es gibt verschiedene Portale im Internet, wie aktuelle-bauzinsen.info, auf denen die aktuellen Bauzinsen verglichen werden können. Für das Beratungsgespräch bei der Bank ist es außerdem wichtig, dass der Berater jemand mit Entscheidungsbefugnis ist: So können günstigere Konditionen ausgehandelt werden, wenn der Bauherr die richtigen Argumente anbringt. Mit einer Checkliste, auf der die wichtigsten Punkte stehen, kann er sich gut auf das Gespräch vorbereiten. Zu den wichtigsten Punkten gehören beispielsweise der Effektivzins, die Laufzeit, die Tilgungsrate, die Auszahlung des Darlehens (einmalige Zahlung oder nach und nach je nach Bedarf) sowie die Möglichkeit von Sondertilgungen. Dies ist wichtig, damit der Darlehensnehmer weiß, wie hoch die Bank beispielsweise die Zinsausfallentschädigung bei einer außerplanmäßigen Tilgung berechnet. Wichtig ist zudem die Zinsbindung des Kreditinstituts: Während dieser Zeit darf die Bank die Zinsen, die für den Kredit anfallen, nicht erhöhen. Die Kreditnehmer müssen also mit keiner unvorhergesehenen finanziellen Mehrbelastung durch den Kredit rechnen. Da die Bauzinsen in den letzten Jahren allerdings relativ stabil waren, ist ohne Zinsbindung kein allzu drastischer Anstieg zu erwarten. Momentan sei es sogar wahrscheinlicher, dass die Zinsen noch weiter sinken, wie diese Webseite berichtet. Die Zinsentwicklung sollte der Bauherr am besten ein paar Wochen beobachten, damit er den richtigen Moment für den Abschluss eines Darlehens erwischt.

 

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Abbildung 4: Die Zinsentwicklung zeigt, dass ein Baukredit immer günstiger wird

 

2. Möglichkeiten der Bauumsetzung

Wer ein Haus plant, hat einige Möglichkeiten, um den Bau umzusetzen. Die persönlichen Vorlieben und die finanziellen Mittel spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Bau mittels eines Bauträgers, eines Generalunternehmers oder in Eigenregie sind drei verschiedene Möglichkeiten, um den Traum von einem Eigenheim zu verwirklichen. Jede Möglichkeit hat Vor- und Nachteile. Der Bauherr sollte sich im Vorfeld gut überlegen, welche der Varianten für ihn in Frage kommen würde.

2.1. Bauen in Eigenregie

Wer nur wenig Kapital für den Hausbau zur Verfügung hat, greift oft auf die Eigenregie zurück. Dies bedeutet, dass der Bauherr selbst tatkräftig beim Hausbau mithilft und zum Teil auch Freunde und Verwandte mit einspannt. Im Grunde kann das ganze Haus in Eigenregie gebaut werden - nur für Statik, Wasser und Strom sollten Experten zu Rate gezogen werden, damit sich durch Ausbesserungsarbeiten kein finanzieller Mehraufwand ergibt. Damit das Haus gut durchdacht ist, sollte auch beim Bau in Eigenregie auf jeden Fall ein Architekt zu Rate gezogen werden. Die Kosten für diesen können niedrig gehalten werden, wenn der Bauherr eine genaue Auftragsbeschreibung an den Architekten gibt und die Planung durch Mitbestimmung und Kreativität unterstützt. Nach dem fertiggestellten Entwurf des Hauses beginnt der eigentliche Bau. Der Bauherr muss nun verschiedene Unternehmen finden, die ihn dabei unterstützen und selbst tatkräftig mit anpacken. Es warten viele Stunden Arbeit am Bau auf ihn. Deswegen sollte er es sich gut überlegen, ob er neben einem Vollzeitjob und einer Familie das Haus in Eigenregie bauen möchte. Wer zudem kein Profi ist und bisher eher selten handwerklich aktiv war, sollte mehr Zeit für den Bau einplanen, als Profis benötigen würden. Damit alles den richtigen Weg geht, sollten Eigenleistungen im Vorfeld genau mit den am Bau beteiligten Handwerkern abgesprochen und vertraglich festgehalten werden. Die Termine und Abläufe bedürfen dann selbstverständlich einer fristgerechten Einhaltung. Wer Freunde und Verwandte auf dem Bau mit einspannt, um die Kosten noch geringer zu halten, muss diese allerdings extra versichern. Ein Unfall kann bei einem Hausbau schnell passieren, daher ist es wichtig, dass alle am Bau Beteiligten versichert sind.

2.2. Unterstützung eines Generalunternehmers

 

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Abbildung 5: Ob mit einem Generalunternehmer oder als Bauherr in Eigenregie: Die Baustelle sollte regelmäßig besucht werden, um Mängel frühzeitig zu entdecken

 

Gestaltungsfreiraum beim Hausbau ist ein wichtiges Thema. Ein Fertighaus beispielsweise ist zwar schnell errichtet, aber die Kreativität bei der Gestaltung ist begrenzt. Deswegen sind Häuser in Massivbauweise bei der Mehrheit der Bauherren immer noch beliebter. Wenn das Grundstück für das Haus zudem schon gekauft wurde und die Eigenregie mangels Zeit oder Fähigkeiten nicht in Frage kommt, bietet sich der Bau mit der Unterstützung durch einen Generalunternehmer an. Der Bauherr schließt mit diesem einen Werkvertrag über alle Leistungen zur Errichtung des Baus. Der Generalunternehmer kümmert sich dann um die zuständigen Subunternehmen für die Fertigstellung, beispielsweise die Tischlerei, die Fenster und Türen einbaut. Der Vorteil für den Bauherren ist, dass er bei Mängeln und Problemen nur einen Ansprechpartner, den Generalunternehmer, hat. Dieser setzt sich bei anfallenden Mängeln mit den Subunternehmen auseinanderund leitet Schritte zur Ausbesserung ein. Trotz der Subunternehmen bleibt der Generalunternehmer der alleinige Vertragspartner des Bauherrn und trägt die volle Verantwortung für die Gesamtleistung. Der Bauherr muss bei dieser Möglichkeit nicht viel Zeit auf der Baustelle verbringen, da er selbst nicht mithelfen muss. Allerdings bedeutet dies auch, dass der Bau im Gegensatz zur Eigenregie etwa zehn bis fünfzehn Prozent teurer werden kann.

2.3. Die Planung durch den Bauträger

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Abbildung 6: Reihenhäuser sind typisch für den Hausbau durch einen Bauträger

Eine einfache und günstige Möglichkeit, ein Eigenheim zu bekommen, ist allerdings der Kauf von einem Bauträger. Wer schnell in ein eigenes Haus ziehen möchte und keinen großen Wert auf die Gestaltungsfreiheit beim Planen legt, kann alles durch den Bauträger regeln lassen: Dieser kümmert sich um das Grundstück, die Planung und den kompletten Bau, sodass der Bauherr das Haus schlüsselfertig überreicht bekommt. Was genau schlüsselfertig heißt, sollte allerdings im Vertrag detailliert dargestellt werden, damit der Bauherr diesbezüglich Bescheid weiß. Durch die typisierte Bauweise dieser Möglichkeit kann der Bauherr im Vorfeld sogar ein Modell seines Eigenheims besichtigen. Der Nachteil daran ist allerdings, dass sich die Häuser sehr ähnlich sehen. Ein gutes Beispiel der Bauträger-Bauweise ist eine Reihenhaussiedlung. Die starke Typisierung ist bei den Häusern gut zu erkennen, individuelle Wünsche können nur begrenzt und mit einem finanziellen Mehraufwand umgesetzt werden. Der Vorteil ist allerdings ein sehr guter Kostenüberblick, einige Bauträger bieten den Hausbau sogar zu einem Festpreis an.

3. Planung des Hauses

Wenn die Möglichkeiten der Finanzierung geklärt sind und der Bauherr auch weiß, wie er sein Haus bauen möchte, steht die Planung an. Das Grundstück muss gekauft und das Haus selbst entworfen werden. Dabei sind einige Dinge zu beachten, sodass der Bauherr am besten Experten zu Rate zieht, um alle wichtigen Faktoren zu beachten. Allein für den Grundstückskauf müssen beispielsweise verschiedene Zusatzkosten eingeplant werden, wie die Erschließungskosten, die Grundsteuer und die Kosten des Notars, der den Kauf beglaubigt und für die Eintragung im Grundbuch sorgt. Ungefähr liegen die Kosten für Notar und Grundbuchamt bei etwa 1,6 Prozent des Grundstückspreises.

3.1. Grundstückskauf

Das optimale Baugrundstück sieht für jeden anders aus. Am besten ist es, wenn der Bauherr im Vorfeld eine Liste mit den Punkten macht, die das Grundstück erfüllen sollte und diese nach Priorität sortiert. Punkte auf dieser Liste könnten beispielsweise der Standort in der Stadt oder auf dem Land sein, die Nähe zum Job oder auch der Einzugsbereich einer bestimmten Schule. Wer ein passendes Grundstück gefunden hat, sollte es allerdings nicht sofort kaufen: Vorher lohnt sich ein Blick in das amtliche Register. In diesem steht, ob auf dem Stück Land überhaupt ein Haus gebaut werden darf. Mit der Stadt oder der Gemeinde sollte diese Frage ebenfalls geklärt werden. Dazu kommen noch weitere Fragen, wie die Berechnung der Nebenkosten, wer die Vorbesitzer waren, welche Anschlüsse am Grundstück vorbeilaufen und ob ein eventuelles Erbrecht besteht. Der Bebauungsplan ist ebenfalls wichtig, falls die Stadt oder die Gemeinde einen hat: Wer sich daran nicht hält, muss im Nachhinein Strafe zahlen oder die entsprechenden Bereiche abändern.

3.2. Ausstattung und Größe

Wenn der Grundstückskauf abgeschlossen ist und alle besonderen Vorschriften der Stadt oder der Gemeinde bekannt sind, geht es an die eigentliche Planung des Hauses. Wichtig ist dabei, den Haustypen festzulegen: Fertighäuser, Massivhäuser oder energiesparende Häuser sind nur einige der Typen, die möglich sind. Die persönlichen Vorlieben aber auch die Kostenkalkulation spielen bei der Auswahl eine entscheidende Rolle. Dazu sollte während der Planung schon für das Alter vorgesorgt werden: Eine barrierefreie Planung ermöglicht es dem Bauherrn, auch im Alter noch in dem Eigenheim wohnen zu können. Barrierefrei bedeutet, dass alle wichtigen Räumlichkeiten auf ebenem Boden zu erreichen sind oder im Bedarfsfall beispielsweise ein Treppenlift eingebaut werden kann. Die Größe des Hauses richtet sich nach den Bewohnern: Ein Generationenhaus mit Großeltern, Eltern und Kindern bedarf einer größeren Grundfläche, als wenn nur Eltern und Kinder in dem Haus wohnen. Wichtig ist bei einem Generationenhaus ebenfalls, dass darauf geachtet wird, ein Zweifamilienhaus zu bauen. Also eines, in dem zwei eigenstände Wohnungen sind. So kann die Privatsphäre der einzelnen Parteien gewahrt bleiben, obwohl alle in dem Eigenheim wohnen. Wer ein energiesparsames Haus haben möchte, sollte ein besonderes Augenmerk auf die Wärmedämmung und die Heiztechnik legen. Für Häuser gibt es mittlerweile schon einen Energieausweis, durch den der Bauherr sieht, wo hohe Verbrauchskosten anfallen können. Mittels einer Photovoltaikanlage kann beispielsweise Energie eingespart werden. Diese lässt sich sehr gut auf dem Dach eines neuen Hauses integrieren. Die Elektroinstallationen sollten ebenfalls gut geplant werden: Je nach Vorliebe ist es möglich, die Installation so zu gestalten, dass beispielsweise die Fenster automatisch auf das Wetter reagieren oder per Smartphone die Heizung im Haus ein- oder ausgeschaltet werden kann. Die Sicherheitstechnik kann zudem ebenfalls gut mit integriert werden: Es gibt Alarmanlagen, die per Handy ein- oder ausgeschaltet werden können. Einige von diesen Möglichkeiten können zwar auch nachträglich angebracht werden, allerdings ist es meist günstiger, schon in der Planungs- und Bauphase an solche Besonderheiten zu denken und diese direkt zu installieren.

 

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Abbildung 7: Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Bauvarianten

4. Ereignisse in der Bauphase

Wenn beim Bau eines sicher ist, dann, dass er meist doch teurer ist als ursprünglich angenommen. Darum ist es wichtig, die finanziellen Mittel nicht zu knapp zu planen und vor allem genügend zeitlichen Spielraum zu haben. Die Wohnung sollte beispielsweise nicht zum vorgesehenen Bauende gekündigt werden, sondern erst, wenn das Ende wirklich absehbar ist. Sonst kann es passieren, dass die Wohnung geräumt werden muss, der Bau sich aber durch verschiedene Umstände verzögert hat und die Familie nur ein unfertiges Dach über dem Kopf hat. Damit dies nicht passiert, sollte Reservezeit eingeplant und der Baufortschritt zudem selbst überwacht werden. Bei Bedarf kann der Bauherr massiv Druck machen, wenn sich die einzelnen Arbeiten zu lange hinziehen. Mit sorgfältig geplanten finanziellen Mitteln und einer ausreichenden zeitlichen Spanne bis zur Kündigung der Wohnung kann der Bau stressfrei ablaufen. Dies ist wichtig, da sonst Fehler gemacht werden könnten, deren Ausbesserungen hohe Kosten verursachen. Zu diesen Fehlern gehören beispielsweise eindringende Feuchtigkeit wegen mangelnder Abdichtung oder der Befall von Schimmelpilz, weil Bauteile während des Baus durch das Wetter nass wurden und nicht richtig austrocknen konnten. Die meisten Fehler können aber vermieden werden, wenn der Bauherr das Vorhaben aufmerksam begleitet und sofort auf Fehler, die er entdeckt, hinweist, wie stern.de berichtet. Besonders wichtig dafür ist ein Bautagebuch, damit der Bauherr immer weiß, was an welchem Tag gemacht wurde. So sieht er auch schnell, ob sich der Bau verzögert und durch welche Gründe dies passiert. Schlechte Witterung beispielsweise wird in dem Bautagebuch neben vielen anderen Dingen aufgeführt.

5. Fazit: Mögliche auftretende Probleme und bestmögliche Lösung durch den Bauherrn

Wer ein Haus baut, muss mit vielen Problemen rechnen. Der Bauherr begegnet diesen am besten, indem er im Vorfeld einen präzisen Plan anfertigt, in dem alle vorhersehbaren Ereignisse aufgeführt sind. So kann er eine genaue finanzielle und zeitliche Planung des Baus erstellen. Trotzdem kann es passieren, dass sich der Bau beispielsweise durch das Wetter verzögert. Wenn die Handwerker dann auf anderen Baustellen gebraucht werden, dauert die Fertigstellung entweder noch länger oder der Bauherr muss die Kosten für neu engagierte Handwerker tragen. Aber auch, wenn sich der Bau nicht verzögert, kann es Probleme geben. Beispielsweise können Mängel an der Qualität auffallen. Die beste Lösung in diesem Fall ist, dass der Bauherr dem Generalunternehmer oder, beim Bauen in Eigenregie, dem zuständigen Handwerker auf den Mangel hinweist und darauf besteht, dass er ausgebessert wird. Dies kann auch noch nach Fertigstellung des Baus geschehen: Handwerker und Bauherr vereinbaren eine Frist, bis zu dem Zeitpunkt der Bauherr Mängel zur Ausbesserung vorbringen darf. Nach Verstreichen der sogenannten Gewährleistungspflicht müssen für die Ausbesserungen allerdings der volle Preis bezahlt werden. Wenn der Bauherr immer den Überblick auf der Baustelle behält und vor allem Ruhe bewahrt auch wenn es stressig wird, sollte er für die meisten Probleme souveräne Lösungen finden. Es ist empfehlenswert, dass sich der Bauherr zudem regelmäßig mit dem Bauleiter und dem Bauunternehmer oder dem zuständigen Handwerker trifft, um Fragen zu klären und Problemen vorzubeugen. Durch die richtige finanzielle Planung, einen zeitlichen Puffer und den ständigen Dialog mit den Zuständigen auf der Baustelle sollte es dem Bauherrn gelingen, seinen Traum von einem Eigenheim schnell zu verwirklichen. Wer auf die Bauweise mittels eines Bauträgers zurückgreift, hat übrigens weniger auf der Baustelle zu tun als die Bauherren, die in Eigenregie oder mit einem Generalunternehmer das Haus erstellen.

 

Quellen:

www.aktuelle-bauzinsen.info/

www.hardo-naumann.de/bauherrentipps.html#Bauplanung

www.bauabenteuer.de/checkliste.html#inhalt

www.wer-kann-das-wissen.de/20120426/was-muss-beim-hausbau-beachtet-werden/

www.stern.de/wirtschaft/immobilien/schutz-fuers-eigenheim-so-verhindern-sie-pfusch-am-bau-1577020.html

Abbildungen:

Bild 1: fotolia.com © JSB

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