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Hausautomation

Hausautomation

Die Hausautomation (Hausautomatisierung) ist der Teilbereich der Gebäudeautomation, der auf die Gegebenheiten privater Wohnhäuser und die speziellen Bedürfnissen seiner Bewohner ausgerichtet ist. Im Fordergrund steht dabei der erhöhte Wohnkomfort und die Sicherheit der Bewohner.

Generell umfasst das Anwendungsspektrum von Hausautomationssystemen:

  • Heizungssteuerung/Einzelraumregelung, teilweise Lüftungssteuerung
  • Lichtsteuerung
  • elektrische Gerätesteuerung
  • Sicherheitsfunktionen: Einbruch- und Gebäudeschutz, sowie Schutz des Menschen
  • Komfort und Erleichterung: Vorprogrammierte Szenarien und „Lifestyles“
  • Fernzugriff via Internet, Handy

 

Hierbei kann die ganze Palette automatisiert und gesteuert werden, oder aber auch nur einzelne Teilaspekte. Im Prinzip hat jeder schon ein kleines Stück Automatisierung im Haus, denn die Heizungsteuerung über eine Zeitschaltuhr ist nichts anderes.

 

Systemkonzepte

Da die Hausautomatisierung ein recht neues Spielfeld ist, entwickeln sich, von unterschiedlichen Herstellern getrieben, verschiedene Systemkonzepte weiter.

Auf allen Topologien gibt es dezentrale und zentrale Systeme.

  1. Dezentral bedeutet: der Fenstersensor meldet direkt an das Heizkörperventil den Zustand des Fensters
  2. Zentral bedeutet: der Fenstersensor meldet an einen Hauptrechner den Zustand des Fensters und der Hauptrechner gibt die Information an das Heizkörperventil weiter
  3. Die meisten Systeme sind eine Kombination aus beiden. Das heißt die Sensoren geben die Information direkt an den Aktor und zusätzlich gibt es einen zentralen Rechner, der z.B. eine Anwesenheitsimulation abspielen kann.

 

Vorteil von 1 und 3 ist: auch bei einem Ausfall einzelner Komponenten sollte der Rest noch weiterhin funktionieren.

 

Ein grober Überblick:

Funksysteme

Die einzelnen Komponenten kommunizieren über ein Funknetz - dies kann WLAN, DECT usw. sein

Vorteile:

  • es ist keine extra Verdrahtung notwendig

 

Nachteile:

  • die Komponenetn sind recht teuer, da z.B. jeder Lichtschalter einen Funksender beinhaltet
  • viele Komponenten werden über Batterien versorgt (hier gibt es Hersteller, die (für einige Komponenten) den Strom aus der Betätigung des z.B. Lichtschalters nehmen. Durch den händischen Druck auf den Schalter wird die Energie erzeugt, um das Funksignal zu übertragen - diese benötigen dann keine Batterien)

 

Hier gbt es eine große Anzahl von Herstellern, die Teillösungen für einzelne Aufgaben anbieten - wie z.B. der Heizkörperregelung.
Einige Hersteller bieten auch komplette Systeme an, wie unter anderem auch das oben erwähnte, welches an einigen Stellen ohne Batterien auskommt.

 

stromnetzgebundene Systeme

Die einzelnen Komponenten sind am herkömmlichen Stromnetz angebunden und kommunizieren über dieses und versorgen sich aus diesem.

Vorteile:

  • es ist keine extra Verdrahtung notwendig
  • es gibt Schaltausgänge die auch in einer Stehlampe, also flexiblen Geräten installiert werden können

 

Nachteile:

  • die Komponenetn sind recht teuer, da z.B. jeder Lichtschalter einen Sender fürs Stromnetz  beinhaltet

 

Hat sich noch nicht so richtig verbreitet...

 

parallel verdrahtete Systeme

Die Kommunikation zwischen den Komponenten findet unabhängig von der 230V Versorgung über eine getrennte Datenleitung statt.

Vorteile:

  • zu Komponenten wie Schaltern führt nur eine Daten-/Versorgungsleitung mit Kleinspannung

 

Nachteile:

  • zu den Aktoren ist eine extra Kommunikationsverdrahtung notwendig - diese darf nicht gemeinsam mit den Netzleitungen verlegt werden
  • echt teure Systemkomponenten, wie z.B. Lichtschalter, da in jedem Schalter Elektronik integriert ist

 

Hier sind die großen Hersteller besonder aktiv und es gibt schon einige Standards bei denen auch Komponenten verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren. Da diese Komponenetn sehr teuer sind, hat sich parallel eine Community gebildet, die Komponenten selber entwickelt - meist auf CAN oder CANOpen Basis.

 

zentral gesteuerte Systeme

Es gibt einen zentralen Rechner der alle Informationen von Schaltern usw. einliest und dann die einzelnen Ausgänge steuert.

Vorteile:

  • es können z.B. klassische, günstige Lichtschalter verwendet werden, sowie auch standard Relais. Somit ist dies eine recht kostengünstige Version
  • die Lichtschalter werden nicht über 230V versorgt

 

Nachteile:

  • von allen Schaltern, Sensoren usw. ist eine Verdrahtung zu dem zentralen Rechner nötig

 

Sind eher Einzellösungen, die eine industrielle SPS beinhalten. Aber auch hier gibt es eine Community die Software-Bausteine entwickelt und zur Verfügung stellt.

 


 

Ich habe bewußt keine Hersteller genannt, denn die Liste könnte man endlos lang machen... - und die Anzahl der verschiedenen Systeme die angeboten werden (und nicht untereinander kompatibel sind) ist nicht viel kürzer. Die Zukunft wird zeigen welches System sich durchsetzt.  


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