Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Grill / Gasgrill

Inhaltsverzeichnis

Grill / Gasgrill

 

Die Frage des Geschmacks... ist hier nicht die Frage...

Ob nun das Grillgut vom Holzkohle- oder vom Gasgrill besser schmeckt mag jeder für sich entscheiden. Die Grillfreunde untereinander werden ihren Favouriten wählen und sich ganz bestimmt nicht von den anderen "Grillmeistern" überzeugen lassen wollen.

Sicher ist aber, das Grillgut muss auf dem Grill erhitzt werden... und das ist für das Stück Fleisch der wohl wichtigste Aspekt. Ausschlaggebend für den Erfolg ist also die richtige Wahl der Temparatur. Daher sehe ich den Gasgrill mit einem leichten praktischen Vorteil gegenüber dem Holzkohlegrill und selbst ein ungeübter oder unerfahrener Grillmeister wird mit dem Gasgrill zurechtkommen.


Der Vorteil eines Gasgrills ist zum einen die automatische Piezo-Zündung. Damit lässt sich der Gasgrill rasch starten ohne sich die Finger zu verbrennen und die "Vorheizzeit" ist extrem kurz. Man kann also gleich mit dem Grillen anfangen. Die Temparatur lässt sich über Drehregler einstellen. Mit zwei- oder mehrflammigen Gasgrills ist es also auch möglich bei offenem Grilldeckel unterschiedliche Garzeiten und Temparaturen einzustellen.


Ein weiterer Vorteil ist das fast qualmlose Grillen. Natürlich erzeugt auch ein Gasgrill Rauch, aber der kommt nicht von der qualmenden Grillkohle, sondern von dem garenden Grillgut.
Einen Gasgrill kann man zudem gefahrloser auf dem Balkon betreiben und er ist auch in der Reinigung leichter als der Holzkohlegrill zu handhaben.


Die Bewirtung von größeren Gesellschaften fällt mit dem Gasgrill wesentlich leichter. Extrawünsche und die Menge des aufzulegenden Grillgutes sind nicht in Abhängigkeit mit einer schwindenden Hitze der Grillkohle verbunden. Zudem ist es auch mit einem Gasgrill jederzeit möglich einen "zweiten" Gang aufzulegen, ohne dabei befürchten zu müssen, dass die Grillkohle zur Neige geht.


Allerdings hat ein Gasgrill auch ein paar erwähnenswerte Nachteile gegenüber dem Holzkohlegrill. Sie sind sperrig, schwer und sehr schwierig zu transportieren. Einen Gasgrill kauft man sich nicht eben gleich mal um die Ecke bei der Tankstelle. Die gefüllte Gasflasche (5 oder 11 Kilogramm) muss immer vorhanden sein. Eine Ersatzflasche darf ebenfalls nicht fehlen. Und leider sind Gasgrills auf Grund der hohen technischen Anforderungen viel teurer als Holzkohlegrills.


Gasgrills werden mit Flüssiggas, etwa Butan oder Propangas, betrieben. Bei einer Anschaffung eines Gasgrills sollte man daher auf das DVGW/GS-Zeichen achten.
Um das herabtropfende Fett des Grillgutes auf dem Rost abzufangen, gibt es unterschiedliche Systeme. Einige Gasgrills haben unter dem Rost Lavasteine oder keramische Briketts liegen die erhitzt werden. Da sie sehr porös sind nehmen sie sehr viel Fett auf und es entstehen kaum gesundheitsgefährliche Stoffe.


Andere Gasgrills haben über den Brennstäben Winkelstäbe aus einem speziellen emaillierten Stahl, andere Gasgrills arbeiten mit einer erhitzbaren Gusseisenplatte.
Ganz besondere Ausführungen von Gassgrills haben mehrere Brenner und zusätzlich eine verschließbare Haube. Damit ist ein Grillen mit unterschiedlichen Temparaturen möglich. Selbst Sonntagsbrötchen, Gebäck, Brot und in einer Panadenhülle eingelegtes Eis lassen sich als Produkt mit dem Gassgrill verarbeiten. Komfortable Ausführungen enthalten zudem auch zusätzlich Warmhalteroste, Unterschränke, abnehmbare Arbeitsflächen, Klapptische, Besteckhalter und vieles mehr...


Ohne Gasflasche funktioniert aber auch der beste Gasgrill nicht. Die meisten Ausführungen benötigen noch einen Druckminderer an der Gasflasche. Hier sind die Versionen 30 mbar oder 50 mbar die gängigsten Ausführungen. Die Druckminderer verhindern unnötig ausströmendes Gas und regeln den Druck so weit runter, dass man mit der Gasflamme eine hohe Temparatur erreicht, aber keine hohe Flamme an den Brennstäben.


Welchen Gasgrill man sich am Besten anschafft hängt davon ab, wie oft und für was man ihn benutzen möchte. Wegen ein paar Bratwürstle und ein paar Scheiben Fleisch würde auch ein kleiner, einflammiger Gasgrill absolut ausreichen.
Gehobeneren Anspruch sucht der Grillmeister, der ihn mit mehreren Flammen, einstellbarer Rosthöhe, unterschiedliche Temparaturzonen bis hin zu Wärmehalteplatte, mit offenen und geschlossenen Grill arbeiten möchte und / oder seinen Grill schon mehr als "Kochanlage" sieht.


Auf jeden Fall sollte bei allen Gasgrills eine „CE“-Kennzeichnung angebracht sein und eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache beiliegen.


Die Signets TÜV und GS bürgen für Qualität und stehen für ein Mindestmaß an Sicherheit.
Mit einem Gasgrill sicher und vernünftig umzugehen ist selbstverständlich:

  • keine brennbaren Gegenstände in der Nähe des Grillplatzes aufbewahren
  • nur zugelassene Gasflaschen anschließen und im Stehen betreiben
  • Grillgeräte immer auf ebenen Flächen aufstellen
  • regelmäßige Überprüfung der Gasschläuche (oranger Schlauch mit DINDVGW- Kennzeichnung), wenn möglich nicht länger als 1,50 Meter, auf Risse, Löcher oder auf korrodiertes oder poröses Material achten
  • den richtigen Druckmimderer verwenden
  • Gasflamme nach dem Grillen ausschalten
  • den Gasgrill nur im Freien verwenden und immer an einer gut belüfteten Stelle positionieren
  • Gasflaschen ordnungsgemäß lagern und niemals zu nahe an eine Hitzequelle stellen

 

Für den mittleren Anspruch an den Grillmeister möchte ich den Gasgrill Burny Signum 220 / 240 vorstellen (weil ich ihn selber habe).


Es ist ein qualitativ hochwertiger 2-Brenner Gasgrill und steht auf einer schweren fahrbaren Unterkonstruktion ohne zu wackeln oder zu kippen. Die Grillhaube hat ein eingebautes Thermometer und wenn die Gasflasche geschlossen ist und die Brenner gezündet haben, hat der Burny in wenigen Minuten mit seinen beiden einzeln drehbaren Stellreglern die max. Temparatur mit bis 330 Grad C. erreicht. Mit dem hitzebeständigen Griff an der Haube verbrennt man sich keine Finger.


Mit einem zusätzlichen kleineren Warmhalterost können auch die beiden spülmaschinenfesten Roste einzeln zum Grillen genommen werden. Die Grillfläche hat etwa 50x56 cm Fläche und ist damit für ein zügiges und kontinuierliches Grillen permanent geeignet.


Über den Brennern hat der Burny einzelne emaillierte Hitzeleitbleche die für eine gute Wärmeverteilung im Grill sorgen und das Auftropfen von Fett auf die Flamme verhindern. Zusätzlich hat er am Boden einen Fettauffangbehälter den man mühelos ausziehen und reinigen kann. Und als Zubehör habe ich mir noch einen elektrischen Spieß gegönnt.

 

Siehe auch

 


Projekte

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com