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Gasmelder / Gaswarner

Gasmelder/ Gaswarner

 

"Gasexplosion im Einfamilienhaus - mehrere Verletzte..."

Schreckensmeldungen wie diese erreichen uns immer wieder in unregelmäßgen Abständen.
In den meisten Fällen begründet sich so ein Unfall leider immer auf Fahrlässigkeit, Fehlverhalten oder nicht fachmännischen Eingriff in die Gasversorgung. Da die Energieversorger nur bis zum Anschluss am Haus verantwortlich sind, müssen Mieter oder Vermieter im Haus für einen sicheren Betrieb sorgen.

Präventive Maßnahmen, aber auch das richtige Verhalten bei einem Gasautritt können solche Schreckensmeldungen wie oben stark reduzieren.
Präventiv kann der Mieter oder Vermieter unterschiedliche Gasmelder bzw., -warner an den richtigen Stellen im Haus anbringen, um bei einem möglichen Gasaustritt gewarnt zu werden.

Dafür gibt es unterschiedliche Arten von Warnsystemen:

1. CO-Gasmelder, bekannt auch unter Kohlenmonoxid Melder
CO... bedeutet Kohlenmonoxid und ist ein sehr giftiges tückisches Gas. Es ist geruchslos, geschmackneutral, unsichtbar und farblos und sehr gefährlich. Die Kohlenmonoxidvergiftung gehört zu den häufigsten Vergiftungstodesursachen und ist oft tödlich.


Deshalb ist es absolut ratsam im eigenen Heim CO-Gasmelder anzubringen. Aber auch in Campingfahrzeugen oder Booten sind solche Warner nicht wegzudenken. Diese CO-Gasmelder sollten bei Heizkessel, Gasthermen, Kaminöfen und Ölofen nicht fehlen. Wer sein Auto in der Garage stehen hat und dort öfters den Motor laufen lässt, wird mit einem CO-Gasmelder ebenfalls gut bedient sein.


Kohlenmonoxid ist etwas leichter als Luft. Deshalb soll der CO-Gasmelder eher oben im Raum oder möglichst in der Nähe potentieller Gefahrenquellen angebracht werden.


Wie und warum entstehen gefährliche Kohlenmonoxid Konzentration?

  • wenn Öfen bzw.Herde nicht ordnungshemäß angeschlossen sind.
  • keine regelmäßige Wartung gemacht wird.
  • die Lüftung nicht ausreicht.
  • der Kamin verstopft ist.

 

Eine hohe Konzentration dieses Gases ist sehr gefährlich und führt rasch zum Tod, wenn das Gift eingeatmet ist und dann über die Lunge im Blut gebunden wird. Das verhindert den Transport des Sauerstoffes und führt unweigerlich zum Ersticken. Die Opfer bemerken zwar noch das es ihnen nicht gut geht, verlieren aber schnell die Orentierung und werden bewusstlos.


2. Erdgas Melder (Methan)
Erdgas ist leichter als Luft und ebenfalls gerruchslos. Bei einer Undichtigkeit steigt das Gas zunächst nach oben, setzt sich dann aber nach unten ab. Deswegen ist es wichtig, dass die Gasmelder wenige Zentimeter unter der Decke installiert werden.
Die Ursachen warum überhaupt Gas entweichen kann sind unterschiedlich. Leichtsinn, Vergesslichkeit, aber auch Materialermüdung oder Beschädigung durch Heimwerker sind nur einige davon.


Wenn der Gasanteil erst mal in der Luft die Explosionsgrenze erreicht hat besteht absolute Höchstgefahr. Damit das aber im Gefahrenpotenzial verringert werden kann, haben die Hersteller in ihren Gasmelder sehr empfindliche Gaßsensoren eingebaut und sind so kalibriert, dass bereits bei kleinsten Mengen Gas in der Luft, also unter der Explosionsgrenze, der Warnton ausgelöst wird.

3. Propan Gasmelder
Anders als bei den beiden oben genannten Gasen ist Propan-Gas schwerer als Luft. Dieses Gas findet Verwendung im Campingbereich bei Wohnwagen oder Gartenhäusern, aber auch in Wohnhäusern sind Tanks mit Propan-Gas in Gebrauch.
Bei einem evtl. Austritt sammelt sich dieses Gas am Boden und verdrängt schichtweise den Sauerstoff in dem es sich nach oben absetzt. Deswegen wird der Gasmelder nur wenige Zentimeter über den Boden installiert.


4. Methangas (Stadtgas/ Erdgas)
Auch dieses Gas ist leichter als Luft und steigt daher von unten nach oben. Der Gasmelder sollte im oberen Bereich des Raumes in einer Höhe von 15-30 cm unterhalb der Zimmerdecke oder in der Nähe des Gasgerätes besfestigt werden jedoch nicht weiter als ein paar Meter weg. Die Herstellerangaben sind dabei zu beachten.

Allgemein:
Es ist immer zu empfehlen den Gasmelder hin und wieder zu testen, sauber zu halten und niemals selber Reparaturversuche zu unternehmen.

Erdgas ist mit einem Dufstoff versehen der selbst bei kleinsten Gasmengen, die noch ungefährlich sind, zu riechen ist. Wenn dies der Fall sein sollte ist das wichtigstes Gebot ruhig zu bleiben und folgende Punkte zu beachten:

 

  • Keine Zigaretten anzünden!
  • Kein Feuerzeug oder Streichhölzer benutzen!
  • Licht- und Geräteschalter nicht mehr betätigen!
  • Stecker nicht aus Steckdose ziehen!
  • Telefon und Handy nicht benutzen!
  • Keine Ventilatoren anschalten!
  • Fenster öffnen!
  • Mitbewohner warnen (keine Türklingel betätigen, sondern KLOPFEN)!
  • Gashan zudrehen, wenn möglich...!
  • Feuerwehr und Gasbetreiber informieren!
     

Dennoch... Gas ist sicher...

Wer alle Verhaltensregeln beachtet und keine Hobby-Heimwerker oder selbsternannte "Männer für alles" an seinen Gasgeräten und -Leitungen herum schrauben lässt, muss sich um Gaslecks und mögliche Folgen eigentlich keine Sorgen mehr machen und kann den komfortablen Heizstoff Erdgas ohne Bedenken nutzen.


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