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Fichte

In der Familie der Kieferngewächse (lat. Pinaceae) ist die Fichte (lat. Picea) eine Pflanzengattung. In Mitteleuropa ist nur die Gemeine Fichte (Picea abies) heimisch, die fälschlich auch als „Rottanne“ bezeichnet wird. Dieser Name geht zurück auf ihre schuppig, rotbraune Rinde. Die Unterfamilie Piceoideae wird alleine von den Fichten gebildet.

Das lateinische Wort für Fichte, picea, wurde im Sinne von „harzhaltiges Holz“ (Vergil, Aeneis 6, 180) verwendet. Dabei konnte sowohl die Fichte, als auch die Kiefer gemeint sein, wie bei Plinius, dem Älteren nachzulesen ist.

Picea ist eine Substantivierung des Adjektivs piceus = „pech-, harzhaltig“, was auf die indogermanische Wurzel *pik- = „Pech, Harz“ zurückgeführt wird. Dem nahe steht die Wurzel *pit- = „Fichte“.
Während sowohl *pit- als auch *pik- mit den indogermanischen Wörtern für „Fett, Saft, Trank“ in Verbindung gebracht werden, ist auch eine Verbindung mit *(s)pik- und (s)pit- für „spitz“ oder „stechend“ denkbar.

Das deutsche Wort Fichte ist hingegen rein hochdeutsch, denn nichts Ähnliches findet sich im Niederdeutschen, Nordischen
Niederländischen, Angelsächsischen oder im Friesischen.



Im gothischen und altdeutschen sind die Formen fiuhtâ, feohtâ und fiehtâ zu finden, aus denen später das Wort Fichte entstanden ist. Eine Fichte zeichnet sich dadurch aus, dass sie immergrün und einstämmig ist. Während die durchschnittliche Fichte eine Höhe von 20 – 60 m erreicht, wird die Picea sitchensis sogar über 80 Meter hoch.
Die Baumkrone der Fichte hat die Form eine Kegels, kann aber auch walzlich sein, also länglich oval. Der Durchmesser des Fichtenstammes beträgt in der Regel bis zu einem Meter, maximal zwei Meter. Nur selten trifft man bei bestimmten Arten einen Stammdurchmesser von bis zu vier Metern an.

 

Die Fichten zeichnen sich dadurch aus, dass es weibliche und männliche Blütenorgane an einem Baum gibt.
Sie sind also einhäusig (monözisch).Nur selten findet man zweigeschlechtliche Blüten, bzw. Blütenständer an einer Fichte. Nachdem im Alter von zehn bis 40 Jahren die Blühreife des Fichtenbaumes eingetreten ist, blüht die Fichte zwischen April und Juni.

Die männlichen Blüten sind anfänglich purpurn- bis rosafarben, in der Reife schließlich gelb. Sie stehen einzeln, sind 1-2 cm lang und haben eine längliche, ovale Form. Jeder Pollen besitzt zwei Luftsäcke.



Die Bestäubung der Blüten erfolgt mit Hilfe des Windes (Anemophilie). Der Samen der Fichte kann bereits zwischen August und dem Winter abfallen, oder sich erst im Frühjahr lösen. Nachdem der Fichtensamen durch den Wind verbreitet wurde, fallen die Zapfen als Ganzes ab.
Die Fichtenzapfen sind meist braun und eiförmig bis zylindrisch und reifen zwischen August und Dezember. Sie sind zwischen zwei und 20 cm lang und haben kürzere Deckschuppen als Samenschuppen. Diese sind deshalb nicht sichtbar.

Die Fichte hat eine wichtige forstwirtschaftliche Bedeutung. Sie zählt auf der Nordhalbkugel und vor allem in Mitteleuropa zu den am häufigsten genutzten Baumarten. Dabei nutzt man meist bewirtschaftete oder künstlich geschaffene Reinbestände, Naturwälder fallen für die forstwirtschaftliche Nutzung kaum ins Gewicht.
Der Wert der Fichte ist auf den geraden Wuchs, das rasche Wachstum, die geringen Ansprüche an den Boden, sowie den Standort und die gute Verwendbarkeit des Fichtenholzes zurückzuführen.


 

Vorkommen:


Die Fichte ist über ganz Mittel-, Nord- und Nordosteuropa verbreitet.
Oft wird die Fichte fälschlicherweise als Tanne bezeichnet, obwohl die
Unterschiede sowohl im Aussehen der Bäume als auch im Holz erkennbar sind.
Einzig die Qualität der Hölzer ist miteinander vergleichbar.

 

Farbe des Holzes:


Die Farbe des Fichtenholzes ist gleichmäßig weiß, gelblich weiß bis rötlich weiß.
Die Alterstönung ist gelblichbraun bis hellbraun.

 

Eigenschaften:


Das Fichtenholz ist weich bis mittelhart, mäßig leicht, elastisch und fest.
Es schwindet wenig, hat ein gutes Stehvermögen, ist gut zu trocknen, leicht zu bearbeiten,
gut zu beizen und zu imprägnieren.

 

Eignung und Verwendung:


Die Fichte gehört zu den meist verwendeten Holzarten. Die Palette der Einsatzmöglichkeiten
ist sehr vielfältig und erstreckt sich vom Möbelbau, Bauholz, Sperrholz, Furnier, über Industrieholz
bis hin zur Papierherstellung.
 


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