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Fehlerstromschutzschalter FI

Um einen unerwünschten Stromabfluss über einen Erdleiter oder eine menschliche Person zu vermeiden wird ein Fehlerstrom-Schutzschalter in den Sicherungskasten eingebaut. Der FI-Schutzschalter sitzt vor dem bislang bekannten Sicherungsautomaten. Im Minimalfall sichert der FI-Schutzschalter Bad und WC ab, aber im Idealfall laufen sämtliche Stromleitungen eines Hauses durch den FI-Schalter, so dass eine umfassende Sicherheit aufgebaut wird.

In den Normen oder auch von Fachleuten setzt sich seit einigen Jahren immer mehr der Name RCD (Residual Current protective Device) durch und ersetzt den Begriff FI (F für Fehler und I als Formelzeichen für den Strom); es kommen immer noch beide Begriffe vor RCD und FI.
 

Wie funktioniert ein Fehlerstrom-Schutzschalter?

Man kann sich so einen FI-Schutzschalter als einfaches Element bestehend aus zwei Stromzählern vorstellen: Ein Zähler misst, wie viel Strom durch den schwarzen Leiter ins Haus reinfließt, und ein zweiter Zähler misst, wie viel Strom durch den blauen Leiter wieder zurückfließt. Im Normalfall messen die beiden Zähler die gleichen Mengen. Berührt jedoch eine Person die schwarze Phase, so fließt Strom über den Körper zur Erde ab. Der FI-Schutzschalter misst sofort eine Differenz zwischen Zufluss und Abfluss (es fließt also irgendwo ein "Fehlerstrom" ab) und schaltet den Stromkreislauf ab. Selbiges passiert, wenn über den grünen Erdleiter Strom am blauen Leiter vorbei zurück in die Erde fließt.
Kann man also bei vorhandenem FI-Schutzschalter bedenkenlos in die Steckdose langen oder die Phase an einem freien Stromkabel berühren? Nein! Einen Stromschlag bekommt man dennoch, denn es fließt erst einmal Strom bis der FI-Schalter den Stromkreis unterbricht. Dieser Strom ist im Normalfall, falls der FI-Schutzschalter für Stromdifferenzen von 10-30 mA ausgelegt ist, zwar nicht tödlich, aber alleine der Schlag und der Schreck können zu Verletzungen führen.

 

Gesetzliche Vorschriften

Seit dem 1. Februar 2009 müssen alle Steckdosen-Stromkreise, welche durch elektrotechnische Laien genutzt werden, mit einem Fehlerstromschutzschalter ausgestattet sein (in Innenräumen Stromkreise bis 20 A, im Außenbereich bis 32 A). Für Altanlagen gibt es durch den Bestandsschutz keine Nachrüstpflicht. Sobald aber wesentliche Änderungen an der Installation vorgenommen werden, muss eine Nachrüstung vorgenommen werden.
 

Regelmäßiges Prüfen des Fehlerstromschutzschalters

Vorne am Fehlerstromschutzschalter befindet sich eine Test-Taste (T), mit der der Fehlerfall simuliert werden kann. Damit muss die ordnungsgemäße Funktion regelmäßig überprüft werden.
 

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