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Farbspritzpraxis

Farbspritzpraxis 

Das praktische Farbspritzen setzt sich aus mehreren aufeinander folgenden Arbeitsgängen zusammen: 

  • Vorbereitung des Werkstücks. 
  • Einstellen der Viskosität der Farbe. 
  • Der eigentliche Spritzvorgang. 
  • Reinigen der Arbeitsgeräte.

 

Farbspritzpraxis 1-2-do WissenVorbereiten des Werkstückes 

Je höher die Oberflächengüte des Werkstückes vor dem Spritzen ist, umso besser wird das spätere Ergebnis. Die Oberfläche muss absolut staubfrei, trocken und fettfrei sein. Zur Sicherheit deshalb mit sauberen Handschuhen arbeiten und das Werkstück mit einem nicht fasernden und mit etwas Verdünner befeuchteten Tuch abreiben und gut ablüften lassen. 

 

Einstellen der Farbe 

So wie die Farbe aus dem Topf kommt, ist sie in der Regel nicht spritzfähig. Sie muss auf die richtige Viskosität verdünnt werden. Die Viskosität ist ein Maß für die Fließfähigkeit von Flüssigkeiten. Dünnflüssige Stoffe (z. B. Wasser) haben beispielsweise eine geringe Viskosität, dickflüssige Stoffe (z. B. Latexfarbe) haben eine hohe Viskosität. Eine übliche Methode im professionellen Bereich ist das Ermitteln der Viskosität mit dem DIN-Messbecher: Die Auslaufzeit ist das Maß für die Viskosität. Zunächst wird die Auslaufzeit der unverdünnten Farbe gemessen. Dann wird auf den jeweiligen Zielwert der betreffenden Farbe oder Spritzpistole entsprechend der Betriebsanleitung verdünnt. Bei Niederdruck-Farbspritzsystemen wird mit generellen Verdünnungsangaben gearbeitet, die mit den meisten im Heimwerkerbereich verwendeten Farben gut funktionieren. Die Richtwerte sind in den Bedienungsanleitungen der Farbspritzsysteme angegeben.

 

Spritzvorgang Farbspritzpraxis 1-2-do Wissen

In der Spritztechnik ist es sehr wichtig, dass der Farbfilm hauchdünn und gleichmäßig aufgetragen wird. Durch das flächenparallele Führen der Spritzpistole mit gleich bleibender Geschwindigkeit kann man die besten Ergebnisse erzielen. Dabei sollten die einzelnen Spritzgänge im so genannten „Kreuzgang“ erfolgen. Gespritzte Flächen benötigen kurze Trockenpausen, bevor die zweite oder dritte Schicht aufgetragen wird, damit eine Tropfen- und Schlierenbildung, besonders an geneigten oder senkrechten Flächen, vermieden wird.  

 

Reinigung 

Zur Reinigung verwendet man den für die verspritzte Farbe geeigneten Verdünner. Nach der kompletten Reinigung füllt man den Vorratsbehälter mit Verdünner und verspritzt den Inhalt mit der Spritzpistole in ein Sammelgefäß. Hierdurch werden die Pumpe und die Düse gründlich gereinigt. Die im Sammelgefäß anfallenden Farb- und Verdünnerreste sind Sondermüll und müssen bei den entsprechenden Sammelstellen entsorgt werden. Farben und Lacke auf Wasserbasis haben den Vorteil, dass sie mit Wasser gereinigt werden können und deshalb weniger umweltbelastend sind. 

 

TIPP 

Fur alle Farbspritzsysteme gilt: Gute Funktion und optimales Spritzergebnis ist nur mit gut gereingten Spritzpistolen moglich. Kleinste Verunreinigungen konnen deshalb Storungen verursachen und das Spritzergebnis verschlechtern. Betriebsstorungen werden so gut wie immer durch mangelnde Reinlichkeit verursacht. Saubere gesiebte Farbe (Nylonstrumpf als Filter! ) und eine sorgfaltige Reinigung des Spritzgerates nach Gebrauch sind deshalb auserordentlich wichtig.

 

Arbeitsschutz

Der Farbnebel besteht aus feinstverteilten Farbtröpfchen, die wegen ihres Anteils an Lösungsmitteln hochentzündlich sein können. Im Umfeld von Feuer oder Funken bildenden Gegenständen darf deshalb niemals gespritzt werden. Da die meisten Lösungsmittel und unter Umständen auch die Farbpigmente gesundheitsschädlich sein können, darf der Farbnebel nicht in die Atemwege gelangen. Das Tragen von geeigneten Atemschutzmasken ist unverzichtbar. Auch sollte niemals in kleinen Räumen (Hobbykeller!) gespritzt werden, da der Farbnebel hier eine sehr hohe Konzentration erreichen kann. Zum Schutz der Augen vor dem Farbnebel sollte eine geschlossene Schutzbrille getragen werden.

 

Siehe auch


Projekte

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