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Energieverbrauchskennzeichnung

Energieverbrauchskennzeichnung und Energieeffizienzklassen

Energieverbrauchskennzeichnung: Hilfe in der Wissensdatenbank ... 1-2-do WissenDie Kennzeichnung des Energiebedarfs von unterschiedlichen Gütern (Geräte, Gebäude, Autos) dient zur Unterstützung der Kaufentscheidung, indem Auskunft über die Energieeffizienz bei der Nutzung gegeben wird. Ein wichtiges Beispiel ist das EU-Energielabel für Elektrogeräte. Die Hersteller von Elektrogroßgeräten sind verpflichtet, als zusätzliche Information zur Kaufentscheidung Energie-Labels auf den Geräten anzubringen.
Das EU-Energie-Label muss deutlich sichtbar an der Vorder- oder Oberseite jedes Geräts im Verkaufs- oder Ausstellungsraum angebracht sein. Die Bewertungsskala gibt über den Energiebedarf (Strom und andere Energieträger) und über zusätzliche Gebrauchseigenschaften des Gerätes Auskunft. Die Einteilung erfolgte in Abwandlung des englischen und amerikanischen Schulnotensystems in Wertungsklassen von A bis G, wobei A die beste Klasse (niedriger Bedarf) darstellt und G die schlechteste (hoher Bedarf). Zu beachten ist, dass auf dem Energieeffizienzetikett, wenn es sinnvoll ist, zwar auch der Wasserverbrauch angegeben wird, dieser jedoch keinerlei Auswirkung auf die Energieeffizienzklasse hat. Dies ist vor allem bei der Anschaffung von Waschtrocknern zu beachten, die zumeist über eine Wasserkühlung verfügen und sehr große Mengen an Wasser verbrauchen.
Für viele Gerätetypen stammt diese Klasseneinteilung aus dem Jahre 1994 und spiegelt deshalb die damalige Marktsituation wider. Durch immer effizientere Geräte kann deshalb z. B. ein Gerät der Klasse B heutzutage schon das Schlusslicht unter allen lieferbaren Geräten sein.
Mit Ausnahme von einigen Glühlampen-Typen, die vom Funktionsprinzip her einen schlechten Wirkungsgrad besitzen, sind auf dem Markt so gut wie gar keine Geräte der Klassen E-G mehr zu finden.




Erweiterung um die Klassen A+ bis A+++

Auf Grund der Beschränktheit der Bewertungsklassen wurden im Jahr 2003 für besonders stromsparende Kühl- und Gefriergeräte die Erweiterungen A+ und A++ eingeführt, die jeweils noch besser als die Energieeffizienzklasse A sind und für einen sehr niedrigen Energiebedarf stehen. Als Richtwert gilt, dass die neue Energieeffizienzklasse A+ nur ca. drei Viertel der Energie eines vergleichbaren A-Geräts (gleiche Funktion, Volumen, usw.) braucht, ein Gerät mit A++ sogar nur die Hälfte.
Die Wertung A++ aus dem Jahr 2003 war für eine aktuelle Filterung der besten Geräte bis 2008 durchaus noch ausreichend. Unter den Kühl-Gefrierkombinationen, die eine Internetpreisvergleichseite im September 2008 listete, (N=1146) erreichten 2 % A++, 28 % A+, 68 % A, 2 % B, im Juli 2009 erreichten 7 % A++, 41 % A+, 50 % A, 2 % B.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace schlägt darüber hinaus dennoch ein anderes Energieeffizienzgesetz nach dem Top-Runner-Modell vor, dabei werden jährlich unter allen Geräten die besten 25 Prozent als „guter Standard“ definiert. Dies soll den Wettbewerb mehr anregen und auch auf Maschinen mit Motor (wie Rasenmäher) sowie für Warmwasserheizkessel oder Heizungspumpen angewendet werden können.
Die meisten der heute angebotenen Haushaltsgeräte sind nach den ursprünglich definierten Effizienzklassen der Kategorie A oder besser zuzurechnen. Deshalb verabschiedete das europäische Parlament im Mai 2010 eine ab 2011 geltende Neuregelung der Energieeffizienzklassen für Haushaltgeräte. Zusätzlich zu Klassen A+ und A++ wird auch noch die Klasse A+++ eingeführt und auf dem Energielabel dargestellt. Bei der Sitzung wurden auch neue Sparvorgaben für Gebäude und Elektrogeräte verabschiedet. Neben der neuen EU-Rahmenrichtlinie werden ab 2011 produktspezifische EU-Verordnungen die konkreten Kennzeichnungsverpflichtungen regeln.
Ab September 2009 führte die EU-Kommission in ausgewählten EU-Mitgliedsstaaten eine repräsentative Marktforschung durch, um verschiedene Versionen des EU-Labels hinsichtlich der Verständlichkeit für private Verbraucher zu prüfen.
Die Vorschläge der Kommission, Zusatzklassen mit den Bezeichnungen A-20 % und A-40 % einzuführen, fanden nicht die Zustimmung des Parlaments.

Quelle: Wikipedia

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