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Einschraubmutter

Einschraubmuttern können verwendet werden, wenn in Holz ein metrisches Gewinde benötigt wird.

Die Einschraubmutter besteht außen aus einem groben, selbstschneidenden, Holzgewinde und innen aus einem metrischen Maschinengewinde. Meist hat die Mutter einen Schlitz mit dem man sie eindrehen kann, aber auch Versionen mit Innensechskant sind auf dem Markt verfügbar. 

Generell sollte man beim Vorbohren nicht zu knapp bohren. Sodann allerdings auch nicht zu groß, denn hier besteht die Gefahr, dass die Mutter sich beim Anziehen oder beim Herausdrehen der Schraube sich mitdreht. Es empfiehlt sich, vorher in einem Reststück des gleichen Materials einige Testversuche zu machen. Idealerweise auch ein paar Tage vorher, denn je nach Holz bedarf es manchmal ganz besondere Bohrergrößen, die man sich besorgen sollte. Das gilt besonders für Plattenwerkstoffe wie Spanplatten, OSB, MDF, Sperrholz oder Multiplex. Hier besteht imme die Gefahr, dass das Material durch das Gewinde hochgepresst wird.

Beispiel Eindrehmuffe mit Innengewinde M6 in Multiplex/Siebdruckplatte. Ideal ist eine Bohrung mit 10,5 - besser 10,75 mm. 11 mm sind schon etwas zu weit. 10 cm sind deutlich zu wenig, man bekommt die Muffe fast nicht ins Holz und das Holz wird so gequetscht, dass sich obere Schichten lösen und einen Erhöhung sichtbar wird. Notfalls das Loch mit einer Rundfeile nacharbeiten. 

Manchmal nutzt es auch, um an der Oberfläche Ausrisse zu verhindern, das vorgebohrte Loch mit einem Ansenkbohrer etwas anzuschrägen. 

Im Gegensatz zur Einschlagmutter "klemmt" die Einschraubmutter im Holz. Sie kann also auch z.B. an der Stirnseite eines Bretts oder in einem massiven Block verwendet werden. Hier muss auf jeden Fall ausreichend tief gebohrt werden und auch ein eventuelles Übermaß der einzudrehenden Schrauben berücksichtigt werden. 

 

Das gerade Eindrehen der Einschraubmutter gestaltet sich manchmal gar nicht so einfach.
Hier gibt es mehrere Lösungsansätze:

1.     Freies Eindrehen
Man schraubt eine möglichst lange Schraube in das Innengewinde und kontert mit einer Mutter. Dann ansetzen und möglichst gerade einschrauben. Durch die Länge der Schraube ergibt sich eine bessere Kontrolle über den Winkel.

Ideal sind Einschraubmuttern ohne Schlitz mit Innensechskant. Hier hilft ein Sechskantbit, eine Ratsche mit Verlängerung. Bit aufsetzen, mit der einen Hand die Verlängerung sekrecht halten und zugleich etwas Druck auf die Muffe aufbauen, mit der anderen Hand die Ratsche drehen. 

2.     Tischbohrmaschine als Führung
Diese Methode sollte allerdings nur bei "robusten" Tischbohrmaschinen eingesetzt werden.
Man schraubt eine Gewindestange in das Innengewinde und Kontert mit einer Mutter.
Die Gewindestange wird im Bohrfutter so „eingespannt“ das sie eine Führung bekommt aber nicht zu sehr festgehalten wird.
Dann wird mit der ausgeschalteten Bohrmaschine Druck nach unten aufgebaut und die Mutter mit einem Schlüssel eingedreht.

3.     Bau einer Führung
Vorgehensweise siehe Punkt 1.
Die Schraube wird durch eine Führung im rechten Winkel gehalten. Die Bohrung in der Führung entspricht dem Durchmesser der Schraube die zum Einschrauben verwendet wird und sollte recht knapp sein. Ideal wäre eine lange Schraube in einem Sterngriff, so dass man auch Druck auf die Einschraubmuffe aufbauen kann. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Mit dem Akkuschrauber und extrem niedriger Geschwindigkeit. Hier bieten sich Einschraubmuffen mit Innensechskant an. Auch hier empfiehlt es sich, vorher an ein paar Reststücken zu üben, bis man das Gefühl hat. 

Bei allen Varianten gehören aber immer zwei Dinge dazu: 

  • Das Vorbohren mit dem richtigen Bohrdurchmesser
  • Ausreichend Übung und immer genug Tests in einem Reststück.

 


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