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Edelstahl

Edelstahl

 

Entgegen der Meinung vieler Laien ist ein Edelstahl nicht zwangsläufig rostbeständig, obwohl die rost- und/oder säurebeständigen Stähle fast*) alle Edelstähle sind. Es handelt sich hier um eine Festlegung der VdEH (Verein deutscher Eisenhüttenleute), die auch vom EU-Normenwerk übernommen wurde.

Von einem Edelstahl spricht man, wenn es sich um eine  durch Legierung von Chrom, Molybdän, Vanadin, Titan oder Niob (Cr, Mo, V, Ti, Nb), oder durch eine besondere Sorgfalt beim Erschmelzen« hergestellte Stahlsorte handelt. Bei Letzteren spricht man von unlegierten Edelstählen, die sich durch besonders niedrigen Gehalt an sog. Eisenbegleitern, wie Phosphor und Schwefel (P, S), auszeichnen. Das bedeutet, dass sich der billigste Schraubenzieher, geschossen auf der Kirmes, Edelstahl schimpfen darf, weil er entweder aus C45W, eine Werkzeugvariante aus dem Kohlenstoffstahl C45, oder aus sog. Silberstahl 1.2210 (115CrV3) mit mal gerade eben 0,7% Chrom und 0,1% Vanadin hergestellt worden ist.

 

*) Es gibt Stähle, die wetterbeständig sind und durch Zulegierung von Kupfer (Cu) ihre Korrosionsbeständigkeit erhalten. Diese bilden an der Oberfläche eine Patina, vergleichbar mit dem Grünspan von Kupfer, die die weitere Korrosion weitgehend verhindert. Auch rostbeständiger Stahl (WSt 1.40**) in hochglanzpoliertem Zustand und rost- und säurebeständiger Stahl (ab WSt 1.43**) bildet diese Patina, jedoch ist sie nur wenige Moleküle stark und somit nicht sichtbar. Wird bei jenen Stählen die Ausbildung dieser Oberfläche verhindert, wie z. B. durch Sauerstoffabschluss, rosten diese genauso, wie Spaten und Schraubenzieher.


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