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Das Verlegen einer Dampfbremse

Das Verlegen einer Dampfbremse – ein Ratgeber

Damit für eine optimale und energieeffiziente Wärmedämmung gesorgt ist, muss an eine geeignete Schutzschicht gegen Feuchtigkeit gedacht werden. Dämmstoffe laufen schnell Gefahr, wenn sich zu viel Feuchtigkeit in ihnen sammelt, dass Schimmel oder andere Schäden entstehen. Diese Feuchtigkeit stammt dabei häufig vom Wohnbereich, von wo aus die warme Luftfeuchte nach oben steigt und in kälterer Umgebung im Dachbereich zu Tauwasser umgewandelt wird. Eine bewährte Schutzschicht ist die Dampfbremse, die im folgenden Beitrag zunächst näher betrachtet wird. Hierbei wird der Begriff erklärt, die Arten der Dampfbremse unterschieden und die Einsatzgebiete vorgestellt. Im zweiten Absatz werden die unterschiedlichen Funktionen, verschiedenen Materialien und ihre Vor- und Nachteile aufgezeigt, um letztlich wichtige Tipps und Aspekte beim Verlegen der Dampfbremse am Dach näher zu beleuchten.

1. Die Dampfbremse zum Schutz gegen Schäden durch Feuchtigkeit

Um Dach oder Hauswand optimal vor unerwünschter Feuchtigkeit zu schützen, sind sogenannte Dampfbremsen eine optimale Möglichkeit. Eine Folge von Feuchtigkeit in der Wärmedämmung des Daches ist besonders die Bildung von Schimmel, der in den meisten Fällen schwer entfernt werden kann. Im ungünstigsten Fall muss die komplette Wärmedämmung ausgetauscht werden. Das bedeutet neben viel Arbeit vor allem einen hohen finanziellen Aufwand. Schimmel entsteht nicht nur durch eine falsche Abdichtung des Daches oder der Wärmedämmung, sondern auch durch warme Luftfeuchtigkeit, die aus dem Wohnraum aufsteigt und kondensiert. Diesem Szenario können Dampfbremsen entgegen wirken.

1.1. Definition des Begriffs

Dampfbremsen sind ein wichtiger Werkstoff in der Bautechnik und verhindern das Diffundieren bzw. das Eindringen von Feuchtigkeit in die Wärmedämmung eines Gebäudes. In Form von Folien, Pappe oder auch einer Klimamembran schützen sie damit vor Schimmel oder anderen Schäden durch Tauwasser. Im Unterschied zur Dampfsperre isolieren Dampfbremsen Bauteile nicht vollständig. Die Bauteilschichten verfügen über ein Wasserdiffusionswiderstand von mehr als 0,5 m. Dieser Wert wird auch Sd-Wert genannt und definiert die äquivalente Luftschichtdichte. Dabei handelt es sich demnach um einen theoretischen Begriff, der die Dampfdurchlässigkeit der Dampfbremse erklärt. Je höher der Sd-Wert einer Dampfbremse ist, desto weniger Feuchtigkeit gelangt durch das Material.

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1.2. Aufbau und Arten der Dampfbremse

Der Werkstoff ist eine Funktionsschicht, besteht aus verschiedenen Materialien und kann bei einem Sd-Wert zwischen zwei und fünf Metern ausreichend Feuchtigkeit im Winter abhalten. Die Dampfbremse bewirkt hingegen im Sommer eine Rücktrocknung an der Raumseite. Dies wird durch den feinporigen Aufbau der Dachbremse ermöglicht. Die Poren sind so klein, dass so gut wie keine Feuchtigkeit eindringen kann, aber wiederum so groß, dass im Sommer eine Rücktrocknung möglich ist durch das Verdunsten bzw. dadurch, dass Luftfeuchtigkeit entweichen kann.

 

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Abbildung 1: Dank eines sogenannten Blower-Door-Tests bzw. dem Differenzdruck-Messverfahren durch einen Profi lässt sich bestimmen, ob die Folien ordnungsgemäß verlegt

ImGrunde unterscheiden sich die Dampfbremsarten vordergründig durch die unterschiedlichen Materialien, die verschiedene Vorteile für variierende Gebäudetypen haben. Grundsätzlich werden Folien aus verschiedenen Materialien genutzt sowie Pappe oder Klimamembranen verwendet. Im weiteren Verlauf dieser Ausführungen werden die unterschiedlichen Materialien näher erläutert. Eine zentrale Art ist die feuchtadaptive oder auch variable Dampfbremse. Zu diesen intelligenten Dampfbremsen gibt das Fraunhofer Institut weitere Informationen. Gegenüber konventionellen Dampfbremsen haben sie den Vorteil, dass die Gefahr der Austrocknung der raumseitigen Konstruktion im Sommer minimiert wird. Bei der konventionellen Dampfbremse wird die Diffusion in beide Richtungen gebremst, so dass im Sommer die Feuchtigkeit nur nach außen trocknen kann. Die feuchtadaptive Dampfbremse verfügt über einen variablen Sd-Wert, der sich je nach Luftfeuchtigkeit den Umständen anpasst. So kann im Winter wenig Wasserdampf in die Dämmung eindringen und im Sommer nimmt der Diffusionswiderstand durch die relativ hohe Luftfeuchtigkeit ab, so dass auch die Raumseite gut ausgetrocknet wird.

1.3. Einsatzgebiete

Im Allgemeinen werden Dampfbremsen bei der Dämmung des Daches oder beim Wandaufbau verwendet. In Abbildung 1 wird gezeigt, wo sich die Dampfbremse beim Ausbau des Daches befindet. Sie wird raumseitig angebracht, das heißt unterhalb des verwendeten Dämmmaterials bzw. auf der beheizten Seite der Wärmedämmschicht. Damit eignet sich die Dachbremse grundlegend für alle Gebäude, wobei besonders bei der Sanierung eines Altbaus oder eines Gebäudes mit Schrägdach auf Dampfbremsen zurückgegriffen werden sollte. Im Endeffekt ist sie überall dort hilfreich, wo eine akute Gefahr besteht, dass aufgrund von Feuchtigkeit in der Wärmedämmung Schimmel entsteht.

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Abbildung 2: Position der Dampfbremse beim Dachausbau

2. Eigenschaften der Dampfbremse

Als wichtige Schutzschicht vor Feuchtigkeit erfüllt die Dampfbremse zudem verschiedenste Funktionen, die vor allem der Wärmedämmung zu Gute kommen. Für unterschiedliche Anforderungen gibt es die unterschiedlichsten Dampfbremsen, die sich vordergründig aufgrund ihres Materials und dem Sd-Wert unterscheiden. Welche Dampfbremse letztlich die richtige ist, ist abhängig vom Gebäude und seiner Beschaffenheit sowie von den Anforderungen des Bauherrn. In den folgenden Absätzen werden die Funktionen der Dampfbremse und dessen unterschiedliche Materialien näher beleuchtet. Zudem sollen die Vor- und Nachteile bei einem Vergleich von Dampfbremse und Dampfsperre deutlich werden.

2.1. Funktionen

Wie bereits angedeutet, verhindern Dampfbremsen, dass warme Luftfeuchtigkeit in die Dach- oder Hausdämmung dringt und kondensiert, was zu Schimmel oder anderen Schäden führen kann. Damit dies nicht geschieht, ist es äußerst wichtig, dass die Raumseite warm gehalten wird, damit sich auch bei der jeweiligen Dampfbremse kein Tauwasser bildet. Neben der Abdichtung bietet die Funktionsschicht zudem einen optimalen Schutz für den jeweiligen Dämmstoff. Die wichtigsten Funktionen der Dampfbremse sind:

  • verhindert, dass im Winter die Dämmschicht feucht und damit beschädigt wird
  • bewirkt im Sommer die Austrocknung der Restfeuchte in der Dämmschicht
  • fördert damit eine optimale Wärmedämmung und schützt diese vor Beschädigungen durch Feuchtigkeit
  • durch seine Eigenschaften ist die Dampfbremse ein wichtiger Aspekt beim energieeffizienten Bauen

 

2.2. Materialien

Es gibt unterschiedlichste Materialien, die sich als Werkstoffe für Dampfbremsen eignen. So gibt es Dampfbremspappe, die aus Spezialpapieren besteht und imprägniert oder armiert ist. Diese ist mittlerweile auch als Bio-Dampfbremspappe erhältlich, wodurch ein Vorteil im ökologischen Effekt zu finden ist, da es sich um ein Naturdämmstoff handelt. Weit verbreitet sind Dampfbremsfolien, die ebenfalls aus unterschiedlichen Materialien bestehen. So existieren Kunststofffolien, die entweder aus Polyethylen oder Polyamid hergestellt werden. Weiterhin gibt es auch Folien, die aus Aluminium bestehen. Eine weitere Möglichkeit liegt in der Klimamembran, die einen Sd-Wert von 0,2 bis fünf Meter aufweist. Im Gegensatz zur Dampfbremsfolie oder –pappe ermöglicht sie eine schnellere Rücktrocknung und bietet sogar bei kleinen undichten Stellen, die oftmals beim Bau vorkommen, einen sicheren Schutz gegen Schimmel. Sie gilt als besonders robust und schafft einen ausgewogenen Feuchtigkeitsausgleich in der Wärmedämmung sowie einen zusätzlichen UV-Schutz. Ein weiterer Vorteil liegt zudem im relativ leichten Einbau des Materials. Allerdings trocknet laut Tests eine Klimamembran schneller aus als beispielsweise die Dampfbremsfolie.

2.3. Vor- und Nachteile: Dampfbremse vs. Dampfsperre

 

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Abbildung 3: Dampfsperren lassen keine Luftfeuchtigkeit durch. Allerdings kann so auch keine vorhandene Feuchtigkeit im Gegensatz zur Dampfbremse in der Dämmung entweichen und die Gefahr steigt, dass Schimmel entsteht.

Dampfbremse und Dampfsperre unterscheiden sich im Grunde genommen lediglich beim Sd-Wert, also der diffusionsäquivalenten Luftschichtdicke. Bei der Dampfsperre ist dieser Wert besonders hoch, so dass im Allgemeinen davon gesprochen wird, dass keine Luftfeuchtigkeit durch die Schutzschicht gelangt. Liegt der Wert bei über 1.500 Metern ist die Rede von der Dampfsperre, alle Werte darunter werden durch den Begriff Dampfbremse beschrieben. Die Dampfsperre findet mittlerweile in den meisten Gebäudetypen keine Verwendung mehr, obwohl eigentlich davon auszugehen wäre, dass der absolute Schutz vor Luftfeuchtigkeit für die Dämmung am positivsten zu bewerten ist. Doch genau diese Eigenschaft der Dampfsperre, dass sie die Luftfeuchtigkeit vor der Dämmung vollständig isoliert, führt meist zu den größten Feuchtigkeitsschäden in der Wärmedämmung. Dieser scheinbar paradoxe Aspekt lässt sich in erster Linie mit Baumängeln verschiedenster Art begründen. Grundsätzlich gilt nämlich die Annahme, dass mit einem Mindestmaß an Feuchtigkeit in der Dach- oder Wandkonstruktion zu rechnen ist. Ursachen gibt es diesbezüglich viele:

  • Fehler beim Einbau der Dampfsperre
  • Einbau von bereits feuchtem Dämmmaterial
  • bereits vorhandene Feuchtigkeit in anderen verwendeten Werkstoffen

 

Die Folgen können bei Dampfsperren demnach verheerend sein, da die bereits vorhandene Feuchtigkeit in der Konstruktion nicht austrocknen kann, weil Dampfsperren vollständig isolieren. So kann nach kurzer Zeit bereits hartnäckiger Schimmel entstehen, dessen Entfernung Zeit sowie hohe Kosten bedeutet. Hieraus ist der eindeutige Vorteil der Dampfbremse erkennbar. Durch den geringeren Sd-Wert, also der Möglichkeit, dass Luftfeuchtigkeit durchdringen kann, besteht gleichzeitig der Vorteil, dass eine Austrocknung stattfindet. Damit kann die Bildung von Schimmel bestmöglich verhindert werden. Allerdings sind die Qualität und die Art der Dampfbremse entscheidend für den erfolgreichen Feuchtigkeitsaustausch, da sie verschiedenen Bedingungen standhalten muss. Darum werden vordergründig feuchtadaptive Dampfbremsen empfohlen, bei denen der Sd-Wert je nach Wetterumständen angepasst wird. Diese Variabilität bewirkt zum einen, dass das Eindringen von Feuchtigkeit ausreichend abgehalten wird und zum anderen, dass das Material nicht zu sehr austrocknet. Auch bei Dampfbremsen kann ein falscher oder nicht fachgerechter Einbau verheerende Folgen haben. Es existieren aber auch Gebäudetypen, die durch ihre Funktion auf eine Dampfsperre angewiesen sind. Das schürt daher, dass die warme Luft nur aus einer Richtung kommt. Bei herkömmlichen Häusern ist es hingegen üblich, dass im Winter die Raumluft wärmer ist als die Außenluft und im Sommer umgekehrt. Beispielsweise bei Kühlhäusern ist die Außenluft immer wärmer, so dass die eindringende Luftfeuchtigkeit nur aus einer Richtung kommt. Hier sind Dampfsperren besser geeignet, weil hier kein Austausch geschehen darf, was durch eine vollständig isolierte Schutzschicht ermöglicht wird.

3. Dampfbremse richtig verlegen

Da meist Dampfbremsen zur Raumseite verlegt werden, muss nicht zwangsläufig ein teurer Profi engagiert werden. Für Handwerker, die im Umgang mit baulichen Maßnahmen Erfahrung haben, stellt das Einsetzen einer Dampfbremse meist keine Schwierigkeit dar. Auch unerfahrene Bauherren können solch einen Einbau in Eigenregie bei Einhaltung gewisser Regeln durchführen. Nichtsdestotrotz sind solche Regeln essentiell, um die vorgestellten Konsequenzen eines nicht fachgerechten Einbaus zu verhindern. Dementsprechend müssen einige Vorkehrungen und Überlegungen im Vorfeld getroffen werden, die entscheidend sind für den erfolgreichen Einbau. Dazu gehört neben sämtlichen Materialien sowie Bauutensilien auch eine konkrete Planung. Erst bei Vorlage dieser ist ein optimaler Schutz vor Feuchtigkeit in der Dämmkonstruktion garantiert. Nachstehend wird am Beispiel der Dampfbremsfolie die Verlegung dieser erläutert.

3.1. Voraussetzungen

Im Vorfeld sollten die baulichen Voraussetzungen geprüft sein. Weiterhin muss die darüber liegende Dämmung passgenau zugeschnitten sein, ohne, dass der Werkstoff an einer Ecke weiter heraussteht. Zudem sollten nur Dämmstoffe im Vorfeld verwendet worden sein, die von Experten empfohlen werden und in Kombination mit einer Dampfbremse überhaupt die gewünschte Wirkung erzielen. Grundsätzlich werden Dampfbremsen raumseitig und damit an der beheizten Seite angebracht, da nur so die Raumfeuchtigkeit, die aus dem Wohnbereich aufsteigt von der Dämmung abgehalten wird. Weiterhin sollten alle wichtigen Materialien zur Verfügung stehen. Zu den wichtigsten Materialien und Bauutensilien gehören:

  • Ausreichend Dampfbremsfolie
  • Die passende Deckenverkleidung (zum Beispiel OSB-Platten)
  • Tacker inklusive ausreichend Nadeln
  • Klebeband bzw. Klebepaste, die sich für die Dampfbremsfolie eignet
  • Akkuschrauber inkl. ausreichend Schrauben
  • Je nach Dachausmaß eine Leiter
  • Ausreichend Hilfspersonen sowie Zeit
  • Cutter-Messer und Schere
  • Zollstock und Stift

 

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Abbildung 4: Insbesondere bei Altbausanierungen eignet sich eine variable Dampfbremse.

3.2. Die exakte Planung

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Abbildung 5: Ein exakter Plan hilft bei der Durchführung.

Sind im Vorfeld alle wichtigen baulichen Voraussetzungen vorhanden, ist im nächsten Schritt ein exakter Plan zu erstellen. Der ist insbesondere dahingehend wichtig, dass die genutzten Materialien in ausreichender Menge eingekauft und überhaupt die richtigen Arten an Materialien ausgewählt werden. So ist es sinnvoll, im Vorfeld festzustellen, welche Dampfstoffbremse überhaupt in Frage kommt. Spielen die Materialien wie Kunststoff oder Pappe die entscheidende Rolle oder muss aufgrund der Konstruktion des Gebäudeobjekts eine starke Abdichtung vor Feuchtigkeit vorhanden sein? So ist es beispielsweise empfehlenswert, bei Altbausanierungen oder bei Häusern mit Steildächern auf variable Dampfbremsfolien zurückzugreifen, da sich in solchen Gebäuden schneller Feuchtigkeit bildet und somit eine schnelle Austrocknung sowie eine hohe Abdichtung gegen eindringende Raumfeuchte wichtig sind. Besteht zu große Unsicherheit über die Art sowie das Material der zu verwendenden Dampfbremse, ist ein Fachmann zu Rate zu ziehen.

Wichtig ist zudem die Ausmessung der Dachflächen, um genügend Folie beim Verlegen vorrätig zu haben. Hier empfiehlt es sich, die einzelnen Bahnen auszumessen und jeweils gute 15 cm mehr einzurechnen. Dadurch ist auch dann noch ausreichend Folie vorhanden, wenn ein Teilstück einreißen sollte, was beim erstmaligen Verlegen keine Seltenheit ist. Neben der Folie ist auch ausreichend Klebeband oder Klebepaste zum Beispiel im Baumarkt einzukaufen. Durch die Messung der einzelnen Bahnlängen und dem Multiplizieren mit der Gesamtbahnanzahl kann ein etwaiger Richtwert berechnet werden. Allerdings sind die Enden und Ränder sowie alle Unregelmäßigkeiten wie Steckdosen oder Rohre miteinzurechnen.

3.3. Fachgerechte Umsetzung

Sind alle Materialien, Werkstoffe und Utensilien sowie ausreichend Hilfe vorhanden, kann mit dem Verlegen der Dampfbremse sowie der abschließenden Deckenverkleidung begonnen werden. Hierbei sollten unterschiedliche Regeln bei den einzelnen Schritten eingehalten werden, um einen optimalen Feuchtigkeits- und damit Schimmelschutz zu ermöglichen. Wichtig ist, genügend Zeit für das Verlegen mitzubringen, um eventuelle Problemstellen in Ruhe und mit bestmöglicher Sorgfalt zu lösen und zu überwinden.

 

3.3.1. Verlegen der Dampfbremsfolie

Das Verlegen der Dampfbremsfolie ist im Grunde in drei Schritten sauber und fachgerecht möglich:

1. Schritt: Folienbahnen an gedämmtem Dach befestigen:

Empfehlenswert ist es, die Folienbahnen von der Mitte aus beginnend zu verlegen. Dadurch können die Ränder schließlich leichter befestigt und abgedichtet werden. Zur Befestigung der Folie an die Dachsparren wird ein Tacker verwendet, der bestenfalls alle sieben bis zehn Zentimeter die Folie ans Dach befestigt. Weiter ist es wichtig, die Folie nicht zu straff zwischen den Dachsparren zu montieren, ansonsten erhöht sich die Gefahr, dass die Folie insbesondere bei der Anbringung der Deckenverkleidung reißt.

2. Schritt: Weitere Folienbahnen verlegen:

Ist eine Bahn befestigt, muss bei der zweiten und den nachfolgenden Folienbahnen darauf geachtet werden, dass für ausreichend Überlappung, am besten um die zehn Zentimeter, gesorgt ist. Nur dadurch können die Folienränder sicher verdichtet werden. Allerdings sollte auch nicht zu viel Folie überstehen, da ansonsten Probleme bei der Deckenverkleidung entstehen können. Wichtig ist, an den Rändern ebenfalls an die Überlappung zu denken, auch hier empfiehlt sich eine Länge von rund zehn Zentimetern.

3. Schritt: Sauber und dicht verkleben:

Nun folgt der wichtigste Schritt, um auch wirklich einen Schutz vor Feuchtigkeit zu gewährleisten: das Verkleben der Ränder und Folie mit einem Klebeband oder Klebepaste. Beim Abziehen der Klebestreifen ist darauf zu achten, dass keine Falten entstehen, die Wasserdampf durchlassen könnten. Zudem sollte nur ein dafür vorgesehenes Produkt verwendet werden, da sich nicht jedes Klebeband zur Abdichtung eignet. Insbesondere bei Unebenheiten oder Rändern muss auf eine sichere Abdeckung geachtet werden, hier stecken die größten Gefahrenquellen für Schimmelbildung.

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Abbildung 6: Nicht jedes Klebeband eignet sich zur Verdichtung der Dampfbremsfolie.

 

3.3.2 Anbringung der Deckenverkleidung als finaler Schritt

Damit sind alle wichtigen Schritte zur Anbringung der Folie vollendet. Allerdings fehlt nun noch die finale Deckenverkleidung, die zum einen optisch ansprechend sein soll und zum anderen die Klebevorrichtung zusätzlich abdichtet. Beispielsweise können hierfür Anpressplatten über die Klebebindungen verschraubt werden bis die gesamte Fläche abgedeckt ist. Dieses Vorgehen verstärkt die Abdichtung, weil die Klebebindungen durch den Druck verfestigt werden. Anpressplatten haben allerdings den Nachteil, dass eine zusätzliche optisch ansprechende Verkleidung notwendig ist. Wem dies zu umständlich ist, kann auch auf USB-Platten oder Rigipsplatten zurückgreifen. Mittlerweile gibt es verschiedene Anbieter, die rund um das Thema Dämmung und Schutz vor Feuchtigkeit anschauliche Video-Podcasts bieten, die das Verlegen von Dämmwerkstoffen präsentieren.

4. Fazit: Die richtige Dampfbremse optimal und fachgerecht verlegen

Dampfbremsen ermöglichen bei fachgerechter und sauber verarbeiteter Anbringung einen optimalen Schutz vor Schäden im Dämmbereich des Daches oder der Hauswand. Sie verfügen über verschiedene Funktionen, wobei das Abhalten der Raumfeuchte in die Dämmvorrichtung sowie das Abtrocknen der Dämmung von der entstandenen Restfeuchtigkeit zu den wichtigsten und fundamentalsten Funktionen gehören. Hierbei gibt es mittlerweile intelligente Lösungen durch feuchtadaptive Dampfbremsen, deren Sd-Wert variabel an die äußeren Umstände anpassbar ist und somit eine Austrocknung und eventuelle Schimmelbildung verhindert. Dampfbremsen unterscheiden sich vor allem in ihren Materialien und nicht zuletzt durch den jeweiligen Sd-Wert. Sie werden seit geraumer Zeit den Dampfsperren vorgezogen, da eine vollständige Isolation der Luftraumfeuchtigkeit zu verheerenden Folgen führen kann, ausgehend von der Annahme, dass immer eine leichte Feuchtigkeit in der Wärmedämmung vorhanden ist. Schließlich bieten Dampfbremsen ein einfaches Verlegen durch ihre Form, wobei dabei auf zentrale Faktoren zu achten ist. Dadurch sind eine genaue Planung sowie die Auswahl des geeigneten Materials unumgänglich. Um einen positiven Effekt zu erzielen, sollten die angegebenen Schritte eingehalten werden und nicht an Klebeband oder Folie gespart werden.

Weiterführende Informationen:

http://www.maler.org/dampfsperren-verhindern-wasserdampfdiffusion-2010719

http://www.isover.de/Portaldata/1/Resources/produktwelt/produkte/vario/km_duplex_uv/Sichere_Verlegung_der_Dampfbremse.pdf

http://www.ibp.fraunhofer.de/content/dam/ibp/de/documents/variable_dampfbremsefallbeispieletcm45-34976.pdf

Bildquellen:

Bild 1: © Ingo Bartussek - Fotolia.com

Bild 2:pixabay.com © Hans (CC0 1.0)

Bild 3: pixabay.com © webvilla (CC0 1.0)

Bild 4: commons.wikimedia.org ©


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